noch'n Erfahrungsbericht (Vollamateur)

(aber vorsicht, nicht so cool wie der von SamplePlayer)
Also, ich finde ja, das Kaos in Cubase hat sich durch den neuen Mixer extrem erweitert. Ich wollte ja eigentlich mit C6.5 weiter Musik machen, aber wie das schon in der Kindheit so war, das neue Spielzeug is eben interessant und das alte liegt in der Ecke. Ich hab mir das Upgrade auch unter Anderem deshalb gekauft, weil es einfach sehr verführerisch angepriesen war, sowas wie “mehr Kreativität durch einfachere Bedienung und zusätzliche Funktionen…”, oder so ähnlich. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Weniger Kreativität durch mehr Rumgebastel am Programm.
Einige Funktionen werden in der Einstellung vorgenommen, andere wieder direkt auf der jeweiligen Oberfläche (meist oben links), im Mixer bunt verteilt und sogar auch noch oben rechts, und manchmal schaltet eine Funktion eine andere aus oder ein (z.B. das Loudnesmeter, schaltet Kontrollroom ein und den normalen Ausgang ab, und das ohne “bescheid” zu sagen). Merkwürdigerweise kann man dann den K-Room wieder ausschalten und man hat das Meter trotzdem noch (Ausgang wieder konfigurieren nicht vergessen). Desweiteren, manche Einstellungen sind global, andere wieder nicht und wieder andere kann man als lokal abspeichern. Wieso man im Mixer für jedes Projekt neue Konfigs speichern muß… no Ahnung oder hab ich da was ver©heckt? Die Channelstrip-Effekte… hatte ich doch schon vorher als Inserts, jedenfalls fast alle, klar, mehr Platz in den Inserts frei (auf 10 oder 12 erweitert hätt’s dann auch getan). Wenn ich bei einem “frischen” Projekt im Mixer die Inserts aufklappe, oops, nur der erste Slot da. Soll z.B. der Hall rein, der natürlich nach weiter unten gehört muß ich erstmal “intuitiv hantieren”, schieben, ziehen, rollen, treten, spucken, schubsen, schmeißen… na ja, irgendwann merk ichs mir, oder benutze lieber nicht mehr den Mixer dafür. Der Cut-Filter… funktioniert der überhaupt? Hab das bei einem Drumloop probiert, erst vorsichtig… nix, etwas mehr… hmm, dann auf Telefonfrequenz… nöö, wat, Ohren zerschossen? Und, muß man die Freq. wirklich per Hand eingeben, oder hat sich nur meine Maus verweigert? Kein Bock mehr auf Musik gehabt, vielleicht noch mal schauen wie das mit den Bildern aussieht… Funktion eingestellt, dabei ausversehen das Fenster leicht verschoben, ziehe rechts wieder bis zum Rand, oh jeeee, der untere Rand saust mit Turbo nach unten… hab mind. 15 Min. gebraucht um das Fenster wieder zu richten, ging auch erst, nachdem ich mir den Schweiß vom Gesicht gewischt hab und auf die wahnsinns Idee kam die Bilderfunktion wieder abzustellen, puhh. Ein Glück ich hab kein Blutdruckmesser zur Hand, u.U. hätt’ ich mich gleich selbst eingeliefert. Was mir noch so auf die Schnelle einfällt, ist, wenn ich schon extra die Shift-Taste drücke um Parameter zu verhunzen ähh verstellen, dann hätt’ ichs jedenfalls gern, die Parameter würden sich mit dem Mausrad in Einzelwerten verstellen und beim Schieben etwas grober, bei Cubase ist das ja irgedwie umgekehrt, oder bin ich vielleicht der Legasteniker? Ach nööh, könnt’ ja noch mehr schreiben, aber hab doch keine Lust mehr, is schließlich Sonntag. Ich hoffe nur, Steinberg läßt beim 703 wieder die richtigen Progger ran. Gebt den Praktikanten mal 'n paar Monate Urlaub. Noch 'n kleiner Scherz zum Schluß, für diejenigen die tatsächlich bis hier gelesen haben… “FAQ 1313: Kann ich den Mixer auch in der Küche benutzen?”
Na ok, nach so einem Bericht bin ich jetzt bestimmt bei allen Mixprofis untendurch.

Na denn, hello goodbye, come together and all you need is love.
(ach nee, ich hab ja gar kein Apple)

das einige funktionen verstreut sind(also einige in programmeinstellungen und einige woanders) das fand ich auch schonbei vorherigen versionen nicht optimal.

wenn du alle leeren inserts sehen willst musst du oben in der leiste neben racks auf das sternchen klicken und “feste anzhal slots” anwählen.

vom prinzip her kannst du auch mit cubase in der küche musik machen. es sei denn es steht ausdrücklich in den agb`s drin das man esnicht darf.also lieber nochmal nachlesen :wink:



Ahh so geht das…werde jetzt auf Sternchen suche gehen.
Guter Erfahrungsbericht, ist mindestens so gut wie der von SamplePlayer

Grüsse

Habe ich das richtig verstanden, Du packst einen Reverb Effekt in die Effekt Slots eines VST- Instruments oder einer Audio Spur?

He he, thnx Mack, eine Qual weniger. Man ist ja mitlerweise auch recht vorsichtig geworden mit den vielen Menues. Könnte ja sein, daß sich sowas plötzlich global auswirkt und andere Projekte irgendwie durcheiander bringt. Wenn ich durch den Text nicht sofort verstehe was damit gemeint ist, laß ich lieber erstmal die Finger davon. Dann passiert es eben das ich vergesse genau dafür nachzuschlagen. Ich bin halt schon etwas älter (Alzheimer-Alarm), 1970 war ich schon dabei… und am Boden zerstört als die Beatles offiziell auseiander gingen (nur ne kleine Rechenaufgabe :smiley: ). Und wegen der Küche, ich habs ja probiert, aber die Sahne wird einfach nicht steif.

Und he Acid, sollte ja nur ein Bleisift sein für ein Insert was nach unten gehört. Aber manchmal mach ichs schon, da ich meist mehr Musik als Spuren mach. Neee, fast Scherz, ich nehme halt >manchmal< mehrere Spuren mit der Gitarre auf, da benutz ich halt auch >mal< verschiedene Halleffekte damit die nicht zu gleich klingen usw. Da ich nicht allzu viele Spuren brauche (Drums, Bass, Giarre, 1 oder 2 Pads und Vocs) kann ich mir das auch leisten zum Mastern nochmal zusätzlich durch Sends den gleichen Raum zu benutzen, sowas meintest Du doch, odä?

Bis denne denn.

Also die Cut Filter in der pre Sektion funktionieren definitiv.
Vielleicht hattest Du den gelben Punkt leuchten - dann sind die nämlich auf Bypass.
Und ja, ich war etwas verwirrt, daß Du Reverbs direkt in die Spuren packst.
Sicher, das kannst du bei wenigen Spuren und der heute verfügbaren Rechenleistung natürlich machen. Überhaupt kannst du natürlich machen, was du für richtig hältst. :wink:
Aber eigentlich sind Reverbs doch DIE Send-Effekte schlechthin.
Dafür würde ich jetzt nicht unbedingt einen FX Slot verbraten. Ebenso wenig für Delays.
So kenne ich es noch von früher, von den Analogpulten, und es hat sich gezeigt, daß es nicht immer schädlich ist, das früher gelernte in die digitale Umgebung zu übertragen.

Korrekt. Ist ja auch bis heute so. Zum Glück.
Das hat auch nur Vorteile und ist weitaus flexibler, und sowieso deutlich CPU-schonender.
Auch wenn das Routing vielleicht manchmal einiges an Denkarbeit erfordert, es ist nur gut, wenn man das dann drauf hat und auch regulär anwendet. :slight_smile:

Nein, laut Handbuch ist das leider nicht erwünscht. :wink:

Also diese “Verteilung” der Einstellungen macht aus meiner Sicht durchaus Sinn und ist auch durchdacht. Die Einstellungen auf der Mix-Console braucht man einfach im ständigen Zugriff, da man sie situationsbedingt ständig anpassen muss. Andere “Grundeinstellungen” gehören einfach in die Preferences, da man sie eigentlich nur einmal anpasst. Ich wüsste nicht wie man dies einfacher/besser handhaben könnte. Die Einarbeitung in die neue Mix-Console braucht halt etwas Zeit, aber wenn man sich die Mühe mal gemacht hat, passt der Slogan “mehr Kreativität durch einfachere Bedienung und zusätzliche Funktionen…” aus meiner Sicht schon. Es müssen lediglich noch die bekannten Kinderkrankheiten behoben werden, dann ist die Mix-Console super.