Volume Automation via VST

Servus

Dass ich noch nicht solange mit Cubase unterwegs bin, erkennt Ihr an folgender Frage:

Mit welchem VST können volume Automationen erledigt werden?

Nein… Den Track volume Fader werde ich nicht automatisieren, da ich sonst Probleme beim Mixdown habe. Bei anderen DAWs z.B. Ableton existiert ein “utility” VST… so was suche ich.

Das PlugIn welches ich suche sollte

  • ein von Cubase mitgeliefertes VST sein, welches möglichst keine Ressourcen frisst.


  • einen automatisierteren Gain haben, welcher von 0dB - -unendlich dB geht.

Danke für den Input

such dir einfach ein Stock Plug-In, welches einen entsprechenden Gain bietet, zB. den “Mix6to2” oä.

alternativ gibt’s VCA Fader, die sich für solche Anwendungen eignen.

Danke für den Feedback

Ich entnehme Deiner antwort, dass es in Cubase immer noch kein solches Plugin gibt. 3rd Party Plugins habe ich natürlich gefunden, z.B. Kilohearts - Gain welches gratis angeboten wird.

Das mit dem VCA Fader wäre theoretisch eine Lösung, aber irgendwie erscheint mir dies etwas Overkill zu sein.

Trotzdem… Danke!

Ja stimmt so ein mitgeliefertes Faderplugin wäre nicht schlecht, ich mache es auch immer so, dass ich den Volume Fader selbst niemals automatisiere sondern immer nur ein Insert-Plugin. Erspart viele Probleme.
ich benutze für diese Anwendung MUtility von Melda, ist sogar kostenlos. Das coole an diesen Plugin ist, dass es sowohl einen Volume Fader (-xxdB bis 0dB) als auch ein Gain-Regel (-xxdB bis +xxdB) hat. Außerdem noch ein paar andere nützliche Sachen, Panning z.B. auch. Es ist aber in Modulen angeordnet, es wird also nur Rechen- Zeit verbraucht für die Module die du auch aktiviert hast.

Wo genau müsste man bei Steinberg diesen Feature-Request platzieren? Ein solches PlugIn bereit zu stellen ist ja wirklich nicht kompliziert.

Übrigens Danke für Deinen Input… ich dachte schon, dass die Cubase-Benutzer komplett anders ticken. Das MUtility ist ein guter Hinweis! Ich denke zwar, dass Steinberg ein Utility zur Verfügung stellen sollte, aber wenigstens gibt es gratis Plugins welche das Problem lösen.

Link zu 3rd Party Plugins:
https://www.meldaproduction.com/MUtility
https://kilohearts.com/products/gain

Der Studio EQ hat cleanen Gain.

Gain aus dem Pre-Rack wäre auch möglich, ist allerdings dann logischerweise pre-Plugins und nicht immer, was man will.

Mir erklärt sich nicht so ganz, wieso das nicht über Faderautomation funktionieren sollte. Hätten alle user damit Probleme, wäre das Forum hier voll damit. Es entspricht auch nicht der Logik, Cubase mit einem weiteren plugin aufzublasen, mit dem eine bestehende Funktion nur kopiert wird.

Den Track volume Fader werde ich nicht automatisieren, da ich sonst Probleme beim Mixdown habe

da stellt sich mir die Frage warum nicht, denn genau dafür ist die Fader Automation da :astonished:

Es entspricht auch nicht der Logik, Cubase mit einem weiteren plugin aufzublasen

Seh ich genauso
oder Du erkärst uns warum Du das entgegen der allgemeinen Sinnhaftigkeit tun willst :unamused:

Servus rescue21, JD-HUNTER

Haha… das ist ja schon fast überheblich. Nun… ihr seit vermutlich einfach nur massiv besser als ich. Darum habt Ihr offensichtlich beim Mixdown - also nach dem Ihr ein Projekt mit Sounddesign, Komponieren und Arrangieren erstellt habt - keine Probleme.

Bei mir stellt sich nach besagten Schritten immer und ohne Ausnahme das Problem, dass die Snares 2dB zu laut, die Stimmen zu leise und überhaupt jede Spur etwas in’s Gleichgewicht gebracht werden muss. Dafür verwende ich die Fader des entsprechenden Tracks. Wenn diese Fader automatisiert sind, muss die Automation entsprechend verschoben werden, was ich als extrem mühsam bezeichne, denn es muss Zackig gehen und während dem Abspielen.

Aus diesem Grund haben diverse andere DAWs ein Utility-Plugin welches erlaubt Volume-Automation vorzunehmen um die Fader für den Mixdown frei zu lassen. Das ist in meinen Augen super praktisch, da ich eine Volume-Automation einmal zeichne, aber x-mal am Fader rum schraube bis ich happy bin.

Sofern Cubase nicht die Möglichkeit bietet die Automation mit dem Fader relativ (mit) zu bewegen, fehlt mir ein solches Plugin. Mit dem von mir beschriebenen Szenario ist ein Gain-Utility ein sinnvolles PlugIn und hat nichts mit “Cubase mit weiteren Plugins aufzublasen” zu tun.

Kennt Ihr dieses Problem tatsächlich nicht? Immer alles tiptop abgemischt? Gibt es einen Trick den ich nicht kenne? Habt Ihr einen anderen Workflow? Gebt Ihr die Projekte einem Mix-/Mastering-Engineer ab?

Ich hoffe, dass ich mein Anliegen nun gut genug beschrieben habe um “entgegen der allgemeinen Sinnhaftigkeit” zu bestehen und auch dass mir jemand eine Möglichkeit beschreibt, welche schnell, übersichtlich und bequem in den bestehenden Workflow integriert werden kann ohne ein zusätzliches Plugin.

Nein ganz im Ernst… bitte helft mir das obige Problem zu lösen, welches die Cubase-Community nicht kennt, aber offensichtlich bei Ableton, Bitwig, StudioOne etc. mit einem Utility Plugin gelöst werden musste.

das sollte nicht überheblich sein, damit wollte ich genau das rauskitzeln was Du jetzt geantwortet hast :sunglasses:

und überhaupt jede Spur etwas in’s Gleichgewicht gebracht werden muss

sowas mache ich und auch andere mit Limiter und Compressor
und um in einer Snare Spur einzelne Schläge zu bändigen könnte man die einzelnen Schläge freistellen und direkt im Arrangement Fenster runterregeln.

Hi

Ja dass “Problem” kenn ich. Wenn ich Spuren habe mit vielen Volume Automationen, mache ich für jede einzelne
Spur noch ein Gruppenspur. Da geht dann zwar nur eine Spur rein, dafür kann ich beim Abmischen die ganze Original-
spur, mit den ganzen Automationen leiser oder lauter mache ohne die ganze Zeit an den Automationen rumfummeln
zu müssen. Ich mache die Originalspur (die Automationen) einfach so laut wie möglich und regle dann mit dem
Gruppenspur Volumefader die Sache im ganzen wieder runter. Einfach so das ich etwas Luft nach oben habe, falls
ich beim abmischen wieder lauter machen muss. Dafür extra ein Volume VST zu nutzen, ist mir gar nie in den Sinn
gekommen. Beim abmischen hab ich gerne alles auf dem Mixer sichtbar. Zur besseren Übersicht, platzier ich die
Gruppenspur direkt unter die Originalspur. Ist vielleicht in einigen Augen etwas umständlich, für mich stimmts aber.

Grüsse

Und was ist jetzt der Unterschied, ob du an dem Plugin eine Volume Automation fährst, oder direkt am Cubase Fader? Zumal es doch genau so mühsam ist, am Plugin eine bestehende Automation zu ändern, wie am Cubase Fader

das heisst, Du fährst dann einmal im Plugin eine Automation, und das einzige, was Du daran ändern musst, ist ein Offset über deinen ganzen song?

Cubase bietet die Möglichkeit, Offsets auf eine bereits bestehende Automation zu schreiben.

Das funktioniert ja aber auch nur, so lange Du keine Postfader inserts oder sends in / aus den Originalspuren benutzt.

HI,

du weißt schon, dass du die Automationskuve als Ganzes erhöhen/reduzieren kannst?

