Lösung für mehr Ausgänge

Hallo allerseits,

bin grad am überlegen, ob ich mein Lautsprecher Management über den Controll Room von Cubase steuere.
Die Frage ist, wie ich am einfachsten 3 Stereo Ausgänge (für 3 versch Monitorpaare) und 1 bis 2 Kopfhörer bekomme.

Derzeit hab ich das UR44 - laut meines Informationsstandes kann man ja nicht 2 Interfaches an Cubase anschließen oder?

Dann wäre wohl das UR824 die Lösung - und ich glaub, das könnte man auch kaskadieren oder? Also 2 oder evtl. sogar mehr hintereinander hängen…?

Falls jemand etwas dazu weiß der eine Idee hat, wie man es verschalten kann, dann freut mich jede Info.

Schönes WE.

naja, du schließt nicht das interface an cubase an, sondern du sagst cubase, welchen treiber es verwenden soll. gibt es einen treiber, der mehrere interfaces zusammenfassen kann, ist dein vorhaben möglich. auf dem mac geht das problemlos, da kann man vom betriebsystem aus ein sogenanntes aggregate devices anlegen und damit mehrere interfaces zu einem zusammenfassen. ob und wie das bei windows funktioniert, weiß ich nicht. man könnte aber mal nach den begriffen aggregate device windows googlen.

andererseits wäre das auch mit nur einem gerät alleine realisierbar. das hast du aber schon vorgeschlagen. wahrscheinlich würde ich das machen, anstatt mit teibern zu experimentieren.

aber… das ur44 hat doch zwei kopfhörerausgänge und “3 stereoausgänge”?!

Das ist a bisserl Augenauswischerei.
Das UR44 hat nur 2 separate Stereo Outs. Der 3. Stereo Out ist einfach ein Mix aus den beiden.
Kopfhörer 1 ist fest dem einen Stereo Out zugeordnet, den 2. Kopfhörer kann man entweder dem Stereo Out 1 oder 2 zuordnen.

In meinem Studio nutze ich den einen Stereo Out für den Ausgang an die Abhöre
Den 2ten als Cues die letztlich auf den Kopfhörer gehen.

Das UR 824 hat da eben 4 Stereo Outs und die Kopfhörer können wahlweise einen der 4 zugeordnet werden.

Falls ich so eines mal billig irgendwo sehe, werde ich es vermutlich kaufen - Oder hier im Forum jemand sich davon trennen will, gebt mir bitte Bescheid.

Ein Musikerkollege hat das UR28 und ist sehr zufrieden damit. Vielleicht ja eine Lösung für dich?
3 vollwertige Stereoausgänge, 2 HPs, sogar MonoButton auf der Gerätoberseite.

Hier ein Foto des UR28 in Hochauflösung zu sehen:
http://www.musik-produktiv.de/pic-010054635_01xxl/steinberg-ur28m_01xxl.jpg

Evtl verstehe ich Dein Vorhaben falsch, ich nutze auch das UR44 mit folgendem Setup:
2 verschiedene Monitorpaare und die beiden 2 KH Augänge, jeweils Wet/Dry für mich und einen Sänger.
Der dritte Stereo Out geht an einen Mixer für externe Effekte, sollte aber auch für ein drittes Monitorpaar gehen. Gesteuert wird alles über den Control Room bzw über die Sends…

Grüße
Jörg

Nun, ich möchte 1-2 unabhängige Kopfhörer haben, die ich über die Cues anfahre.
Und 3 verschiedene Monitore anschließen wo ich über die Monitorbuttons umschalten kann. Und die ich jeweils bei Bedarf mit einem EQ im Insert Slot bestücken kann.

Der UR 44 hat leider nur 2 unabhängige Ausgänge.

Das sind dann wohl 8-10 Ausgänge.
Da dürfte dann ein neues Audiodevice ins Spiel kommen.
Auch wenn es die Möglichkeit z.B. mittels Asio4all zwei Geräte zusammenzufassen.
Laut Theorie und auch Praxis wird es Regelmässige Audio aussetzer geben da die Sample frequenz der beiden Geräte niemals synchron sein werden. Es sei denn es sind Geräte die dafür gedacht sind, meist zu erkennen an einem Worldclock IO zum Synchronisieren. Das ist bei der UR44 wohl nicht der fall.

Ja, wenn dann ein Interface mit genügend Ausgängen, da ich Betriebssicherheit brauch/will.

