Unterschied zwischen Cubase 15 und Fender Studio One 8

Besitze schon lange Cubase 10 Pro. Bin am überlegen mir statt Cubase 15 (Update) Fender Studio One 8 zu zulegen. Wer hilft mir, mich zu entscheiden?

First of all, this is an English language forum. Secondly, what type of answer do you really expect to get on a Steinberg Cubase forum? Cubase 15 Pro (obviously)! :smiley:

Es gibt einige User die mehrere Daws gleichzeitig verwenden

No one. You gotta decide for yourself in the end… both products do more or less the same stuff, sometimes in different ways. Get demo versions of both products, use them, see which one you you like better. There is really no way around that. Don’t rely on opinions from random forum people, they might have completely different requirements or workflows than you.

(edit: on second read that sounded maybe a bit harsh/blunt (I am german too, so I am allowed :wink: ), but I really don’t think anyone can help make such decisions, especially not without further detailed information about the requirements, preferences and workflow of OP).

and btw the german forum is over here: Cubase - Steinberg Forums

I have moved the post to the German forum.
Ich habe das Thema ins deutsche Forum verschoben.

Ich halte persönlich nichts von irgendwelchen Glaubenskriegen, welche DAW die beste ist. Schon gar nicht, welche (angeblich) besser klingt. Das ist letztendlich eine Frage der Ausstattung, z.B. mit Stock-Plugins.

Mir reicht es gerade vollkommen aus, daß ich an meiner DAW (Cubase) eigentlich nur an der Oberfläche kratze und nur einen Bruchteil der Fähigkeiten ausnutze. Das lernen mehrere DAWs wäre mir zu viel, es sei denn es tauchen signifikante Features auf, die mir unbedingt fehlen und die ich nicht mit Dritthersteller-Produkten nachrüsten kann.

Vor vielen Jahren sah ich mich zum Wechsel von Logic auf Cubase gezwungen, da Logic nicht mehr für PC weiterentwickelt wurde. Und ich wollte mein System nicht wechseln. Dieser Umstieg hat mir viel Mühe gemacht und einige alte Projekte sind weg, weil es keinen Konverter dafür gibt.

Es wäre schön, wenn man die Features vergleichen könnte - danach suche ich gerade.

Cubase hat auf seiner Webseite eine schöne Übersicht über die Features, damit kann man was anfangen. Für Fender Studio Pro 8 (oder Studio One 7) finde ich immer nur die neuen Features. Ich würde aber gerne wissen, was die DAW insgesamt kann. Da habe ich bisher nur Allgemeinplätze gefunden. Komisches Marketing-Konzept.

Ich bin kein Cubase-Nutzer, arbeite mich aber gerade in 15 Pro ein. Ich komme von Ableton Live, habe mit NI Maschine und (ganz wenig) mit Reaper gearbeitet, und auch mit Bitwig Studio.

Was mir gleich auffiel, ist, das Cubase bei der Benutzbarkeit nicht besonders toll ist. Es ist nicht intuitiv zu bedienen. (Benutzbarkeit ist ja nicht, ob man etwas machen kann, sondern wie leicht es einem fällt und ob man es gleich versteht.) Man muss einfach wissen, im welchen Fenster sich welches Feature versteckt, da gibt es auch keine sinnvollen Doppelungen. (Beispiel: Gruppen-Bus anlegen mit sinnvollem Routing. Man kann zwei Tracks auch an anderer Stelle auswählen, aber die Option hat’s halt nur in der MixConsole, soweit ich sehe.)

Jetzt mag es da gerade in diesem Forum einen kleinen Aufschrei geben, aber viele Cubase-Nutzer benutzen halt schon lange Cubase, da hat man irgendwann seinen Workflow. Was mir hingegen auffiel, ist, dass es vergleichsweise schwer ist, Cubase zu lernen. Features, die ich für selbstverständlich hielt (und Ableton Live hat ja beileibe genug Macken, davon abgesehen), gibt’s nicht oder sind umständlich abgebildet.

