7200RPM HD heutzutage noch nötig?

Hi Leute,

ich will mir 'ne neue Platte kaufen. Muß es wirklich eine mit 7200RPM sein, oder kann es schon eine SATA 600 mit 5400RPM sein? Ich frage deswegen, weil ich die Erfahrung gemacht habe dass eine 7200ter doch meistens extrem vibriert und brummt, auch im Leerlauf. Kaufen würde ich mir gerne die WD red mit 5400RPM und 150 MB/s schreiben und lesen. Wenn ich allerdings damit Probleme in Cubase bekommen würde, dann muss ich wohl doch eine schnellere kaufen. Für Meinungen von Euch wäre ich echt dankbar.

MfG,
Uli S

5400er reicht.

Hatte mal 'ne 7200er drin, aber wieder ausgebaut, weil mir das an-und abschwellende Brummen auf den Sa-, äh, also weil mich das gestört hat, trotz Entkopplung. Ich denke auch, wie primelius, eine 5400er tut es ganz gut als Sample-Speicher und auch als Projektplatte. Hatte jedenfalls bisher keine Probleme mit einer WD Green 2TB, allerdings bei einer eher moderaten Anzahl von Audiospuren, so maximal um ein Dutzend herum. Neu würde ich allerdings eine WD Red 3TB kaufen. Für das Betriebssystem ist natürlich eine SSD als Systemplatte sehr zu empfehlen.

Hallo,

Danke erstmal für die Infos. Hmm… 12 Audiospuren hört sich ja doch etwas wenig an, ich brauch ja schon meist 5-6 Spuren fürs Drum. Da werd’ ich wohl doch lieber etwas tiefer in die Tasche greifen müssen und schauen ob ich 'ne etwas ruhigere 7200er finde.

MfG,
Uli S

Hallo,
Als Beispiel 24bit x 96000samplerate x 24Spuren = 6mb pro Sekunde.
(39600024=6912000)
Ich vermute das eine Platte mit 5400 RPM das hinbekommt. Meine schaft 100mb Wenn denn die Files nicht zerstückelt auf der gesammten Platte verteilt liegen. Was hast du denn genau vor? Vieleicht kann dir dann einer sagen ob das reicht.
Es gibt auch welche mit 10000RPM. :slight_smile:

also ich hab eine 256 GB SSD für meine audioprojekte. schnell, leise und zuverlässig! muss ja keine 2 oder 3 TB sein, da ich sowieso immer gleich ein backup auf die sicherungs-HD mache nach fertigstellung eines projekts! bleibt also alles immer schön sauber und ich wills nicht missen.
auch für die system-partition ist eine SSD heutzutage sowieso die erste wahl!

Hi The*Smiler,

wenn du hauptsächlich Audio-Tracks verarbeiten willst, sollte eine 5400-er reichen - auch mit sehr viel mehr als 12 Spuren.
Eine schnelle Platte wird dann wichtig, wenn man viele virtuelle Instrumente mit großen Sample Libraries verwendet. Sonst werden die Ladezeiten zur reinen Geduldsprobe und beim Abspielen (vor dem Rendern der VST-Spuren) kann es auch schon mal Aussetzer geben.

Wenn Du nur analog aufnimmst und bearbeitest, sollte eine moderne 5400 HDD kein Engpass sein - es sei denn Du möchtest ein ganzes Symphonieorchester simultan und einzeln aufnehmen.

Gruss

Kurz zur Klarstellung: Wenn ich oben von “einem Dutzend Spuren” schrieb, dann meinte ich damit nicht, dass eine 5400er bei mehr als ca. 12 Audiospuren Probleme bekommt. Ich habe lediglich keine Projekte mit mehr Audiospuren, daher keine Erfahrung. Aber die anderen haben es ja schon angemerkt und vorgerechnet: Auch bei deutlich mehr Audiospuren sollte es eigentlich keine Probleme geben.

Hey,

klasse, kommen ja doch noch ein paar Infos rein. Also, ich mach Songs auch mit einigen VSTi’s, z.B. mit Kontakt, Massive, Absynth, HSS2 und hier und da noch ein paar Freewaresynths. Für Drums benutze ich allerdings Einzelsamples auf ca. 4-6 Audiospuren (hauptsächlich wegen Fade-in Effekte und die sollen auch gleich in eine Gruppe). Hinzu kommen dann auch noch andere Sampleschnipsel mit rein, können dann auch noch mal 4-8 Audiospuren werden. Bei Aufnahmen werden es max. 2 Spuren gleichzeitig (mehr gibt das Interface ja nicht her). Also nochmal ca. 4 -6 Audiospuren für Gitarre und Stimme. Also, so sehen meine Songs im Durchschnitt aus.
Aus Euren Infos kann ich es jetzt so ungefähr deuten dass es mit einer 5400er doch recht eng werden könnte, oder?