Hallo,

schau mal bei Focusrite vorbei. Günstige Gute Interfaces mit stabilen Treibern!
Ich nutze selber das Saffire Pro 40 FireWire Exemplar, ich habe davon zwei Stück gleichzeitig(ja mit FireWire geht sowas) am laufen mit jeweils noch einem ADAT von Behringer damit komm ich dann auf 32 Inputs zum Liverecording!
Gibt auch ne USB Variante! Erfüllt deine Ansprüche an Anzahl Ausgänge und Kopfhörer etc!

https://focusrite.de/usb-audio-interfaces/scarlett-18i20

Bis denn dann…
Mit finnischen Grüßen!

Muss ich widersprechen und muss fast warnen davor. :wink:
Hatte selber nur schlechte Erlebnisse mit Saffire 40er, so auch ein Kumpel. :astonished:
Treiber waren grottig bis mies, Abriss der Audiosignalkette, merkwürdige Artefakte im Signalweg, da war was los, ohauerhauerha… Nun ja. Mag sein, dass Focusrite da mittlerweile nachgebessert hat, für mich gibts jedenfalls nichts mehr von dieser Firma. Und Firewire ist eh tot, gerade wenn man Notebook, oder PC/Mac im Wechsel mal anschliessen will, nicht sehr praktisch.
Mal so am Rande, wenn die gute UR-824 (mit latenzfreiem Effektboard!! das ist schon geil! das geht in Richtung Pro Tools HD quasi…) wirklich nicht sein soll, dann würde ich ehrlich gesagt schon eher zu ner RME Fireface (o.ä.) raten, auch wenn diese deutlich teurer sein mag - diese Investition lohnt allemal fürs eigene Studio. Geniale Treiber, mit der beste Support auf Erden, neutraler Sound, gute Preamps, äußerst flexibeles Routing, diverse Anschlussmöglichkeiten, der Total Mix ist top, uvam.
Nur eine weitere unwichtige und fast unbeteiligte Meinung.

Genau.
Wenn, dann steig ich auf das UR824 um. Das latenzfreie Einspielen/Einsingen ist beim UR44 super und das will ich auf jeden Fall wieder so haben.

richtig! Und Preis/Leistung ist bei dem 824er wirklich klasse. Anschliessen, läuft. Treiber gibt es wieder auch frische von Yamaha, las ich. Cubase erkennt es automatisch, man kann es direkt aus Cubase bedienen - und die Settings pro Projekt (mit den externen DSP-Effekten zusammen!) und den HP Mischungen gleich mit abspeichern. Mir gefällt sowas jedenfalls. Sorry, wenn ich begeistert von dem Teil klinge, habe den 824 selbst bei nem Musikerkollegen live miterlebt. Es kann sogar sein, dass ich mir auch mal eines besorge, der niedrige Preis läßt es ja zu.
Nun, selber benötige ich USB, da mal am Studio-PC, dann mal am MacBook, auch Win Notebook Live/Bandraum Recordings etc. Die RME Fireface (wäre wohl nächstes Level preislich?) hat den kleinen Nachteil keine Onboard FX, so dass man komplett über die DAW mit gegebenen Latenzen (auch für den HP Hallanteil) fahren muss. Klappt zwar auch sehr schön und gut, aber geiler ist es ja schon, wenn der Sänger über den HP seinen eigenen latenzfreien, frei zugesendeten und unabhängigen DSP-Hallroom zum Einsingen bekommt.
Ein dezenter Nachteil beim 824er: es gibt keine Midibuchse. (Lösungen gibt´s Zuhauf dafür per USB u.a.)
Nur so paar Gedanken.

also mein rme ucx hat onboard fx. reverb und echo, werden per send beschickt. und dann noch für jeden kanal eq und compressor/expander. außerdem phase drehen, stereobreite etc. der nachteil ist eher, dass es nicht von cubase aus bedienbar ist, wie schon erwähnt wurde. das ist bei den cubase interfaces schon klasse gelöst.
was mich allerdings interessieren würde… die onboard fx kann man in cubase nur in den eingangskanälen verwenden, richtig? oder lassen sich die fx später im mix verwenden? kann man pro kanal eine andere einstellung wählen z.b. bei einem delay verschiedene zeiten?

