Aussteuerrung interface

Hallo zusammen,

will demnächst mit meiner Band im Ü-Raum aufnahmen machen und würde gerne wissen ob es auswirkungen hat wenn man den aussteuerrungspegel beim interface niedrig hält um Übersteuerungen zu vermeiden oder ob man dann dynamikverluste oder ähnliches hat. wäre super wenn jemand etwas darüber wüßte.

Pegelspitzen zwischen -18/-12 db halten, 24 bit aufnehmen, fertig!

Ist wie bei einem normalen Mischpult. Übersteuerung ist nix und zu niedrige Pegel sorgen halt für rauschen.
In der Mitte irgendwo wie schon empfohlen, dann passt es. Die “wildeste” Nummer zum Einpegeln spielen.

https://www.steinberg.net/forums/viewtopic.php?f=217&t=97660&p=540165&sid=1f15300be4f7240f6028a36f31e40193&sid=1f15300be4f7240f6028a36f31e40193#p540165

Immer schön “fett” aussteuern. :slight_smile: In der digitalen Domäne entspricht eine Reduzierung von 6dB auch einer Bitreduzierung von einem Bit. Nimmst Du also bspw. mit 16 Bit und -18dB am Master auf, dann hast Du dadurch eine Reduzierung von 3 Bit, also effektiv nur noch 13 Bit Auflösung…

Im Zeitalter von 24 Bit sollten max peaks beim recorden bei ~ -6dbFS liegen und der durchschnitt so bei -12 oder -18 dbFS… völlig ausreichend

edit
So stimmt auch schon direkt dein Gainstaging für weitere Schritte wie z.b. Mixing.
zb-reflevel-analogdigital.png

Warum -6dB und nicht max 0dB?

Addiere mal 2 Signale oder mehr mit 0dBFS Vollaussteuerung auf eine Gruppe. Dein Bus wird übersteuern, ja ich weiß bei Cubase clippt jetzt erstmal nix, aaaaaaaber fange ich jetzt an zu mischen und lade mir Plugins in die Insert Slots werden diese mit hoher Wahrscheinlichkeit clippen.

Ich arbeite fast ausschließlich mit UAD Plugins, dort weiß ich dass sie für einen Pegel von -18dBFS “ausgelegt” sind. Außer die Ampex (-12dBFS bin mir da aber nicht 100% sicher) und ein paar wenige andere Plugins.
Ich denke mal bei Waves und CO sieht die Sache ähnlich aus.

Also warum sich die doppelte Arbeit machen ? Laut aufnehmen und das Material dann wieder leiser machen ?
Solange ich nicht Analog oder mit 16 Bit aufnehmen muss wird bei mir nicht voll ausgesteuert.

Es gibt noch einen kleinen Test den man machen kann.
Hatte erst einen Text geschrieben dann aber gesehen das Paul selber ein Video dazu gemacht hat

https://www.youtube.com/watch?v=73PbD6omOGQ

Hi Namensvetter Stefan… Ich werde mit PH geschrieben… :stuck_out_tongue:

Naja, es hält sich hartnäckig das Gerücht, das ältere CD-Player Probleme mit “0dB”-Peaks haben… Deshalb sollte man (Frau) seinen Ausgangspegel bei -0,1dB (oder weniger) halten… Aber wie getippt, ist vielleicht nur ein Gerücht… :stuck_out_tongue:

@dBeLazy
Ah ja - ich stell beim Eingang des Interfaces den Regler schon so ein, dass das Signal gerade nicht bei clipt. Sieht man im Mixer von Cubase ja schön. So bin ich im bestmöglichen Arbeitsbereich der AD-Wandler mit wenig rauschen.

Dann läuft das Signal meist eh über den Compressor und in der Regel ist das Signal ja eh weit unterm Peak. Und notfalls könnte man ja beim Compressor den Level zurück drehen oder wenn es auf Gruppen zusammen läuft, an der Eingangsverstärkung und/oder Levels der Kanäle/Gruppe reduzieren.

Aber ich kenne Deine Plugins nicht und somit hast Du sicher für Dich den optimalen Workflow im Einsatz.


Ich kenn in diesem Zusammenhang die Intersample Peaks Thematik die bei Ausgabe als mp3 einen maximalen Pegel von -0,3dB empfiehlt. Und bei einer Wav sind es die 0.1dB wie Du schreibst.

Das reicht für Intersample Peals aber meist bei Weitem nicht aus.

Der Steinberg’sche Cubase-onboard Brickwall Limiter ernährt sich von ISPs, nur mal so als Tip…

Da widerspreche ich. Es gibt heute praktisch keine 16-Bit Interfaces mehr. Bei der Standardauflösung von 24 Bit ist das Signal-Noise-Verhältnis so groß, dass es selbst bei einem Headroom von12 bis 18 dB weit über der tatsächlich aufgenommenen Dynamik liegt. Selbst in einer stillen Umgebung gibt es einen natürlichen Noisefloor, der viel lauter ist das das digitale Grundrauschen: Hintergrundgeräusche wie der Lüfter vom PC, Außengeräusche, das Grundrauschen des Mikros und Vorverstäkers usw.

Viel schlimmer als Rauschen sind digitale Übersteuerungen. Selbst wenn während der Aussteuerungsprobe der Spitzenpegel knapp unter 0 dBFS liegt, kann es bei der eigentlichen Aufnahme zu Clipping kommen. Deshalb ist Headroom so wichtig. Die Regel, den Durchschnittspegel bei -12 bis -18 dB zu halten, ist daher völlig richtig. Die dann auftretenden Pegelspitzen liegen so im sicheren Bereich.

Jo, so sehe ich das auch. Die 144 db Dynamik, die mit 24 bit möglich sind, sind bereits wesentlich mehr, als der beste Wandler hergibt. Bei meinem Fireface UFX sind’s glaub ich 112 db tatsächlich darstellbare Information, eh’s sozusagen im System- und Bauteilrauschen versinkt (grob und unwissenschaftlich ausgedrückt). Ein sehr guter Wert, manche Interfaces/Wandler haben sogar noch bessere Werte, aber mit Musik hat das alles schon lang nix mehr zu tun. Wer laborantische Messungen vornehmen will, braucht vielleicht wirklich was besseres - wer ‘nur’ Musik machen will, braucht sich heutzutage selbst mit einem halbwegs modernen (unter 5 Jahre alt, sag ich mal) Interface um die Technik weniger Köpfe machen, weil die echt schon ganz schön gut is :wink: Für 150 Euronen kann man heute schon Sachen kaufen, die potenziert ‘besser’ sind als die technischen Meisterleistungen für die die ultrafidelen Hi-End-Freaks in den 90er Jahren echte Vermögen ausgegeben haben. Echt jetz…