Uli S

Ich hoffe das es euch weiterhilft!!!

Festplatten
Die Umdrehungsgeschwindigkeit hat direkten Einfluss darauf, wie viele Audiospuren eine Festplatte gleichzeitig aufnehmen bzw. abspielen kann. Eine akzeptable Leistung in Bezug auf die Anzahl der Audiospuren lässt sich schon mit den von einigen Laptop-Herstellern verbauten Festplatten mit 5.400 U/Min erzielen. Besonders interessant für Laptops, die als professionelle Audio-Systeme mit hoher Spurenzahl benutzt werden, sind die mittlerweile ebenfalls verbauten 7.200 U/Min. Festplatten oder eben Solid State Disks (s. weiter unten). Als Lösung für eine ausreichend hohe Festplattenleistung können auch externe Festplatten eingesetzt werden, die z.B. über Thunderbolt, USB 2.0/USB 3.0 oder FireWire 800 angeschlossen werden und einen guten Datendurchsatz bieten.
Bei Desktop-Systemen sollte davon absehen werden, Festplatten zu nutzen, die unter 7.200 U/Min. laufen. Festplatten mit 7.200 U/Min. liefern in aller Regel aber genügend Datendurchsatz, um auch umfangreiche Audioprojekte mit vielen Spuren zu realisieren und gleichzeitig Sample-Daten für VST-Instrumente bereitzustellen. Es gilt allerdings, je “mehr” desto besser und so können durch den Einsatz von S-ATA (s.u.) Festplatten mit 10.000 U/Min oder SAS-Festplatten (s.u.) mit bis zu 15.000 U/Min weitere Maßnahmen getroffen werden, um Engpässe beim Datendurchsatz zu vermeiden. Darüber hinaus gibt es eine weitere Strategie, um den Datendurchsatz für die Audiodaten zu erhöhen, nämlich das Verwenden von mehreren Festplatten. Hierbei hat sich eine Aufteilung als sinnvoll erwiesen, bei der zunächst einmal eine Festplatte oder Solid State Disk für das Betriebssystem und die installierten Anwendungen reserviert wird. Eine weitere Festplatte dient als dezidierte Festplatte nur für Audiodaten und bei intensivstem Gebrauch von Sampler-Plugins wird sogar eine weitere Festplatte verwendet, die ausschließlich der Bereitstellung des Sample-Contents dient.
Die seit einiger Zeit verfügbaren Hybrid-Festplatten mit einem integrierten Flash-Speicher können eine interessante Alternative sein, um die Vorzüge relativ günstiger Speicherkapazität mit einen Zuwachs an Leistung zu verbinden. Durch den zusätzlichen Flash-Speicher dieser “SSHDs” werden die Zugriffszeiten beschleunigt und Daten stehen schneller zur Verfügung. Apple setzt diese Technologie unter den Begriff “Fusion Drive” auch in Mac-Systemen ein.

Nach zu lesen hier:
http://www.steinberg.net/de/support/steinberg_support_daw.html#c2188

Abgesehen davon, das wenn euch eure Platten zu laut sind, solltet ihr euch ein vernünftiges Gehäuse anschaffen(Silent) , hier drehen sich 6 Platten mit 7200 und ich höre nix! :wink:

Umso mehr Samples in den Speicher geladen werden umso länger dauert es. Da ist gut eine schnelle Platte zu haben oder du bist geduldig. Sind die Plugins,Samplesetc. einmal im Speicher dann ist es relativ egal wie schnell die Platte ist. Dann kommt es darauf an ob die Rechenpower der CPU reicht. (Massive soll da wohl sehr anspruchsvoll sein).

Ich habe bei dem Steinberg Demo Projekt Teleporter festgestellt das es beim ersten durchlauf kurze Audio aussetzer gibt. Ist Teleporter einmal durchgelaufen läuft alles einwandfrei mit 32 Samples Buffergröße. Laut Latency Mon gibt es Pagefaults beim ersten Durchlauf und beim zweiten nicht. Es wird also entweder nachgeladen oder das Demand Paging mach Probleme (Und sonstiges) . In dem Fall kommt es allerdings auf die Zugriffsgeschwindigkeit der Platte an. Und die liegt oftmals (Mittlere) bei 8-10ms. Das heißt, es dauert im mittel bis der Kopf an die Stelle gefahren ist wo die Daten stehen 8-10ms. Da kann die Platte noch so schnell sein. Es kommen einfach keine Daten vor dieser Zeit. Das kann man nur mit einer SSD umgehen. Da gibt es keine Kopf der bewegt werden muss. Nachteil an einer SSD ist das die nicht so lange halten wie eine Festplatte.

Hier sind’s neben der System-SSD nur 2 7200er, entkoppelt im gedämmten Gehäuse. Sehr leise, das! In der Praxis atme ich lauter :mrgreen:

Ja, ist aber normal das man in der Praxis lauter atmet. Die meisten Ärzte achten da sehr drauf. Und das finde ich gut so.

Gruß
Ischhh :mrgreen:

wie schon geschrieben… 5400er reicht. meine projekte haben meist um die 50-60 spuren. schlagzeug davon meist 13 mono + 3 stereo + 3 gruppen kick + 2 gruppen snare + 1 gruppe drums… ansonsten audio, midi und vsti gemischt. hatte noch nie probleme. das festplattenmeter zeigt auch nix an… zuckt nur kurz wenn man play drückt. aber das macht es ja immer.

dachte ich bis vor kurzem auch… aber die zeiten sind vorbei. mittlerweile halten die ssd wohl länger als eine durschnittliche festplatte.

Kurzer Hinweis aus der Praxis:
Die WD red läuft bei mir schon richtig lange als Sounddaten Festplatte. Es gab nie ein Problem.
Die läuft aber auch nicht unbedingt mit 5400, sondern hat sogenanntes “intellipower”. Sie spart Energie und läuft wenn möglich langsam, aber bei Bedarf kann sie auch aufdrehen auf 7200 Umdrehungen. So habe ich das jedenfalls verstanden. Auf jeden Fall läuft diese Platte (wd red 3TB) bei mir absolut zuverlässig, leise und völlig problemlos.
Und ja, auch mit richtig vielen Spuren.
lg

Hallo,

tja, sieht ja jetzt doch so aus als wenn für mich eine 5400er reichen würde, und wenn die WD red vielleicht sogar noch schneller ist (leider keine Angaben), um so besser. Allerdings muß ich auch bedenken dass ich nur 'ne i3 CPU und 8 Gb RAM habe. Aber Eure Beiträge waren sehr wichtig für mich denn vorher wuste ich überhaupt nicht ob ich mit der 5400er total auf die Nase falle. Also, vielen Dank nochmal. Ich hab natürlich auch viel im Netz gelesen (Kopfschmerzen), alles in Englisch und am Ende kein Ergebnis… Einige dafür und andere strikt dagegen, aber keiner hat denn mal geschrieben mit wieviel Spuren er probremlos gearbeitet hat, und Cubase kam auch so gut wie nicht vor, also recht zwecklos für mich. Na ja, noch ein paar Tage drüber schlafen und nächste Woche wird eine bestellt, denn meine Jetzige ist bald voll und doch schon ganz schön alt, ich glaub 8 - 10 Jahre oder so.

MfG,
Uli S

ja die wd red schneidet auch bei dem chip test in punkto lautheit sehr gut ab. und davon am besten die 1 tb variante. http://www.chip.de/bestenlisten/Bestenliste-SATA-Festplatten-3-5-Zoll--index/detail/id/262/
ich habe unter anderem auch noch eine seagate mit 3 tb. die schneidet in dem test doch um einiges schlechter ab als die wd red. mein rechner steht unter dem tisch, hat ein gedämmtes gehäuse und die festplatten sind entkoppelt montiert. hörbar ist da weder die 5400er noch die 7200er. von daher wärst du mit der wd red auf jeden fall gut beraten.

Also, ich hab keine Ahnung ob die WD red manchmal auf höhrere Drehzahlen aufdreht.
Man kriegt dann davon nichts mit.
Ich weiß nur dass sie es kann. Auf jeden Fall ist sie die leiseste Platte im Rechner.
Eine 5400er mit fester Drehzahl als Datenplatte wäre mir persönlich aber zu risikoreich.
Der würde ich das nicht dauerhaft zutrauen.
Von Seagate oder so würde ich dann auf jeden Fall lieber eine 7200er nehmen.
Die Lautstärke z.B. solcher Seagate Platten hat mich auch noch nie gestört, und auch sie laufen bei mir völlig problemlos.

Hier noch die Herstellerangaben zu meiner Datenplatte:

Western Digital WD Red 3TB, 3.5", SATA 6Gb/s (WD30EFRX)
Formfaktor: 3.5" • Drehzahl: IntelliPower • Cache: 64MB • Leistungsaufnahme: 4.4W (Betrieb), 4.1W (Leerlauf) • Lautstärke: 24dB(A) (Betrieb), 23dB(A) (Leerlauf) • Besonderheiten: Advanced Format (4KB Sektoren mit Emulation (512e)), geeignet für Dauerbetrieb…

Projekte haben bei mir meistens etwa die Größe von 40 bis 50 Spuren.

Bei der WD red ist die Größe eigentlich relativ egal.
Sie besteht aus einer oder mehreren identischen 1 TB Scheiben.
Es gibt sie mit ein bis 4 Scheiben. Meine hat eben drei davon.
LG