Gruß Ruby

Also für mich ist es vom Workflow so einfach viel unkomplizierter, mal ein konkretes Beispiel:
Ich habe eine Spur mit Strings, da habe ich eben dieses zusätzliche Plugin als letzten Insert drin und damit automatisiere ich z.B. dass die Strings an bestimmten Stellen in der Lautstärke anschwellen.
Jetzt höre ich meinen Mix zwei Tage später auf einem anderen System und denke mir, die Strings müssten 1dB leiser sein.

  • natürlich könnte ich jetzt die Automation auswählen und sie 1dB runter schieben, ich finde es aber praktischer jetzt einfach den Volumefader 1dB runter zu nehmen. Ist wie gesagt nur ein Workflow-Unterschied. Bei meiner Methode bleiben die Volumefader eben immer un-automatisiert, so dass ich meinen Mix jederzeit relativ zueinander ändern kann.
    Wenn man jetzt noch bedenkt, dass ich ja nicht nur die eine Strings-Spur habe sondern vielleicht 50-70 Spuren… soll ich dann bei jeder in die Automationkurve gehen und daran rumeditieren… Nee, lieber schnell den Fader anfassen und da nachjustieren!

Das braucht es auch mit Standard Volume Automation nicht, abgesehen davon lassen sich damit auch ganz einfach nur bestimmte Bereiche editieren - was bei einem nicht automatisierten Fader wiederum nicht geht, allerdings bei euch ja anscheinend aber auch nicht nötig ist. Und wie Du schon schriebst: jedem das Seine.

Hallo zusammen

@Codex
Du hast mich zu 100% verstanden! Ich bin also nicht alleine :slight_smile:

@alle
Ich denke ich hab’s begriffen. Es ist mein Workflow. Ich habe mich auch per Youtube etwas schlau gemacht und offensichtlich ist es normal Audio-Clips zu erstellen und diese dann mit einem Fade-In/-out zu bestücken. Dann braucht es keine Gain-Automation, da es im Clip erledigt wird. Alternativ und so von H.L. beschrieben werden u.a. VCA-Tracks für Automationen verwendet.

Als Schlussfolgerung werde ich - was Gain-Automation angeht - meinen Workflow überprüfen. Das Problem ist ohne zusätzliches Plugin lösbar. Allerdings ist die Verwendung eines Gain-Plugin - so wie von codex beschrieben - schnell, einfach und übersichtlich. Das dürft Ihr alle gerne ausprobieren.

An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich für Euren Input.

Cheers
-Marc

Alles was “im clip erledigt wird” passiert vor den Inserts, und ist somit nicht das selbe, wie die Volume (Fader) Automation, sobald rgendwelche Threshold-abhängigen Plugins im Spiel sind.

Hi

@Ruby
Ja, dass weiss ich und bin auch froh darüber dass man das kann. Beim finalen Abmischen, ist es für mich
einfach zu umständlich, die Automation komplett auszuwählen um zu senken oder anzuheben. Wenn ich
einen Fader beim Mixer habe, geht das einfacher und schneller.

@svennilenni
Die Insert Effekte von der Originalspur, werden dann einfach in die Gruppenspur kopiert. Von der Original-
spur, kommt dann nur noch das reine Automatisierte Audiosignal, der Rest wird dann in der Gruppenspur
erledigt.
Für mich klappt das so…es darf, oder sollte aber jeder so machen können wie er möchte

Grüsse

Genau genommen ändert das aber unter Umständen den Mix - nur mal der Vollständigkeit halber erwähnt.

Ja klar, aber wenn Du via Render einen Audio-Clip erstellst, dann kann man ja wählen ob die Track-Inserts eingerechnet werden sollen oder nicht. Somit wäre Deine Anmerkung lösbar.

Mein Problem ist einfach, dass ich mich nicht entscheiden kann oder will. Etwas zu Rendern hat so einen definitiven Charakter… aber das ist mein Problem und da muss ich durch. Es hat natürlich auch viele Vorteile wenn mit Audio-Clips gearbeitet wird. U.a. das neue “Offline-Processing” Feature welches die Plugins/Processe gleich in den Clip einrechnet.