Primelinus, deine UCX liegt als UVP so bei 1.200,-, richtig? das ist natürlich eine andere Liga.
Ich habe “nur” die UC. Und nachrüsten kann man die UC leider nicht, wie ich las, aber Bock auf die lantenzfreien DSP-FX hätte ich dennoch sehr. Alles nicht so einfach. Wobei die niedrigen Latenzen bei REM wirklich klasse und unnachahmlich sind, so fahre ich recht entspannt mit DAW Direct Monitoring (Latenzbutton in Cubase bei Bedarf an, Roomworks SE reicht für HP, bei großen CPU-saugenden Vielspur-Projekten halt kurz mal ne Stereo rendern u.a., gibt ja etablierte Methoden.)

Ja, die DSP FX der UR-Teile (nicht alle haben das ja onboard) kann man auch als normale Insert-Effekte mit im Cubase-Mixer verwenden. Und somit auch abspeichern und aufrufen. HP-Sends u.a. lassen sich über den Controlroom sehr komfortabel einbinden - und somit auch direkt in der Mix Console konfigurieren und routen.

Ich mach es so:
Stimmen Aufnahme: EQ und Reverb dazu (nur um im Kopfhörer den Sound passend zu haben fürs latenzfreie Monitoring.
Beim Eingangskanal in Cubase kann man auswählen, was aufgenommen werden soll:
Das trockene Signal ohne Effekte (wobei man aber beim Aufnehmen am Kopfhörer die EQ und Reverb Einstellung hört) oder das Signal inkl. den Effekten. Das UR44 hat als Effekt nur Reverb noch mit drin - eine Zeit. Reicht aber.

Will man E-Gitarre aufnehmen, wählt man ein Effektrack seiner wahl (Clean oder Distortion, sind 3 oder 4 verschiedene virtuelle Racks) und kann so die nachte Gitarre aufnehmen, hat aber beim Einspielen einen z. B. Heavy Metal Sound auf dem Kopfhörer.

Ist wirklich gut gemacht.

Da ich alles trocken aufnehme, nehm ich die internen Effekte von Cubase her (Revelation etc). Mit dem Interface kommen noch 3 Effekte als VSTs mit dazu - 3 versch Hall Plugins REV-X Hall, Room, Plate.

das ist natürlich schon nice.

Nur mal so zu Focusrite, die von Centralmusic beschriebenen Probleme habe ich noch nie beobachtet!
Läuft und lief bei mir immer tadellos, und wie schon geschrieben, sogar mit zwei Pro 40 parallel mit 2 zusätzlichen 8 Kanal ADAT teilen von behringer! Deshalb FireWire!
Mein pro24 DSP zu Hause hat auch noch nie Faxen gemacht, alle Geräte sind seit circa 3,5 Jahren im Einsatz!
Immer alles wunderbar gelaufen!
Bin fürs Liverecording vor kurzem aber aus rein praktischen Gründen auf ein behringer x32 umgestiegen.

Als ich die Focusrite teile gekauft habe (alles gebraucht in der Ebucht) war das für mich die Budget freundlichste Lösung.
Ich mag die Teile einfach, können noch immer alles was ich brauche!
Wenn das Budget ein untergeordnete Rolle spielt würde ich jetzt auch zum Steinberg Teil greifen.
RME natürlich auch sehr fein, ach all dat schöne Jeld!
Für den Krach den ich so Musik nenne wohl viel zu schade :mrgreen:

haha… :wink: Die Finnen sind schon glückliche Menschen! Hätt ich bloß damals mit der Saffire dieses Glück damals gehabt. :neutral_face:
ADAT ist übrigens echt geil: so kann man sich, wenn man denn mal 8 Preamps/Kanäle mehr benötigt, einfach nen billigen Behringer 1 HE ADA-Wandler (für wenig Geld!) holen, und dann mit einem einzigen “Glasfaserkabel” an die UR (oder halt RME) rangehen - keine weiteren Verkabelungen dafür nötig, läuft dann alles über die UR (oder halt RME) in den Rechner - klappt bestens, hatte dann 16 komplette Channels zum entspannten Recorden (Drums, Chor/Solo Instr. etc.), oft schon gemacht, läuft!
:slight_smile:

Danke für Eure Beiträge.
Wenn ich was kauf, dann ein Steinberg Interface - derzeit das UR824 wegen die gute Integration in Cubase.
Natürlich haben andere auch gute Hardware - aber ich bin mit dem UR44 zufrieden und werde es vermutlich dann auch mit dem UR 824 sein.