9.5 und DLL Limit unter Windows

So, Upgrade gemacht - insgesamt eine super Sache mit der (in meiner Welt) “richtigen” Wertlegung in Sachen Neuigkeiten.

Was noch da ist/nicht direkt an Cubase liegt ist das “dll-Limit”, was bewirkt, dass unter Windows nur eine bestimmte Anzahl verschiedener Plugins geladen werden kann. Ist das Limit mal erreicht, passiert nach Aufruf eines weiteren Plugins einfach nichts, es wird nicht geladen. Richtig unschön kommt’s, wenn man ein ‘Projekt-am-Limit’ wieder öffnet und dann einige Plugins, die bis zum Verlassen des Projekts noch luden, fehlen! Klingt dann mitunter komisch, man merkt’s einfach nicht immer gleich.

Liegt wie gesagt nicht an Cubase, betrifft auch andere DAWs in Verbindung mit Windows und hat was mit der Art zu tun, wie - ich habe keine Ahnung, was genau ich hier sage - “Plugins dynamisch oder statisch die Runtime-Librarys ansprechen” :nerd:

Kurzer Test auf meinem Rechner: wenn ich einfach ein Plugin nach dem anderen in meiner Liste lade, schaff ich 104. Wenn ich nur UAD Plugins nehme (die die ‘Laufzeitbibliotheken’ scheinbar bevorzugt statisch befruchten), dann is nach 31 Schluss. Mit Cubase 9 wurden das noch 42, was für mich IT-Unwissenden soviel heißt wie: Cubase belegt durch neue Funktionen mehr von diesen heißbegehrten, von allen Windowsens offenbar in nur unzureichend vorhandener Menge zur Verfügung gestellten dll-Plätze ergo passen nicht mehr so viele statisch ausgelegte Plugins dahin.

Is ja auch egal, wie genau das heißt und wirklich funktioniert. Vielleicht hilft diese Info dem einen oder anderen, die Verwunderung über möglicherweise verschwindende Plugins wenigstens abzukürzen :laughing:

Hi

Für welche Art von Musik, brauchts den so viele Plug-ins…? Oder wolltest du einfach mal wissen, was den theoretisch
so möglich wäre?

Grüsse

31 Plugs ist schon arg wenig!

Und 104, naja, klingt erstmal viel, aber wenn jeder kleine EQ dazuzählt, ist bei mittleren Score/Film (Nuendo) Projekten Schicht im Schacht :frowning:

Wenn ich überlege, dass ich für einen einfachen Metal Song mal 64 Spuren genutzt habe und auf jeder min. ein olles Plugin + Gruppen + Master, dann, naja, wäre wohl unter Windows 10 auch seltsames passiert.

Damals war es zum Glück noch Windows 7 :wink:

Ich wünschte mir, MS würde mal eine High Performance / NoEnterprise nor Home Edition bereitstellen.
Ohne Schnickschnack und Müll, performant und schlank…würde dann vielleicht MacOS heissen? :smiley:

Nein, ist keine bloße Theorie :wink:

Ich habe viele Projekte zwischen 60 und 250 Kanälen inkl. Gruppen und FX-Kanälen. Da ist nicht zwangsläufig alles voller Plugins, aber in etwas aufwendigeren Konstrukten kommt schon einiges zusammen.

Es geht auch nicht mal um die totale Anzahl aller Plugin-Instanzen, die ist nach wie vor nur durch CPU- bzw. DSP-Power begrenzt. Es geht darum, dass sich durch die beschriebene Limitation (die wiederum ein Kombiproblem von OS, Host und Plugins zu sein scheint) nur eine bestimmte Menge verschiedener Plugins zulässt.
D.h., wenn man knapp vor’m Ziel noch ein extravagantes Plugin-Gewürz in die Suppe streuen will, dann muss man quasi bei Salz und Pfeffer bleiben. Was wahrscheinlich zielführend ist und schmeckt, aber die beabsichtige Raffinesse missen lässt.

So weit, so gut - kein Beinbruch. Das ist ja mitunter nur eine Art Autostimulation meiner eigenen musikalischen erogenen Zonen und im Großen und Ganzen macht’s evtl. keinen Unterschied, den irgendjemand mehr als transsubtil wahrnehmen würde. Kann ich noch gut mit leben :mrgreen:

Erschreckend wird’s allerdings, wenn man so ein ‘Projekt am Limit’ erneut öffnet und ohne jegliche Warnung Plugins einfach nicht geladen werden. Da steht dann auch nicht “missing plugin” im Slot, sondern es ist einfach nicht da. Wenn z.B. ein Kunde eine Minimaländerung an einem Mix bestellt, ich öffne das Projekt und fiddel an ein, zwei Kleinigkeiten im vorderen Teil, dann krieg ich’s mitunter gar nicht mit, wenn weiter hinten im Song z.B. eine Automation auf einen FX-Channel läuft und statt einem dezenten Delay einfach nur ein arger Volumeboost passiert. Alles in Echtzeit durchhören ist nicht immer drin, manchmal muß man einfach zackiger reagieren. Zuverlässigkeit ist wichtig (nicht nur bei Software).

