Verbesserung von MIDI und externer Hardware in Cubase

Hallo zusammen,

ich bin seit Cubase 2 begeisterter Nutzer der Steinberg-Software und habe viele Neuerungen mit Freude verfolgt. Trotzdem fällt mir auf, dass der ursprüngliche Kernbereich – insbesondere MIDI und die Steuerung externer Hardware – immer noch deutliche Schwächen aufweist.

Hier einige Punkte, die mir besonders auffallen:

  • Im Inspektor gibt es nur LSB und PC, kein MSB, was für viele Roland-Geräte unerlässlich ist.

  • Die Erstellung von Hardware-Geräten ist sehr umständlich. Eine Community-Library oder importierbare Gerätedefinitionen (inkl. Patches, CC, NPRN, System-Ex) würden die Arbeit erheblich erleichtern.

  • Die Steuerung externer Sounds sollte schneller und intuitiver sein: Es muss möglich sein, Sounds ohne ständiges Klicken durchzuschalten.

  • NPRN-Daten senden (z. B. für Lautstärke bei bestimmten Synths) ist derzeit sehr umständlich.

  • Viele MIDI-Features sind rudimentär vorhanden, könnten aber deutlich stabiler und zuverlässiger umgesetzt werden.

Ich möchte betonen, dass die vorgeschlagenen Verbesserungen keine großen Projekte erfordern, da vieles bereits rudimentär vorhanden ist. Es geht vor allem um Optimierung, Vereinfachung und eine Erweiterung der bestehenden Funktionen.

Ich würde mich freuen, wenn Steinberg wieder mehr Fokus auf die Kernfunktionalität legt – stabile MIDI-Steuerung und zuverlässige Integration externer Hardware sind essenziell für viele Anwender.

Moin @Kimaru,
willkommen hier im Forum!

Ich verstehe deinen Einwand, bin aber nicht sicher, ob du Synthies meinst oder eher MIDI-Controller.
Für die gängigen Geräte gibt es, meines Wissens, vorgefertigte Skripte oder hier im Forum zum Teil auch von Usern erstellte.
Bei den Synths gibt es, soweit mir bekannt, manche Hersteller, die entsprechende Skripte für die passende DAW mitliefert. Weiß nun nicht, wie das mit Roland aussieht.
Als Workaround evtl. dort mal in den Foren Fragen?

Wurmt mich auch. Zumal Cubase das früher mal sehr schön gelöst hatte.

Das Konzept des MIDI-Geräte-Managers wurde in den 90’ern entwickelt und seitdem hat sich in diesem Bereich nichts wesentliches mehr geändert. Einzig der Patch-Name-Editor wurde integriert.
Ich denke, dass man in diesem Bereich eher einen Großputz durchführen muß als nur ein wenig Staub zu saugen.

Das fände ich auch schön. Ich hatte mich auch mal damit beschäftigt und habe quasi vor Augen, wie das in Cubase aussehen könnte.

Hier wäre es mal interessant zu hören, wie Du Dir das vorstellst.
Cubase muss ja an das Gerät entsprechende MIDI-Daten senden. Wie soll das gehen, wenn der User nicht mit der Maus klickt, um den Befehl zum Senden auszulösen?

Auch hier würden mich Details interessieren.

Ich sehe das sehr ähnlich – und aus meiner Sicht ist die Erstellung neuer Hardware-Geräte in Cubase nicht nur umständlich, sondern inzwischen schlicht kaputt. Fertige Scripts funktionieren, solange sie offiziell integriert sind. Aber sobald man versucht, ein eigenes Gerät anzulegen, wird es frustrierend: Das Eintragen eigener Patchlisten, was früher völlig normal war, geht heute faktisch nicht mehr. Selbst wenn die Liste erstellt wurde, taucht sie im Inspektor nicht auf – spätestens seit Cubase 13–15 ist das komplett defekt. Früher konnte man wenigstens manuell Patches eintragen und diese dann sauber im Inspector auswählen. Heute ist das unmöglich. Und das ist wirklich schade.

Noch deutlicher wird das Problem, wenn man die Patchlisten existierender Scripts benutzt. Beim Integra-7 zum Beispiel öffnet sich zwar ein Fenster mit allen Sounds – das ist grundsätzlich super. Aber sobald man einen Sound anklickt, schließt sich das Fenster sofort wieder. Es gibt keine Möglichkeit, das Fenster offen zu lassen und einfach mit den Pfeiltasten oder schnellen Mausklicks durch die Sounds zu iterieren. Genau dieses schnelle Durchhören ist aber essenziell, wenn man externe Synths ernsthaft nutzen will. Stattdessen wird es zu einer endlosen Klick-Orgie.

Dass man sich im Script-Editor eine eigene Geräteoberfläche zusammenbauen kann, finde ich großartig – aber was nützt die schönste Oberfläche, wenn die grundlegende Sound-Auswahl nicht funktioniert? Für die Arbeit mit externen Geräten gehört die Patch-Auswahl nun einmal zu den wichtigsten Punkten überhaupt. Ohne eine intuitive, schnelle Lösung ist der ganze MIDI-Geräte-Manager im praktischen Einsatz kaum brauchbar.

Vielleicht wäre es sinnvoll, die Patch-Verwaltung direkt in die Mediabay zu integrieren, denn dort existieren bereits Strukturen für Kategorien, Tags und Suchfunktionen. Aber selbst wenn das zu weit gedacht ist: Wenigstens im Inspector sollte die Grundfunktion wiederhergestellt werden. Andere Programme – Camelot Pro ist ein gutes Beispiel – zeigen, wie komfortabel das gelöst sein kann.

Eine Online-Community-Library wäre das i-Tüpfelchen. Aber das Mindeste wäre, den bestehenden MIDI-Geräte-Manager wieder so weit zu reparieren, dass er überhaupt nutzbar ist. In seiner aktuellen Form kann man ihn faktisch nicht einsetzen.