Cubase Pro 9.5.055 oder wie breche ich eine Lanze dafür

Hallo Cubase User …

mein erster Eindruck muss dem zweiten weichen!
Als ich das Update für die 9.5 er Version (übrigens vollkommen problemlos) installiert hatte, fielen
mir zunächst die Veränderungen der Schriftbilddarstellung
z.B. im Instrumentenrack bzw. bei der Anzeige meiner VSTi auf. Dann bemerkte ich, dass nach wie vor einige
Features im Arrangerfenster NACH wie vor nicht mit
abgespeichert werden und beim erneuten Öffnen des
entsprechenden Templates immer wieder neu eingestellt
werden müssen. So z.B. wenn ich festgelegt hatte, dass ich ALLE Spuren meines Projekts angezeigt bekommen möchte oder aber ich möchte keinen Status oder Infozeile
oben eingeblendet bekommen, um die für mich prägnandesten Dinge zu nennen. Kleinigkeiten zwar, aber ärgerlich, weil ich immer erst neu einstellen muss, bevor das eigentliche, nämlich das Musikmachen, beginnen kann.

Was jedoch bei mir zurn maximalen Begeisterungssturm
ausuferte, war die neue 64 Bit Soundnutzung.
Hierzu öffnete ich ein mir soundseitig sehr geläufiges Projekt und war wirklich begeistert von dem neuen, runden und wesentlich seidigerem, dezent druckvollem Sound. 1a mit Sternchen hierfür!!!
Ebenso gelungen ist die Funktion, beispielsweise ein kurzes Midiriff einfach per Drag & Drop in den Sample Editor zu ziehen, um sich daraus ein Wav File generieren
zu lassen. Auch hierfür 100 Punkte!
Genauso gelungen finde ich die neuen Automationsmögmichkeiten, bzw. das Einzeichnen der Kurven und das damit verbundene neue „zupfen und ziehen“ an den selbigen! Sternchen über Sternchen …

Glücklicherweise treten alle von Anderen Cubase Usern genannte Mankos bei mir nicht auf. Weder ist Flux innerhalb des Halion Sonic SE verschwunden, noch verweigert Cubase mir die Audioaufnahme und das Ausklingverhalten im offline Renderbetrieb wird ebenfalls korrekt ausgeführt.

Alles in allem hat Steinberg ein in der Tat ein sehr geschmeidiges Update (was den Workflow angeht)
und eine ebenso top klingende Soundengine auf den
Markt gebracht. Für mich, dass bisher beste Cubase
aller Zeiten … Und das nicht nur in Punkto Sound & Co.

Ich freue mich seit dem Update noch mehr auf jede neue Produktion und wünsche mir weiterhin Updates wie dieses.

Beste Grüße aus München

Das mit der Infozeile/ Statuszeile haste beim Update Cubase die alten einstellungen übernehmen lassen von der 9.0.3 ??

Gegebenfals mal den Preset Ordner / verschieben von beiden und Cubase 9.5 neu starten und einstellen.

Wo gibt es das Update zum 9.5? :astonished:

Bei OBI.

FALSCH!!!

Bei Obi gab es das Studio One Update

ja, gleich neben dem Hundefutter.

genau, ein druckvollerer Sound…meine Güte

nunja 64Bit …gab es bereits mal unter Cubase 4. Im deutschen Handbuch auf Seite 46 (Kapitel Arbeiten mit Spuren) ist dort zu lesen dass musikalische (tempobezogene Spuren) bei Cubase 4 Intern mit 64Bit Fliesskomma arbeiten.

schätze eher, dass es sich da eher um die Bit-Architektur des Programmes ansich gehandelt hat, und nicht um die Audioengine Cubase´, oder? der Begriff Fliesskomma wäre aber in der Tat ein Hinweis darauf gewesen, stimmt.
Cubase 4 gab´s in der Tat als 64 Bit Installation. (musste eben selber mal nachschauen)

Ich schließe mich der Meinung v.GRANDEUR vollends an.Alles sehr geschmeidig und sehr easy. Ausserdem ist TSCHING´s Tutorial (wie immer) sehr empfehlenswert.Ich wünsche einen schönen Sonntag.

Ich dachte auch zuerst: Alles etwas etwas dünn … Aber heute Morgen habe ich mal die Direkte Offline-Bearbeitung ausprobiert.
Damit kann man sich z.B. bei Strophen und Refrain’s zusätzliche Spuren oder einen Menge unübersichtliche Automation und Rechenleistung sparen.
Ich werde das noch häufig einsetzen

Meine Lanze zu 9.5: Warum , liebe Steinberger, ging das alles nicht schon mit Version 7? :slight_smile: Alles flutscht, reagiert sofort, in einem demovideo auf Youtube schön beschrieben mit “everything is so much snappier!” :slight_smile: Ist mir sofort aufgefallen. Alles schnell und genau, ohne ruckeln und nicht mal beim Beenden abgestürzt (wie meine (!) letzten 3 Versionen) sondern einfach, nach ausreichend kurzer Zeit…beendet! Sogar alle Meine Einstellungen wurden ohne Nachfrage übernommen, Tastaturbefehle, Farben… Geil So hab ich mir das seit langem mal wieder gewünscht (war mit 6.5 oder so auch schon so, wurde dann immer schlimmer, zumindest auf meinem Rechner. Wenn das so bleibt komm ich sogar mal wieder zum Arbeiten… :sunglasses:

Alles flutscht, reagiert sofort, in einem demovideo auf Youtube schön beschrieben mit “everything is so much snappier!”

Die Rückkehr der Schwuppdizität würde man dieses Verhalten im Computermagazin Heise bezeichnen. :laughing:

Nochmals zu den 64Bit Fliesskommaberechnungen. Ein Beispiel wie stark sich die berechneten Werte unterscheiden:

Misst das Mikrofon eine Frequenz von genau 440.50 Hertz, so wird dieser Wert wie folgt in das Fliesskomma-Register eingetragen:

4.405E2 (32Bit)

4.405E2 (64Bit)

Wenn nun das Mikrofon aber 440.10 Hertz misst, so legt der Computer diese Zahl wie folgt (Dezimal zurückgerechnet) ab:

4.40100006103515625E2 (32Bit)

4.40100000000000022737367544323E2 (64Bit)

Das kann man hier Online einsehen: http://www.binaryconvert.com/convert_float.html

Wie man sieht, nicht jede Dezimalzahl kann genau als Fliesskommazahl ausgedrückt werden. Die Ungenauigkeiten sind bei bestimmten Werten wie 0,1 am höchsten, bei 0,5 gibt es aber keinen Unterschied zwischen 32 und 64Bit Genauigkeit.
Werden diese Zahlen dezimal zurückgerechnet häufig addiert subtrahiert oder multipliziert, so spielen diese Abweichungen natürlich eine grössere Rolle, umso mehr also wenn ein Programm die Binärwerte ständig in Dezimalwerte umwandelt und wieder zu Binär.

Inwieweit man diesen Unterschied im Schlussresultat aber hören kann ist jedem selbst überlassen zu beurteilen. Es kommt dann auch noch drauf an wie Cubase intern arbeitet, wenn man zum Beispiel in eine Maske eine Frequenz als dezimalen Wert eingibt, was macht Cubase 9.5 mit dieser Zahl -wie oft wird in einer Programmschlaufe (zum Beispiel im Mixer) von Binär zu Dezimal umgerechnet -hängt vom Programmcode ab und der Art der Entgegennahme von Werten über Benutzereingaben. Ferner ob Cubase zum Beispiel von einem Mikrofon empfangene Frequenzen in Dezimalwerten umgerechnet speichert oder bis zum Schluss nur Digital mit Binärzahlen arbeitet.

Meine Vermutung ist nun, bei wenigen Plugin im Mixer spielt das Endresultat ob 32Bit oder 64Bit kaum eine Rolle, es ist kein Unterschied zu hören. Wenn man allerdings alle die neuen 16 Insert Slot mit Plugin belegt, dann finden sehr viele Kalkulationen statt welche vielleicht im Resultat als Verzerrungen wahrgenommen werden kann -und zwar je nach Art des Quellsignals. ( Z.B. ein reiner Sinuston von 440 Hz wird auch über 16 Plugin ohne Verzerrungen im resultierenden Signal wiedergegeben, aber wenn dieser Klang in der Pluginkette stark in der Frequenz bzw. Tonhöhe mutiert wird, dann könnte es möglich sein den Unterschied zwischen 32Bit und 64Bit - Float zu hören. 64Bit könnte am Schluss angenehmer und reiner klingen, während 32Bit etwas Farbig bis verzerrt klingen könnte.

Ob nun 32 oder 64 Bit … Einzig und allein
unser Ohr entscheidet was ihm bessser gefällt,
bzw. was sich (subjektiv oder wie auch immer)
für uns gefühlt angenehmer anhört.

Letztendlich spielen ohnehin die DA Wandler
dabei die letzte entscheidende Geige, egal ob
32 oder 64 Bit. Nach über 32 Jahren des produzierens
mischens und hörens (auch auf anderen bekannten
Systemen) komme ich heute (für mich jedenfalls) zu
dem Ergebnis dass, das mir vorliegende Cubase Pro 9.5
das bisher Beste seiner Art darstellt.
Das letzte gut klingende Cubase war für mich die 5.11
Version - Gott hab‘ sie selig! Die Soundengine der 6er und 7er Versionen waren für mich die grausigsten ihrer Art.
Auch hier kann ich nur für mich sprechen und erhebe keine Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Die 8er Fassungen waren für meine Begriffe der langsame Weg in die jetzige und für mich gute Richtung. Warum und weshalb man bei Steinberg/Yamaha so lange auf den richtigen Kick warten musste erschliesst sich mir rein musikalisch/technisch gesehen nicht.
Wirtschaftlich gesehen schon! Aber das ist ein anderes Thema.

In diesem Sinne …

Grandeur / München