Maximaler Pegel beim Mixdown

Moin zusammen,

ich habe schon im Netz und auch hier im Forum gesucht. Aber es ist schon schwierig den richtigen Begriff dafür zu finden.
Ich mische zur Zeit ein Projekt. Wenn es dann an den Mixdown geht, stellt sich mir immer die Frage, wie kann ich vorher sehen oder einstellen, dass es zu keinen Übersteuerungen in der Summe kommt oder ein maximaler Pegel von zum Beispiel -3 db erreicht wird?
Ich möchte ja schon den maximal erreichbaren Pegel ohne Übersteuerung erreichen, aber immer erst nach Fertigstellung des Mixdown zu sehen, dass es doch wieder zu laut war, ist doof.
Jemand ne Idee?

Gruß
Dirk

…gain staging… -> YouTube = mehr als genug Ergebnisse!

Oder du schaust mal bei Rolander vorbei…

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Entweder einen Limiter in den Master setzen, der das für Dich erledigt, oder wenn das nicht gewünscht ist: Master out Pegelanzeige resetten, das Stück einmal durchlaufen lassen, und danach den Masterfader um den entsprechenden Wert anheben, oder absenken.

…funktioniert nur bedingt!
Wenn die einzelnen Kanäle schon viel zu laut in die Summe laufen, wird’s nie vernünftig klingen…
Thema arbeitspegel der PlugIns nur mal als Beispiel/Gedankenanstoß.
Die einzelnen Pegel sollten schon vor dem Master-Out stimmen.

Du kannst den Brickwall-Limiter im Channelstrip (!) auch als Begrenzer, mit frei einstellbarer Pegelgrenze, bei dir -0,3 dB z.B. , nutzen. Klappt hervorragend, denn dafür ist dieser da.
Ansonsten gebe ich dem guten Finnen und Svenni völlig recht : korrektes Gain Staging ist das heutige Schlagwort!

Nein, funktioniert ganz “un”-bedingt. Dank 32 Bit FP, Zumal der Mix ja wohl soweit in Ordnung ist, es laut OP nur auf den output am Master-out ankommt, und ich nirgendwo den Punkt finden konnte, dass sich der Mix wegen zu heißer Kanalpegel scheisse anhört.

…jeder wie er will.

Ich achte halt drauf nicht zu heiß in die Summe zu gehen.
Alte Schule, wenn man so will. Mein Master-Out Fader bleibt immer auf NULL.

Und mal neben bei, den PlugIns (z.b. in der Summe pre Fader) sind die 32 Bit FP ziemlich egal, wenn sie auf einen bestimmten Pegel "geeicht“ sind und/oder intern nicht mit 32 bit FP arbeiten…

Also bleibe ich bei meiner Aussage, deine Methode funktioniert nur bedingt (unter den von dir beschriebenen Voraussetzungen zum Beispiel, ja…) aber nicht generell!

“Meine Methode” funktioniert generell, um einen Mixdown am Ausgang nicht zu übersteuern. Das war die Frage.
Für “geeichte” Plugins gibts einen Gain Regler am Eingang des Signalwegs des Masterkanal, und auch der darf benutzt werden - Alte Schule hin oder her.

Trotz moderner 32 oder 64 Bit Architektur kann es heutzutage immer noch vorkommen, dass Plugins intern anders berechen. So einige ältere von Waves.
Fährt man diese Plugins zu heiß (zu “laut”) an, geraten diese schnell ins Clipping, das kann man nicht nur sehen, auch hören.
Wie jeder es handhaben mag, ist natürlich persönliche Ermessenssache. Ich achte weiterhin - nicht nur aus diesem Grund - aber streng aufs Gain Staging.
Dies nur als kleines persönliches Zusatzposting, bitte keine Diskussion draus werden lassen, ist ja eh alles, und die Eingangsfrage, schon geklärt. :slight_smile:

  • 1

Wirklich?
Dann mal generell…

Test Projekt mit z.B. 12 einzel Spuren (was ja nun wirklich wenig ist…).
Alle Kanäle auf 0 dB FS aussteuern (oder mal nicht ganz so gemein, sagen wir also alle Kanäle haben Peaks um 0 dB FS…)!
Dann guck mal wie weit du den Master Fader (oder gerne auch den Gain Regler im Master-Out) runterziehen musst um auf der Summe unter 0 dB FS zu kommen?!?!

Denk mal an die Leute die hier mitlesen und noch Anfänger sind!
“Ein Brickwall Limiter (mit ISP Erkennung) auf -0,1 dB eingestellt verhindert einen zu lauten/übersteuerten Mixdown!”
Das ist prinzipiell auch keine falsche Aussage, aber klingt das auch “generell” gut?