Beispiel: Nimm einen MIDI-Pattern und dehne oder schrumpfe ihn, also nicht die Einzelnoten (Länge), sondern den Abstand der Noten. Das geht, aber jede andere DAW scheint das besser zu können. In Ableton gibt es einen Schieber, sobald mehrere Noten markiert sind, in Bitwig Studio gibt es eine Tastenkombination (Alt+Maus ziehen), in Cubase muss man das im Arrangement (nicht im Key Editor, da gehts nicht) ausschneiden (einen separaten Part machen) und dann das Zeigetool umstellen, um den Part selbst zu stretchen.

Cubase hat halt Einiges an Tiefe, in einigen Bereichen wahrscheinlich unerreicht, man muss es sich aber teilweise mühevoll erarbeiten. Die Dokumentation liest sich nicht besonders gut. Ich lese gerade den Bitwig Studio User Guide, da liegen Welten dazwischen. Cubase hat eine technisch sicherlich korrekte, akkurate, aber nicht besonders lernfreundliche Dokumentation. Als Nutzer von Ableton Live und Bitwig Studio bin ich es gewohnt, zur Anleitung zu gehen und dann verstehe ich das Feature. Vor der Anleitung für das Time Warp Tool bin ich gesessen und hab mir gedacht, na danke, das sagt mir gar nichts. Ich merke, dass ich ständig auf Videos, Forum Posts, und Online-Artikel ausweiche.

Ich bin übrigens in diesem Post gelandet, weil ich mir die gleiche Frage beantworten will. Ich denke mal, ich werde mir das Handbuch von Fender Pro Studio anschauen. Dann verstehe ich auch, ob die Doku was taugt und was für Features da sind.

Ansonsten gilt - woran arbeitest du? Ich habe das Gefühl, dass Fender als Firma eher weniger Interesse daran haben wird, Features zu machen, die Leuten helfen, die für Film und Orchester arbeiten. Die neuen Features nach der Umbenamsung sind ja alle sehr auf die Gitarre konzentriert, mit Abbildung der Fender-eigenen Übungs-Amps (Rumble z.B.) in Pluginform. Das wird wohl das Alleinstellungsmerkmal werden.

Wenn’s um’s Geld geht, wird Fender die deutlich billigere Lösung sein. Ein Update mit Versionssprung kostet bestehende Nutzer bei Cubase Pro ja so viel wie die ganze DAW bei Fender neu.

Ja, das ist sehr schade. Einen Mac werde ich mir wohl kaum kaufen, mir persönlich missfällt die Preispolitik. (Ich hab mal mit dem Gedanken gespielt nach der Umstellung auf Windows 11, weil ich sehr mit der Performanz beim Musikmachen gekämpft habe.)

Hätte es Logic Pro für den PC gegeben, würde ich es mir wahrscheinlich kaufen. Vielleicht hätte ich dann gleich mit Logic Pro angefangen.

Ich habe auf meinem Rechner mehrere DAW’s.
Cubase, Reaper, Studio One, FL und ProTools…

- ProTools
Was mir gefällt ist die Audio-Datei Darstellung, sehr entspannt für die Augen. Der Rest ist zum Teil noch im Steinzeitalter. DAW-Performance beim mischen ist etwa bei 60% von Cubase. Preislich völlig übertrieben.

- FL
Wer’s braucht. Es gibt in FL ein paar interessante Ansätze, wie auch in jeder DAW. DAW-Performance beim mischen ist etwa bei 60% von Cubase (ähnlich wie ProTools).

- Studio One
Eigentlich eine schöne DAW aber es gibt einige Dinge die mich nerven. Audio-Datei Darstellung nervig wenn du viel editieren musst. Ich bin in der Regel nach ein paar Stunden durch und habe keine Lust mehr (ist sehr subjektiv).
Was aber für mich sehr entscheidend ist, ist die DAW-Performance beim mischen. Diese liegt seit Jahren unter dem Cubase Niveau.
Seit Jahren stelle ich immer wieder ein merkwürdiges Phänomen fest:
Man arbeitet im Projekt und fügt immer mehr Plugins dazu, es läuft alles normal bis an die Auslastung der DAW Performance, speichert das Projekt. Beim nächsten Start läuft das Projekt nicht los wegen der Überlastung, man muss ca. 30% der Plugins abschalten, speichern und dann wieder Stück für Stück dazu schalten. Das geht wieder bis zum nächsten Start gut. Für mich ist das ein absolutes “geht gar nicht”. Das Problem stelle ich seit Jahren fest und habe das mehrmals mitgeteilt aber es ist nach wie vor da.
Sonst hätte es im Mixbereich eine starke Konkurrenz zu Cubase sein können. MIDI ist nicht mein großes Ding, dazu kann ich im einzelnen wenig sagen.