Oder: irgendwas klingt anders als zuvor und dann kannste ma guggen, wo jetzt was fehlt, was es wohl war und wie du’s wieder hinkriegst. Lässt sich meist durch aufrufen von Vor-Versionen recovern (ich speichere viele davon, bis der Mix mal steht), aber es hält auf und killt manchmal den Flow.

Oder auch: es liegen deaktivierte Spuren im Projekt, auf denen man mit allerhand Plugins Sounddesign gebaut und dann mal zwischengeparkt hat, um das vielleicht später nochmal anzupassen/verfeinern, wenn der restiliche Mix sich entwickelt hat - bummmmmm, da sind die Plugins nicht mehr.

Sorry für die Länge meiner Ausführungen, aber derlei Dinge können einen schon mal in den Wahnsinn treiben.

Die Mac-User hatten dafür bisher (weiß ich aus diesem Forum) wohl häufig mit unflüssiger Darstellung zu kämpfen. Kann das denn alles nicht einfach mal gehen :mrgreen:

Heute hab ich die Lage nochmal frisch getestet und kam auf 40 UAD-Plugins, hier der Video-Beweis:

Da weiß man also nie so richtig, wieviel man tatsächlich bekommt :laughing:

Hi marQs

Es gibt da einen, der schafft einiges mehr an Plugs…wenns denn stimmt?

“Wir haben ein Performance-Projekt mit 70 Audio-Spuren erzeugt und konnten mehr als 400 Plugins insertieren. ( Waves , Hofa , Softube).
Dabei diverse Test durchgeführt. ( Automationen, Loops, Markesprünge während der Song lief, Zoom Arrange usw. ) CPU Auslastung und Average load liegen beide so bei ca. 70-80%. Es gibt keine Peak oder Aussetzer mehr! Die Auslastung ist gleichbleibend. Das Arbeiten ist dabei in keiner Weise zäh oder ruckelig.”

Gelesen in diesem Fred, die Aussage kommt von Ruby
https://www.steinberg.net/forums/viewtopic.php?f=258&t=125455&start=50

Grüsse

400 Plugin-Instanzen sind nicht das Problem, es geht beim DLL-Limit um die Anzahl der unterschiedlichen Plugins. Da ist unter Windows wesentlich früher Schluß.

Hi

@H.L
Warum sollte denn meine Aussage nicht stimmen?!
Hierbei ging es um einen Performance-Test meines neuen Rechners. Aufgrund von “fehlerhaften Treibern” schaffte dieser zuvor keine 50 PlugIns ohne zu peaken und jetzt waren es mehr als 400 von den zuvor geladenen PlugIns. (68 Spuren * 6 PlugIns)




Wie marQs bereits schon schrieb geht es nicht darum. Es geht um > 40 unterschiedliche PlugIns. Das kann ich ja auch einmal versuchen. Aber vermutlich wird bei 40 ebenso Schluss sein, wenn das ein Win-OS System-Limit ist.

Gruß Ruby

Hi Ruby

Mein Satz war/ist etwas unglücklich formuliert. Zweifle deine Aussage auf keinen fall an. Wenn es so rübergekommen ist,
bitte ich um Entschuldigung. Es freut mich für dich, dass dein PC jetzt so gut läuft und deinem kreativen arbeiten nichts
mehr im Wege steht.

Wünsche dir frohe Festtage und erfolgreiches Musizieren.

Grüsse aus der Schweiz

Hi H.L,

Danke Dir und ebenfalls frohe Weihnachtstage und einen Guten Rutsch! :wink:

Gruß Ruby

Hi marQs,

ich habe jetzt 80 unterschiedliche Drittanbieter Plugins insertiert. (Waves, Hofa, Softube, Vallahala, Tonebooster, Melda, iZotope)
UAD-Plugins habe ich keine. Vom Gefühl her könnte ich noch weitere Plugins laden.

Gruß Ruby

Zu dem Thema gab es schon mal nen Fred (Suchfunktion)!
Bitte nicht wieder alles von vorne durch deklinieren…
Waves z.b „zählt“ nicht, genauso wie mit jBridge gebridgte Plugs…
https://www.steinberg.net/forums/viewtopic.php?t=98861

Könnte man das Problem denn nicht auch lösen, indem man jeden Kanal der mit PlugIn-Slots bestückt ist, in einem separaten Prozess laufen lässt?