Audio-Mixdown von MIDI zu WAV übernimmt die Lautstärken nicht korrekt

  • Cubase AI 10.5 –

Hallo,

ich habe das folgende Problem:

Ich habe mit einem Roland-MIDI-E-Piano über Steinbergs Audio-Schnittstelle „UR22C“ und dem VST-Klavier „Pianissimo“ Klaviersolos in Cubase AI 10.5 eingespielt, d.h. die Aufnahmen liegen als MIDI-Dateien in meinem Windows-10-Rechner vor. Zwei Musikstücke haben in sich sehr leise und sehr laute Teile und ein drittes Musikstück ist an und für sich insgesamt leise. Das soll alles ganz genau so sein. Beim Audio-Mixdown zu 32 bit float 96 khz WAV (Projekt-Einstellungen ebenso) werden diese leisen und lauten Bereiche aber nicht übernommen. Vielmehr sind die leisen Teile in der WAV-Datei viel zu laut und die lauten Teile scheinen immer weiter in den Hintergrund zu treten und werden leiser, je lauter sie eigentlich sind. Es wirkt so, als sei beim Mixdown ein Lautstärkennormalisierer am Werk gewesen, der die Laut-Leise-Dynamik der Klavierstücke einfach plattmacht. Dieses Phänomen tritt auch bei jedem Audio-Mixdown mit anderen Abtastraten und Bit-Tiefen auf (z.B. 16 bit 44,1 khz). Ich habe keinerlei Effekte aktiviert die Klaviersound von „Pianissimo“ reicht mir zumindest für die Klaviersolos völlig.

Das Ärgerliche daran ist, dass dieses Phänomen erst hörbar wird, wenn man die WAV-Dateien nicht über das Audiointerface abhört, sondern über den PC-Audioausgang. Auch in Cubase selbst bei ausgeschaltetem Audiointerface hört man dieses Phänomen über den PC-Audioausgang nicht, vielmehr schienen die Lautstärken hier korrekt (Cubase ohne Audiointerface mit dem ASIO4ALL-Treiber). Cubase und/oder das Audiointerface geben mit jedem ASIO-Treiber, d.h. mit Yamaha Steinberg USB Asio, ASIO4ALL v2 und auch mit Generic Low Latency ASIO Driver – die korrekte Laut-Leise-Verhältnisse wieder. Sind Cubase und das Audiointerface aber ausgeschaltet, erkenne ich hinsichtlich laut/leise meine Klavierstücke kaum wieder. Ich habe die WAV-Dateien mit Winamp, Audacity, Groove und Windows Media Player sowie über meine konventionellen Stereoanlage als gebrannte CD abgehört. Überall sind die Laut-Leise-Verhältnisse identisch nicht korrekt.

Unterm Strich gaukeln mir alle ASIO-Treiber also ein Laut-Leise-Verhältnis vor, das ich genau so auch eingespielt habe und will, das auf der WAV-Datei dann allerdings nicht mehr vorhanden ist. Wiederholend scheint beim Audio-Mixdown irgend etwas am Werk zu sein, das die Lautstärken „normalisiert“, d.h. auf eine Einheitslautstärke innerhalb des Musikstück selbst pegelt. Alle Klavierstücke und hier insbesondere die drei genannten, sind damit als Audio-Mixdown-WAV-Datei nicht das, was ich eingespielt habe! Wiederholend ist bei dein WAV-Dateien auffällig, dass je weniger Töne pro Zeiteinheit gespielt werden, diese umso lauter sind und in den Vordergrund treten und je mehr Töne pro Zeiteinheit gespielt werden, diese umso leiser sind und in den Hintergrund treten.

So kann das natürlich keinesfalls bleiben. Meine Fragestellung ist nach meinen Internetrecherchen genau ein einziges Mal gestellt, hinsichtlich der Laut-Leise-Angleichungen in diesem Fall in MP3-Dateien aber nicht beantwortet bzw. gelöst worden ("Downmix im wav-Format hört sich anders an“ von 2015, https://www.steinberg.net/forums/viewtopic.php?t=89180).

Kann mir jemand helfen?

Wieder mal keine Angaben zum verwendeten OS und System…
Ich tippe mal auf die sogenannten “Soundverbesserungen” in Windows / im Realtek Treiber.

ich verstehs nicht… dem professionellen Audio I/O Treiber wird unterstellt das er was falsch macht aber im system will man den Fehler natürlich nicht suchen

Wenn Du die aus Cubase exportierte, unbrauchbare Wave-Datei wieder in ein leeres Cubase-Projekt (d.h. ohne jeden Insert- oder Sendeffekt, neutrale EQ-Einstellungen usw.) zurück lädst, dann ist alles wieder ok :unamused:
Da das UR22 als linearer DA-Wandler ohne eigene Klangformung fungiert, kann es eigentlich nicht an diesem Teil liegen.
Es sei denn, es ist defekt… Aber dann würdest Du höchstwahrscheinlich überhaupt nix hören.
Der Steinberg-Treiber ist 1000-fach erprobt, den würde ich definitiv als Ursache ausschließen.

Die exportierte ominöse Wave-Datei liegt im 32bit float Format mit 96 kHz Abtastrate vor?
Eine solche Datei kannst Du gar nicht auf eine CD brennen, zumindest nicht als Audio-CD, dort sind 44,1 kHz 16bit Standard.

Exportiere doch mal versuchsweise die Datei im CD-Standardformat.
Was passiert dann?