Und deine Interpretation des Eingangs Posts, kann ich so auch nicht heraus lesen.
Er schreibt nichts davon um wieviel dB sein Mixdown übersteuert, wie oft und über welchen Zeitraum…

PS: sorry Cent, jetzt wird’s doch zu einer Diskussion :wink:

…aber einer, die Interessierten durchaus Wissensgewinn bescheren kann!
Ja, ich gehör auch zu den ewig gestrigen, die gern etwas Luft haben. Produziere aber auch keinen aktuellen Pop sondern Mugge, die noch Dynamik haben darf. :wink:

Selbst wenn die Signale alle Phasengleich an der selben Stelle anliegen würden, (was ja quasi ständig der Fall ist :wink: ) sind das irgendwas zwischen 20 und 24 dB, sowohl mit dem gain, als auch mit dem Masterfader kein Problem.

Das mache ich - solchen Leuten brauch ich nichts von Gain Staging oder “geichten Plugins” erzählen, wenn sie einen Mix haben, der Ihrer Meinung nach vernünftig klingt, und das Einzige Problem darin besteht, den Mixdown am Ausgang nicht zu übersteuern. Und ja - das ist meine persönliche Interpretation der Ursprungsfrage.

Verstehe ich nicht ganz, was Du damit meinst - wenn er einmal durchlaufen lässt hat er den Spitzenpegel, wie lange, oder wie oft er während des Midowns auftritt tut ja nichts zur Sache…

Wenn das für dich in Ordnung ist, dann mach das halt so.
Also ich würde mich unwohl fühlen meinen Master Fader um 20-24 dB runter zu ziehen!
Ich habe schon so manches Projekt geschickt bekommen das ich mir mal anhören sollte um das "Problem“ zu finden.
Oft war es dann eben ein fehlendes Gain-Staging wodurch dann diverse PlugIns zu heiß angefahren wurden und es da dann unangenehm wurde…
Mach das auf allen Kanälen und du hast einen, sagen wir mal, "interessanten“ Mix.

Ich beobachte so etwas auch Live des öfteren.
Wenn Kollegen alle Kanäle bis auf null (digital Pult) aussteuern und dann den Master-Fader runter ziehen damit die Summe nicht zerrt…
Funktioniert auch irgendwie, ist aber fachlich totaler Unsinn!

Du hast aber natürlich recht, wenn‘s am Ende dem Hörer, Produzenten, Künstler oder wem auch immer gefällt, ist doch alles in Butter!

Ich mach das nicht so, aber grundsätzlich ist es möglich es so zu machen

Kommt aber das selbe bei raus, wie die einzelnen Kanalfader herunter zu ziehen. (ja, immer vorausgesetzt, es sind keine thresholdabhängigen Plugins im Master Kanal)

Das mag ja alles sein, war aber meiner Meinung nach nicht die Frage / Aussage im Ausgangsthread.

Fachlich ist es schon richtig, auch ein Digitalsignal vernünftig auszusteuern, trotz der auch hier oft geäusserten Aussagen, digital wäre das egal. Ob das jetzt bis 0 dB FS sein muss ist geschmacksache. Und wenn Live ein vernünftiges PA-System da steht wird einem oftmals gar nichts anderes übrig bleiben, als den Master Fader runter zu ziehen, wenn man mit den Kanalfader in einem vernünftigen Regelbereich der Logarithmischen Fader arbeiten will.

…ich glaube das macht jetzt wirklich keinen Sinn mehr an der Stelle weiter zu diskutieren!
Zu unterschiedliche Arbeitsweisen bei uns beiden.

Nur noch eines, ich Pegel digitale Pulte im Input zwischen -12 dB und -18 dB ein (-18 dBFS = VU 0dB analog Pult).
Dann kann man wunderbar die Kanalfader im dafür vorgesehenen Bereich fahren und muss die Summe nicht wie verrückt runter ziehen!
Auch wichtig bei sich in Rage spielenden Schlagzeugern etc.Thema Headroom!
Mal ganz abgesehen von Bussen fürs inEar Monitoring die dann auch nicht übersteuern…
Die PA mache ich an anderer Stelle leiser…
Wobei das bei einer an die Location angemessen dimensionierten PA bei meinem Gain-Staging meistens nicht (oder wenn dann nur marginal) nötig ist.
Mit dem Master Fader Steuer ich kleinere Lautstärke Anpassungen beim Konzert, aber doch nicht mehr.
So hab ich das mal gelernt und bisher hat’s auch immer funktioniert.
Muss ja nicht für alle der richtige Weg sein.
Wie sagt man so schön, wichtig ist was hinten rauskommt…

Davon abgesehen hat das jetzt alles nix mehr mit Cubase zu tun, wobei…

Womit wir dann doch bei dem sind, was ich in meinem ersten Post schrieb.

Oha…hier ist schön was los! Hm, ich glaub, ich muss meinen Pegel heut Abend umgehend am Tresen einstellen.

Nein, sind wir nicht… aber das weißt du selber.

Isch hann immer Pegel!

Besser immer einen gesunder Pegel als immer den Kanal voll :slight_smile: