Hi-Pass / Low-Pass filter...wo?

In allen Handbüchern übers mixen werden o.g. Filter erwähnt, wo finde ich die im werkzeugkasten von C 6?
Was versteht man unter Lo-cut und wie mache ich das …einfach im EQ 100-500HZ raus/ wegdrehen oder in der kurve nach unten ziehen??

LG Elmar

Diese beiden Filtertypen werden sowohl im Studio- als auch im Kanal-EQ angeboten, und zwar der Hipass (= Basscut) im ersten und der Lowpass (= Hicut) im vierten Band. Der Hipass hat unter anderem die Aufgabe, Frequenzen unterhalb der für das jeweilige Instrument oder die Stimme charakteristischen (wie zum Beispiel Poppgeräusche bei Gesang oder Unterschwingungen bei elektronischen Instrumenten) zu entfernen. Ich würde die Einstellung per Gehör machen (auch wenn ein guter FTT-Analyzer dabei durchaus hilfreich sein kann), zum Beispiel in einem Vocal-Kanal den Hipass auf eine mittlere bis höhere Flankensteilheit stellen und dann die Frequenz langsam hochschrauben. Sobald er hörbar die unteren Gesangsfrequenzen beschneidet, wieder etwas zurückdrehen. Ein anderer Kandidat, wo man hoch hinaus gehen kann, ist die Hihat. Die Luftbewegungen beim Schließen machen meist nur Störgeräusche, die andere, wichtige Frequenzen überdecken, als weg damit.
Der Hipass sollte - jedenfalls nach meiner Meinung - nur Frequenzen unterhalb der Grundtonfrequenzen tonaler Instrumente ausblenden. Bei einem viersaitigen Bass etwa (tiefste tonale Frequenz ca. 42 Hz) sollte er also darunter einsetzen, bei Gesang kann er - je nach Tonlage - zwischen 100 und etwa 300 Hz liegen.
Nach meiner Meinung sollte man einen Basscut (Hipass) in jeder Spur einsetzen, um dem Mix mehr Luft zum Atmen zu geben. Er wird dann im Bassbereich transparenter.
Die Verwendung eines Lowpass - also das Beschneiden - der oberen Frequenzen - finde ich dagegen nur in Ausnahmesituation sinnvoll.
Schade ist, dass Cubase kein vom EQ unabhängiges Basscut-Filter bietet. So hat man für die eigentliche Frequenzbearbeitung nur noch drei Bänder übrig oder muss auf eine Kombination von Studio- und Kanal-EQ zurückgreifen.

Rolander, es ist wirklich sehr nett, dass du dir die Zeit nimmst, und alles niederschreibst zu diesem Thema.
Aber mal im Ernst - hätte sich der Threadersteller diese tontechnischen Grundlagen nicht per Google und das EQ-Handling im Cubase-Manual selbst heraus suchen können?
Etwas fragwürdig und bedenklich finde ich es nämlich, wenn man zu bequem wird…
Dies ist keine Unterstellung! ihr wisst ganz genau, was ich damit meine.

Gruss C.

Ja, ich weiss, aber zu bequem bin ich sicher nicht. habe lediglich aus verschiedenen gründen im augenblick sehr wenig zeit und in der verbleibenden versuche ich mir trotzdem cubase möglichst effektiv und schnell draufzuschaffen, da kommts schon mal vor, dass man den wald vor lauter bäumen nicht mehr sieht, und wenn dann die erlesenen kenntnisse einfach trotzdem nicht klappen, kommt bei mir sowas wie unruhe auf und dann wird die zeit noch knapper usw, usw… auf jeden fall vielen dank für eure tipps … have mercy :blush: aber ich habe aus anderen foren die erfahrung gemacht, dass ein schneller reply einfach zeit spart und mir persönlich hilft überblick zu gewinnen.

