Positionierung von Fermaten

Gibt es eine Möglichkeit, die Position der Fermaten individueller festzulegen? Vor allem bei den Fermaten, die sich am Taktstrich orientieren, wird die Fermate nur oberhalb des Taktstrichs notiert. In der Musik des 18. Jh. ist es jedoch üblich, die Fermaten oberhalb und unterhalb zu notieren. Dies wird auch von allen Verlagen so gehandhabt.

Das geht nur mit (System) Text und dann im Notensatz Modus entsprechend ausrichten. Das Fermaten-Werkzeug bietet zwar die Möglichkeit von zwei Fermaten pro System, bezieht sich aber nur auf Fermaten, die zu Noten gehören

Danke für den Tip! Ist allerdings Frickels-Arbeit und den Dorico-eigenen Ansprüchen nach Eleganz “eigentlich” unwürdig. Und bevor ich nun sämtliche Bäche, Händel und sonstige Barock-Komponisten händisch nachbessere, hoffe ich, daß es vielleicht mal ein Fermaten-Update gibt …

Auf der anderen Seite halte ich das Festhalten an veralteten – meist willkürlichen – Notationsformen, die für die Aufführungspraxis keinerlei Relevanz haben, für unnötig.

Da magst Du durchaus recht haben. Schon Leopold Mozrt beklagte sich in seiner Violinschule über die “Unsitte”, dissonante Vorhalte als Vorschlagsanoten zu notieren. Das gehöre seiner Meinung nach schleunigst abgeschafft. Was hat’s geholfen? Selbst sein Sohn notierte weiterhin und munter die Vorhalte als lange Vorschläge. Da ich nicht vorhabe, zu den Verlagen wie Henle, Peters, UE etc. in Konkurrenz zu treten, werde ich mit den DORICO-Vorgaben leben können.

Ich habe mir wegen der unflexiblen Fermatenbehandlung Spielanweisungen erstellt, das ist sehr einfach und praktisch.