Bedenkliche Hörschäden bei Jugendlichen

Präventationsmassnahmen sind geboten
http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/11917801/Alarmierende-Hörschäden-bei-Jugendlichen/

Produzenten von Musik setzen oftmals die neusten und somit effektivsten Plugin ein um den gefragten “FETTEN” Sound zu erreichen. Der Einsatz eines Kompressors oder der neuste fette Synth kann aber auch nicht geplante Wirkungen auf die Ohren von Menschen ausüben, insbesonders Jugendliche sind betroffen. Sie setzen sich freiwillig grossen Lautstärken aus. Lärm kann das Gehör aber auch schädigen wenn man den Lärm sehr gerne konsumiert, etwa so wie in der Disco.

Ich gebe daher zu bedenken das Musik auch im Hinblick auf die Gesundheit produziert werden sollte. Dabei ist es besonders wichtig die Lautstärke nicht zu lange konstant auf sehr hohem Pegel zu belassen, vielmehr auch Ruhephasen in die Musik hinein zu komponieren.

Es nutzt nichts den Gesamtpegel niedriger zu halten, denn der Jugendliche kann dann einfach lauter drehen. Aber wird die Komposition dynamischer gehalten, dann kann das Gehör zwischendurch entlastet werden.

Es tut mir leid es sagen zu müssen, aber die beliebten Kompressoren können Gift für die Gesundheit sein :open_mouth: - und dessen üppiger Einsatz bringt aus meiner Sicht auch nicht unbedingt immer ein künstlerisch wertvolles Ergebnis :smiling_imp: hervor. Damit meine ich nicht den Kompressoreinsatz um etwa gezielt den Vocal- dem Instrumentalpart anzupassen, sondern vor allem den Einsatz über den gesamten Output.

In der Natur kommt sowas wie der Kompressor nicht vor, unsere Ohren sind nicht für gleichbleibend hohe Schallpegel konstruiert, auch wenn Dynamik manchmal schwerer verständlich erscheint. Entgegen der Lehrmeinung vieler so genannter Mastering Experten (wie etwa hier dargeboten ( https://mixingundmastering.de/effekte/kompressor/ ) bin ich gegen den Einsatz von Kompressoren um die Dynamik der Musik zu begrenzen.Das Ergebnis der jüngsten Lärmstudie bei Jugendlichen sollte ein Umdenken auslösen und den Einsatz solcher Mittel überdenken lassen. Ebenso natürlich den Komponisten eines Musikstückes, der es ja in der Hand hat zwischendurch für Entspannung zu sorgen.

Sommerloch?

Nun, wer einfach zu blöd ist, zu erkennen, dass hohe Lautstärke die Ohren dauerhaft kaputt macht, ist selbst schuld.
Jeder trägt für sich selbst die Verantwortung. Keiner muss in einen Club gehen, der auf der Tanzfläche mit 105 permanent durchscheppert.

Ich habe da mal was gehört über eine Lautstärke begrenzung. Nur eine Richtlinie, kein Gesetz.
http://www.sueddeutsche.de/digital/eu-plan-mp-player-kuenftig-mit-lautstaerken-limit-1.125628
Eine Meinung dazu
http://www.connect.de/ratgeber/report-die-100-db-luege-372509.html


Was aktuelleres habe ich nicht gefunden.

In Clubs hauptsächlich im süddeutschen Raum sind oft verplombte Limiter nach DIN-Norm 15905-5 verbaut. Da wird über einen gewissen Zeitraum der Schalldruck gemessen. Überschreitet dieser eine gewisse Höhe muss der Club strafe zahlen.
Soweit mir bekannt war es da von der Stadt so angeordnet. Hier im Norden hab ich noch kein verplombtes System gesehen.

Für die es interessiert hier die Info von der Dehoga über die DIN Norm mit genauen Informationen zur zeitlichen Messung und Höhe der db Grenzen.

http://www.dehoga-bundesverband.de/branchenthemen/recht-aktuell/detail/news/99-dezibel-ist-das-limit/?tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail&cHash=e48fa4c7c4e1b7c004b1dbe972c2cbc1

Das ist ein interessanter Ansatz. Das wäre, wie wenn Straßenplanern dazu geraten werden würde, Straßen nur noch kerzengerade bauen zu lassen, da Autofahrer Geschwindigkeitswarnungen leicht ignorieren und aus der Kurve geschleudert werden könnten. :slight_smile: