Audio-Parts automatisch ersetzen lassen

Hallo,

folgende Situation: Ich habe eine Audio-Spur mit einem Audio-Sample (Loop). Dieser ist im Track an mehreren Stellen eingesetzt und unter Umständen auch an einigen Stellen Taktgenau gecuttet. Jetzt gefällt mir aber dieser Loop nicht mehr und ich würde lieber einen anderen haben. Ist es möglich den Loop überall in der Spur automatisch durch einen anderen aus der MediaBay zu ersetzen?

Wenn nicht, dann wäre dies vielleicht für eine zukünftige Version ein neues Feature :slight_smile:

Grüße,
Mike

Meine Idee wäre, bei nicht gestartetem Projekt einfach eine andere Datei mit demselben Namen und exakt der selben Länge in den Pool zu legen. Kann man ja im Vorfeld im Projekt auf einer anderen Spur aussuchen und passend schneiden. Wäre einen Versuch wert.

Hallo,
das was Zap-L da schreibt, das klappt auf jeden Fall.

Der Pool ist hier wichtig, da dieser diese Verknüpfungen zum Arrange und der dort befindlichen Files herstellt.
Es geht aber auch über die MediaBay.

Und so funktioniert Austauschen von Events (wav´s) an bestehender Arrange-Position:

Aus dem Pool (oder der MediaBay) ein frisches .wav-File per drag ins Arrange ziehen, dabei SHIFT gedrückt (!) halten, und dann
auf das Event, welches du durch das neue austauschen möchtest, _drop_pen/fallenlassen.

Es folgt hiernach automatisch eine Abfrage, ob du nur dieses eine Event ausgetauscht haben möchtest oder alle im Projekt zur wav zugehörigen.

:slight_smile:

Gruss,
Central

Sauber danke. Genau was ich brauche :slight_smile:

danke Cent: super Tip!

alter seit wann geht das denn? check ich gleich malö in c7.5
coole nummer
danke für das verspätete weihnachtsgeschenk :wink:

Also bei mir funzt das nur teilweise: er ersetzt den Event, auf den gezogen wurde. Das ist ja schon mal was. Aber diese Abfrage, von der Cent spricht, kommt bei mir nicht. Wenn eine Datei mehrmals verwendet wurde, bleiben die Kopien also unangetastet. Kann man da was in den Programmeinstellungen drehen? Ich finde jedenfalls nix passendes.

Dies ist jedenfalls mal wieder so eine Workflow-Sache, die schlecht umgesetzt ist. Ich brauchte so eine Replace-Methode schon desöfteren und ich frage mich schon lange, warum es im Pool nicht einfach einen Befehl “Replace Sample” gibt - umso mehr, als es doch die notwendige Funktionalität dafür offensichtlich “im Untergrund” schon gibt.

Warum immer schwer machen, was doch so einfach sein könnte und sicher vielen nützen würde?

Also, hier geht´s genau so, wie ich es oben beschrieben habe. Sonst hätt ich das ja nicht geschrieben. :wink:
Und auch in Nuendo 6irgendwas geht das so.

Aber ich wüsste jetzt nicht, was ein separater “Replace-Befehl” mit Klick und Eingabe besser wär, als ein simples drag/drop, wie wir es in Cubase haben…?
Zumal ich ja selber direkt im Arrange bestimmen möchte, an welcher x-beliebiger Stelle (zwischen all den abertausenden Events!) mal was ausgetauscht werden soll (!) Da ist das mit dem Pool/MediaBay und Drag/drop IMHO doch sehr gut gelöst.
Auch bleiben die alten Samples so bestehen, und werden nicht komplett gelöscht. Kann man nur gut heissen, auch wegen Undo usw.

Da schreien seit Jahren viele User nach mehr drag/drop, und nun isses wieder nich richtig. Hm. :unamused:

Weiterhin glaube ich, wer andauernd eine .wav austauschen muss/will, sollte sich doch mal eher um seine “Kernproblematiken” kümmern, denn dort sollte man vielleicht eher mal ansetzen…




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War aber - jedenfalls für mich :wink: trotzdem gut, dass du nochmal geantwortet hast. Ich hab´s gerade zum zweiten Mal probiert und jetzt ging es. Keine Ahnung, warum es vorhin nicht funktioniert hat (ich hatte es in 7.5 und in 8 probiert).

Ich hab ja nix gegen Drag & Drop, dennoch wäre ein zusätzlicher Befehl im Pool sinnvoll. Es ist einfach nicht intuitiv bedienbar wie es jetzt ist, denn sonst wäre dein Tipp ja auch gar nicht nötig gewesen. Auch dass sich der Cursor beim Drüberhalten über den Zielevent nicht ändert, find ich nicht so gut. Naja, is eben Ansichtssache.

Papperlapapp.

Uni, es ist alles gut. :slight_smile: Wir brauchen uns nicht darüber zu streiten, und weitere Menüpunkte und doppelt anwählbare Funktionen sind immer gut innerhalb einer DAW. Rechtsklick, Button, Menü, Shortcut - sollte alles für einen Befehl mehrfach möglich sein - klares JA.
Frage: was genau tauschst du denn in deiner täglichen Arbeit mit Cubase an Audio-Events immer wieder aus? Und warum ist das so? Hast du ein paar Beispiele?

Ich hab doch gar nicht “täglich” gesagt, sondern “desöfteren”. Beispiel: Ich mache bei einem speziellen Projekt viel mit Atmos/Geräuschen und ich find´s sinniger, die per Audio einzufliegen als mit nem Sampler. Die Atmo (immer dieselbe) kommt dann an diversen Stellen vor (wird immer mal ein-/ausgeblendet) … und desöfteren dachte ich halt “nee, klingt irgendwie nicht soo gut, da will ich mal nen anderen Sound probieren.” Und mit “Replace Sample” ist das einfach, deshalb bin ich ja auch dankbar für deinen Tipp. Ich hab vorher immer den Song geschlossen, den betreffenden Sound umbenannt und dann beim Öffnen einen neuen zugewiesen - was ziemlich nervtötend ist, wenn man 30 VSTi´s am Laufen hat, so dass er sich immer den Wolf lädt.

ok, das sehe ich ein, passendes Beispiel. Aber für solche Atmo/Geräusche-Samples, bei der Filmvertonung, verwende ich bevorzugt Nuendo mit seinen Clip-Packages. Wär sicher auch mal was für Cubase. Ansonsten geb ich dir Recht.

hey, gibt es diese funktion auch für midi parts?

ich meine nicht ghost copy, sondern drag and replace, weil mit shift klappt dies leider nicht

Hallo,

das gibt es für Midi nicht, weil das auch keinen Sinn macht.

Bei den MIDI-Daten handelt es sich ausschließlich um Steuerungsinformationen! (Notenwert/Anfang/Ende/Velocity/Kanal usw.), welche direkt im Midi-Event enthalten sind (!)

Für den Inhalt eines Audio-Events wiederum muss aber ein “Verweiss” auf das zugehörige .WAV hergestellt werden: dies ist eine zusätzliche Verknüpfung, damit Cubase erkennt, wo sich das betreffende Audiofile in welchem Ordner (primär meist im Pool oder aus der MediaBay, auch externe HDs, Samplelibraries o.ä.) befindet, damit es korrekt innerhalb des Events - an gesetzter Position - abgespielt wird.
Und eben diese Verknüpfung kann man durch obige Handhabung mit einem neuen Sample (.wav) bequem und einfach austauschen.

Nimmt du hingegen ein neues Midi-Event und ziehst es über ein bestehendes, wird das untere (im Bereich der vorliegenden Länge) gelöscht.
Beide (oder mehrere) Midi-Events können auch zusammengemischt werden. Dies kann - wenn gewünscht - bei adäquater Einstellung auch während der Aufnahme erfolgen. (mehr Infos: Handbuch)

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Hallo, erst einmal danke für die Antwort.

Naja, es macht schon Sinn, sonst würde es auch keinen Sinn machen, Ghost-Copies von Midi Dateien erstellen zu können, wobei Midi-Dateien/Loops genau so im Media Bay vorhanden sein können. Es geht, genau wie bei vorgerendertem Audiomaterial, um einen schnellen Austausch von z. B. (Midi-)Loops an diversen Stellen im Projekt - es ist sehr inkonsequent, dass dies halt nur bei Wave-Dateien geht, und der schnellste Weg für Midi, ein Macro (Copy, Delete, Paste) innerhalb einer Ghost-Copy im Midi-Editor ist, denn damit ist nur abgedeckt, dass sich ein kleiner Teil der Midi-Sequenz (manuell) abändern lassen soll und kein kompletter Austausch. Andere Sequencer, wie Pro Tools, Ableton Live, Garage Band (!) und selbst Audio Evolution auf Android-Basis, haben diese Funktion auch für Midi Parts.

Nimmt du hingegen ein neues Midi-Event und ziehst es über ein bestehendes, wird das untere (im Bereich der vorliegenden Länge) gelöscht.

Zum Thema Inkonsequenz: Das funktioniert NICHT bei Midi Dateien aus dem Media Bay (diese werden auch trotz Shift-Taste und eingestellter Funktion in den Einstellungen) überlagert, nur bei bestehenden Midi-Events, innerhalb des Projektes - es funktioniert auch nicht, dass sich Ghost-Copies an den geänderten Inhalt anpassen.

Das hat mit Inkosequenz überhaupt nichts zu tun, es ist ein anderes Konzept.
Die Midi Loops in Cubase funktionieren zudem auch anders als in Abelton.
Bitte Cubase-Handbuch zur Hilfe nehmen, was Midi Loops eigentlich so beinhalten.

Eigene Midis kann man übrigens per drag/drop vom Arrange in die MB transferieren und dort speichern.
Vorausgesetzt, man nimmt eine Instrumentenspur.

Dass die MB gern bzgl. einiger Dinge ausgebaut werden sollte, versteht sich ja wohl von selbst, das hat noch viel Potential, da werden wir uns einig sein.

Zum letzten Punkt: ich schrieb NICHT davon, dass es hier in meinem vorherigen Beispiel um Files aus der MB ging, damit war einzig die Midi-Arbeit im Arrange gemeint (!) Es ist also auch nicht anders wie die Arbeit mit Audiofiles, sprich Events, im Arrange.

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