- Reaper
Eigentlich ein mächtiges Werkzeug. Viele sehr interessante Ansätze und Lösungen. Support und Pflege erste Klasse aber… Das Ding einzurichten und zu konfiguriere bis es mal so läuft wie man es will… Da braucht man sehr viel Zeit und Geduld…)) Wer das auf sich nehmen möchte bekommt wirklich eine mächtige, individuelle Lösung. Ich kenne einige Leute die das gemacht haben. Respekt.. Visuell.. na ja.. Ich würde sagen mittlere Unterklasse.
DAW-Performance liegt +/- auf dem gleichen Niveau wie Cubase.

- Cubase
Meine Projekte mache ich in der Regel in Cubase, alle anderen DAW’s nur notgedrungen und dafür gibt es mehrere Gründe.
DAW Performance ist immer auf dem höchsten Niveau seit vielen Jahren. Für mich ist Cubase mit allen Vor und Nachteilen eine gute Lösung wo ich nicht viel Kompromisse eingehen muss.

Das ist jetzt meine sehr grobe und teilweise subjektive Meinung. Die aus Jahrzehnte Erfahrung resultiert.

Ich mache jetzt bestimmt schon seit über 20 Jahren, alle paar Jahre (sobald ich einen neuen Rechner baue), einen DAW Performance Test und die Ergebnisse bleiben fast unverändert. Also bleibt Cubase für mich immer noch die beste Lösung auf dem PC.

Zu Logic kann ich nicht viel sagen weil Mac für mich, einfach aus vielen Gründen, nicht in Frage kommt. Aber ich hoffe es läuft )))

Das ist immer so wenn man von einer DAW zu der anderen wechselt. Man hat in der alten DAW eine gewisse Logik verankert und beim Wechsel ist erstmal alles anders und nicht logisch. Einfach weiter arbeiten und es legt sich mit der Zeit sobald man die Logik der neuen DAW verinnerlicht hat.
Da ich oft zwischen den DAW’s springen muss, ist es immer kurz mal ein “Kooootz”..)) Aber auch das legt sich mit der Zeit..)))
Außer “Reaper”…)) Wobei auch das schon besser wird ))

Ja, bei Reaper ist die Hürde groß bzw. etwas größer.

Hast natürlich recht. :slight_smile:

Es ist schade, dass manche Sachen in Cubase so leicht von der Hand gehen und andere dann so gar nicht. Aber gewinnen tut da natürlich keine DAW. Vielleicht eher auf die Stärken konzentrieren dann…

Es wird mit allen DAW’s viel und gute Musik gemacht. Gerne hätte jeder von uns eine eigene, persönlich zugeschnittene, DAW…))) Sonst muss man einfach herausfinden was einem besser liegt und gefällt und vor allem womit man am effektivsten ist.
Gebe es kein Cubase würde ich in den sauren Apfel beißen und zu Reaper wechseln.
Studio One ist eine sehr schöne DAW aber der Support… hu… sehr von oben herab..
Hier füllt es sich inzwischen alles ordentlich an. Es gab aber auch schon andere Zeiten ))))) Mit den Menschen steht und fällt alles…

Ja, wird gerne übersehen!

Ja mit Support von Studio One habe ich auch keine gute Erfahrung gemacht.

Und deshalb kein Studio One.
Zumindest nicht freiwillig..)))

Das Performance Problem das ich beschrieben habe besteht jetzt schon seit vielen Jahren. Ich habe es auf 3 Rechner-Generationen reproduzieren können. Und? ))) “Ich bin zu blöd eine DAW zu bedienen” Na klar, in Ordnung, weiter so )))

Wenn man als Profi antreten möchte, brauche man ein Leistungsstarkes und zuverlässiges Werkzeug mit vernünftigem Kunden-Service und kein Spielzeug.
Ja, das darf auch etwas kosten aber dann muss es auch funktioniere!
Das ist bei manchen Kompanies noch nicht angekommen.

Da kann ich wirklich die Reaper Leute nur loben. Hilfe, Probleme und Bugs werden sofort ernst genommen, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind!

Soweit ich weiss, gibt es keine Reaper-Leute. Das ganze ist doch im Prinzip eine Ein-Mann-Show. Der ganze Support wird doch von anderen Kunden durchgeführt, oder gibt es tatsächlich Cockos-Angestellte, an die man sich mit Problemen wenden kann?

Nein, nein…)) So einfach glaube ich ist das nicht ))
Ich kenne die genaue, interne Strukturen nicht aber es gibt den Grafik Typen, dann den Video Menschen und ich glaube noch ein paar.
Aber ich habe mich mal mit einem kleinem Bug in die Runde gewandt, ein Tag später schrieb mir der Justin Frankel mit der Nachricht “Bug wird in 2 Tagen behoben”. Und tatsächlich war es in 2 Tagen erledigt.
Ich kenne einige erfolgreiche Menschen die auf Reaper arbeiten. Sie alle haben viel Zeit investiert, alles für sich angepasst und es läuft. Der Erfolg ist sicherlich nicht dem Reaper zu verdanken aber Sie sind sehr zufrieden damit.
Ich selber habe auch ein paar Projekte in Reaper gemacht um in das Thema mehr rein zu kommen, habe wirklich einige Monate intensiv damit gearbeitet aber unter dem Strich ging es mir irgendwann auf den Sa…)))
Es hat wirklich viel Zeit geraubt…

Schau mal, das findet man offen im Internet aber ich glaube das sind noch ein paar mehr..))
Kernentwickler: Justin Frankel (bekannt durch Winamp) ist der Hauptschöpfer von REAPER.
Weiteres Team: John Schwartz (seit 2008), Christophe Thibault, Jean-François Bédague.
Dokumentation: Der umfassende REAPER User Guide wird von Geoffrey Francis geschrieben.
Community/Schulung: Kenny Gioia ist bekannt für seine ausführlichen Video-Tutorials zu REAPER

Okay, es ist eine Zwei-Mann-Show. Sorry. Der Rest sind freie Mitarbeiter und Enthusiasten.
Ich sage das wertefrei. Es gibt allerdings keinen speziellen Support. Entweder einer der beiden Entwickler schaut sich das an oder jemand aus der Community, also das, was wir hier machen.

Von mir aus, nennen wir das so…)))
Die Bugs bereinigen aber ganz sicher nicht die Intusiasten ))) Fakt ist auch, diese finden reglmäßig statt..)))
Momentan ist es hier wirklich gut geworden! Woran auch immer das jetzt liegt. Es gab aber auch Zeiten da habe ich einen großen Bogen um dieses Forum gemacht ))
Was ist hier eigentlich passiert?))) Sind das die Magnetwellen vom Uranus? )))

Das ist aber sehr großzügig von Dir.

Ich will Reaper ja gar nicht schlecht machen. Cockos betreibt ein faszinierendes Modell, was niemand anderes in diesem Metier betreibt: Ein absolutes Minimum an bezahlten Mitarbeitern (zwei). Kein Geld ausgeben für Support, Handbuch, Übersetzungen, Marketing, Distribution. Stattdessen eine Einladung an alle Kunden, sich alles, was sie brauchen, selber zu erstellen und anderen (kostenlos/kostenpflichtig) zur Verfügung zu stellen.
Dadurch ist der Verkaufspreis so niedrig. Eventuell kommt noch hinzu, dass Justin sich selber kein grosses Gehalt zahlt, weil er damals mit WinAmp/Nullsoft genug verdient hat (Spekulation von mir).

Vielleicht wird dieses Modell von anderen DAW-Entwicklern in Zukunft übernommen, da der Markt gegenwärtig wieder am Schrumpfen ist oder es zumindest war.
Die Schattenseite ist, dass von Cockos noch nicht so viel bahnbrechende Forschungsarbeit erledigt wurde, d.h. sie bringen die DAWs nicht so wirklich nach vorne. In diesem letzten Punkt lasse ich mich übrigens gerne eines besseren Belehren, da ich eventuell Reaper nicht genügend gut kenne und deswegen Dinge übersehe.