Drum Part auflösen - ein paar Fragen dazu

Hallo allerseits,

für den nächsten Titel meiner Show hab ich auf ein Std. Midi File zurück gegriffen und diesmal so importiert, dass 12 einzelne Instrumentenspuren entstanden sind.

Die Drumspur hab ich schon auf den Groove Agenten übertragen (vorher Hal SE).
Nun wurden aber bei der Funktion “Midi-Part nach Tonhöhe auflösen” ca 15 Instrumentenspuren mit jeweils GA erstellt.

Ich hätte den GA aber gerne nur 1x als Instrumentenspur und würde die anderen Spuren gerne als Midi Spuren haben, die ich dann auf diesen einen GA route.

Gibt es eine einfachere Variante, die Drum Parts von den Instrumenten auf Midi Spuren zu erstellen als meine folgende Auflistung?:

  • 15 Midi Spuren als neue Spuren zu erstellen
  • Jede mit Sound zu beschriften (z. B. Snare)
  • Routing der Midi spur einstellen
  • Alle Part Schnippsel einer der obigen Instrumenten Spuren (z. B. der Snare) mit der Maus auswählen (4eck aufziehen).
  • Mit gehaltener Strg-Taste mit der Maus diese Part Schnippsel vertikal von der Snare Instr. Spur auf Midi zu verschieben
  • Instrumenten Spur der Snare löschen

Besten Dank schon mal.

gibt es einen besonderen grund, warum du die einzelnen schlagzeuginstrumente auf verschiedene midi-spuren haben möchtest. ich habe das komplette schlagzeug auf einer instrumentenspur und arbeite dann mit mehreren ausgängen. ansonsten würde ich das genauso machen wie von dir beschrieben.

Wenn alles Schlagzeugsounds in einem Part/Instrumentenspur sind, fehlt mir etwas der “Überblick”.
Allein schon einen Sound mal zu muten oder auf Solo zu schalten, erscheint mir in einer Spur unmöglich…
Gerade Std Midi-Files sind oftmals total überfrachtet mit irgendwelchen Zeugs.

Ansonsten schick ich die Instrumente im GA auf verschiedene Ausgänge raus.
Kick-1
Snare-2
Hihats-3 usw.

Wie behältst Du den Überblick über die Drumspur? Evtl. magst ja noch a bisserl was zu Deiner Arbeitsweise schreiben. Vielleicht hab ich ja irgendwelche Funktionen übersehen…?

Ich mache es gern bei Drumbearbeitungen so, dass ich im F11 Rack mir meine für den Song gewünschten VSTi-Drummer insertiere.
Hierzu reicht mir eine einzige Midi-Spur: (EDIT: es geht natürlich im aktuellen Cubase auch per Instrumentenspur!)
in dieser aktiviere ich eine Drum-Map damit ich für jede Midi-Notenhöhe ein separates VSTi aus dem F11-Rack antriggern kann.
Stummschalten ist hier dann ebenso per Button machbar, wie auch simple Transponierung auf eine andere Note uvam.
z.B.
C1 = Bassdrum (vom Addictive Drums)
D1 = Snare (vom Kontakt)
F2 = HiHat (vom Groove Agent SE)
G2 = Synth-Percussion ( vom Retrologue)
H2 = synthetische Sinus-BD (vom Massive) usw.


Das Ganze ist extrem flexibel, zumal im Drum Editor noch viel mehr möglich ist, als in einer regulären Key Editor-Spur.

Ideal auch für reine Synthesizer-Drums (!), u.a. Nutzung von Mono Synth-VSTis als Bassdrum/Snares usw.

(Nur ein schnelles Beispiel)
.

Liest sich interessant - bevor ich die Anleitung nach diesen Dingen durch schmöckere, würde mich interessieren ob (und vor allem wie) Du z. B. die F2 Hihat bei laufendem Mix Muten kannst? Oder ob Du eines oder mehrere Instrumente auf Solo stellen kannst (und wie das geht).

Vermutlich wird dann in der Drum Map festgelegt, welche Drum-Note an welches Instrument gesendet wird? (bin weder in der Drum-Map Thematik, noch mit den Racks F11 momentan vertraut - ich sehe bei mir grad, dass alle Instrumente von den Instrumentenspuren da drin sind - geht wohl automatisch…)

Edit: Sehe jetzt gerade erst das Bild…mal sehen ob ich das nachstellen kann…

Mir reicht diese eine GM Map, welche vordefiniert ist.
Hier wähle ich mir im Drum Editor die bekannten Noten aus und route sie auf mir gewünschte (Drum)VSTis.
Da es reines Midi ist, kann man auch die HH´s direkt per Button (!) im Drum Editor muten.
Alternatives Solo im Mixer, wenn die HH´s separat per Audioout auf einen Mixerkanal laufen.
Es gibt noch andere Wege. Auch arbeitet jeder anders.

(Zum Screenshot, es ist hier Cubase 5, hatte ich mal für dieses Forum erstellt, ist in C8.x nicht anders, nein sogar besser da erweitert)

Super Tipp wieder mal.

Und das mit Solo geht mit dem 1er, der neben dem Solo Schalter oben im Drum Editor ist. (geht nur wenn eine Drum Map angewählt ist).
Mute in der “Tabelle” der Drum Spur hab ich auch gesehen.
Werd gleich mal testen…

P.S: aus alter Gewohnheit erwähnte ich hier die Midi-Spur.
Aber es geht natürlich im heutigen Cubase auch mit einer Instrumentenspur!
Diese kann somit auch per Drum-Editor “VSTis im F11-Rack” je Midinote antriggern.

Übrigens ist so auch ein entspanntes STACKING von Drumsounds mit mehreren VSTis in einem einzigen Editor (!) möglich: einfach die jeweilige Drum-Spalte auf die betreffende Midi-Notenhöhe eines anderen F11-VSTis routen, fertig…
Dann mit der neuen Ausblend-Funktion aus C 8.5 nur die Drum-MidiNoten anzeigen, die auch genutzt werden - sehr übersichtlich und praktisch.


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Hi,

du kannst auch jedes Instrument (Pad) im GA auf einzelne Outs routen und im Arrange-Fenster dafür die Anzahl Ausgänge definieren. So hast du ziemlich schnell dein komplettes Drum-Set mit Einzelinstrumenten im Mixer. Wenn ich mich nicht täusche kannst du sogar die Effekte vom GA auf separate Outs routen.

Gruß Ruby

Haut hin - sogar ohne Anleitung lesen…:slight_smile: - einfach das jeweilige Instrument auswählen und fertig.
Danke.

Ja - so ist es gedacht. Das mit den Effekten geht auch (oder würde gehen). Ich lass die Sounds trocken aus dem GA laufen und mixe dann erst im Mixer noch Effekte drauf etc. Außer ich will einen Sound mehr verbiegen, mit Envelope Shaper oder Gate Hall oder Sonstiges.

Das mit den Effekten geht auch (oder würde gehen). Ich lass die Sounds trocken aus dem GA laufen …

ja, mache ich auch. Ich wollts nur erwähnt haben :wink:


Gruß Ruby

aussehen tut das bei mir so:
— arranger
arranger.png
hier sehe ich alle ausgangskanäle wenn ich die instrumentenspur aufklappe und kann die auch nach lust und laune muten.

— arranger mit kontext editor
arranger_kontext.png
praktisch, wenn ich mal schnell einzelne noten oä. stummschalten will.

— mixer
mixer.png
hier sieht man auch schon alle ausgangskanäle, kann dort plugins verwenden etc.

ansonsten verwende ich beim schlagzeug auch den drum editor wie bereits beschrieben wurde. drum maps habe ich mir selbst zusammengebaut, da weder beim ssd4 noch beim bfd3 die gm maps passen.

Ah ja - sieht gut aus. Hab ich mir auch so in etwa vor 2 Std. gebastelt.
Danke für den Hinweis mit der Drum Map - hatte die Arbeitsweise bis heute noch nicht so am Schirm.

Noch eine Frage zur Praxis:
Sagen wir, ich will ein komplett neues Arrangement erstellen und etwas rum probieren. Und nehmen wir an, dass ich z. B. die ersten 4 Takte nur Kick laufen haben will, die nächsten 4 Takte Kick und Snare und vielleicht will ich in weiteren 4 Takten die Hihats dazu haben. Nur um mal ein ganz simples Beispiel zu haben.
Bisher hatte ich die Instrumente auf den verschiedenen Spuren und kopierte die jeweiligen Parts einfach in die Bereich rein.
Nun liegt alles in einem Part. Also muss ich direkt die Instrumente kopieren oder wie macht Ihr das?
Oder arbeitet ihr mit Unterspuren?
Klar kann man auch Teilbereiche dieses Drum Parts heraus schneiden und verschieben, kopieren etc.
Wollte einfach noch in Erfahrung bringen, wie ihr in der Praxis maximale Effizient rein bringt?

Und wie blendet man den Kontext Editor wieder aus? Habs mit 2 Klicks auf das Unterspuren Symbol zwar geschafft - aber ist das der normale weg?

du kopierst halt einfach die noten, oder zeichnest es von hand ein, oder du spielst es ein, oder kopierst ganze parts und ändest sie ab. das kommt ja immer drauf an, was man möchte.

mit unterspuren arbeite ich beim schlagzeug gar nicht.

den kontext editor blendest du entweder mit einem tastaturbefehl ein/aus oder über den button. in den screenshots ist es der button zwei unter dem record button. möglicherweise wird der button bei dir nicht angezeigt. dann musst du ihn in den spureinstellungen einblenden.

und bei arbeiten im drum/noten editor auch unbedingt beim verschieben mit der maus etc. die tasten strg, shift, alt, enzeln und in verschiedenen kombinationen drücken/gedrückt halten und herausfinden was damit passiert. so kann man schon sehr schnell arbeiten.