LG Elmar

…ich verwende durchaus auch zwei StudioEQs hintereinander, den Kanal EQ brauch ich nie…halt mein Workflow…

lgm

@fisherman: nimm mir das bloss nicht übel! :wink:
Aber wie ich sehe, fehlt es bei dir doch etwas am Grundlagenwissen, daher(?)
:slight_smile:
Ich würde dir trotzdem raten, das Cubase-Handbuch nach und nach durchzuarbeiten - und vor allem dir die Shortcuts (!) raufzuschaffen. Das hilft echt ungemein!
:slight_smile:

Zur Sache mit den 4-EQ-Channel-Bändern: sehe ich mittlerweile nicht unbedingt als echtes Problem.
Gerade weil man sich dort nur auf 4 EQ-Bänder beschränken “muss” kommt man gut zum Ziel, und frickelt nicht lang rum… :wink:
Natürlich recordet man das Audio-Signal eh wie wir alle wissen schon hochwertig! Störfrequenzen bearbeitet man daher doch gern primär im Insert mit einem anderne EQ (technischer EQ z.B.). Der Channel ist sehr gut zum allg. Mixing geeignet (musikalischer EQ).

Auf die Schnelle:
http://mixen-und-mastern.de/2011/11/22/mixen-und-mastern-groses-equalizer-tutorial-teil-1-grundlagen/
http://de.wikipedia.org/wiki/Equalizer

LG!
:slight_smile:

Hmmm,

jemand hat eine Frage gehabt, und sie hier gepostet.
Jemand anderes hatte die Antwort darauf, und sie hier gepostet.

Ich verstehe jetzt nicht, was daran falsch gewesen sein soll. Was sollte man hier posten, wenn nicht Fragen und Antworten.
Das diese für Dich, lieber hochgeschätzter Central (und das meine ich völlig ehrlich und unironisch), möglicherweise sehr basic sind, mag ja sein. Doch vielleicht sollten wir dann das Forum aufteilen in “Anfängerfragen”; “ambitionierte Fragen” und “Fragen für Fortgeschrittene” . . .

Bis dahin müsste es eigentlich legitim sein, jede Frage hier zu posten. Auch wenn die Antwort möglicherweise über Google auch hätte gefunden werden können - indem Google dann auf dieses Forum hinweist . . .
Und auch der Hinweis auf das Handbuch verfängt nicht immer. Das kann ich ja nur zur Hand nehmen, wenn ich bereits weiß, was ich machen will, aber noch nicht wie.

Der Hinweis auf “mixen und mastern” ist übrigens toll!

:wink:
Dodo, natürlich darf und sollte man jede noch so einfache (oder komplizierte) Frage hier stellen dürfen, keine Frage!
Dennoch scheint es mir in heutigen Zeiten überall in jeglichem audiophilen Forum so zu sein, dass Bequemlichkeit vorherrscht - anstatt kurz eine Suchmaschine zu benutzen, überläßt man das Antworten lieber anderen Usern. Sicher nicht verkehrt, klar. Aber diese o.g. Anfragen (Lo Cut) hätte man in einem Bruchteil der Zeit auch per google.de finden können, und das ist ja kein Scherz jetzt. :wink:
Zumindest mache ich es so. Aber ich sollte eben nicht von mir auf andere schliessen. Nun, wie du siehst, helfe ich auch gern. Wenn du mich aus dem alten Forum kennst, wirst du das bestätigen können, ich bin sehr mit Cubase/Nuendo verwachsen. (und zwar positiv!) :wink: Wir hatten da sehr viele ausgiebige Diskussionen und auch Lösungen.
Ich finde es nur vorteilhaft und löblich, wenn ein User zuerst einmal selbst durch trial&error sich seine DAW in allen Ecken und Kanten anschaut (nur so lernt man halt am besten, das verinnerlicht!), Rechtklicks versucht (vieles ist in Cubase z.B. knapp selbsterklärend, finde ich), Shortcuts herausfindet, oder in den Keycommands/Voreinstellungen stöbert (mal was dort umstellt, probiert), das Handbuch und Suchmaschinen bemüht. Das ist alles. Das führt meines Erachtens absolut zum Erfolg. Und vor allem: auf die Ohren vertrauen!!!
:slight_smile:
Sooo, lange Rede. Alles ist gut.
Noch mehr Links…? nein. Denn Google ist echt nett zum gezielt Suchenden.
:smiley: