Vorgehen um eine Rhythmus-Gitarrenspur in Time zu bringen

Freundliches Hey an euch,

Ich bin unsicher welchen Weg ich nehmen sollte.
Wie macht ihr das?
Hitpoints, Audio-Warp, mit oder ohne Quantisierung einspielen?
Es scheint viele Möglichkeiten zu geben und das macht es für mich erstmal unklar zumal die Optionen der Module recht umfangreich sind.

Freue mich über Hinweise

Herzlichen Dank
René

Hi Rene,
wenn es eine Spur über viele Takte ist, würde ich kleinschrittig vorgehen:

  1. die Spur an jedem Takt schneiden, zunächst ohne Rücksicht auf das Projekt-Tempo.
  2. die so entstandenen Audio-Fragmente mit dem Stretch-Werkzeug auf die Takte des Projekts anpassen.
  3. Mit Warp dann im Editor feinbearbeiten…aber Vorsicht, kann meiner Erfahrung nach gerade bei Gitarren-Akkorden zu unschönen Artefakten führen.
    Gruß
    Guy

Audio Warp (verschiedene Algorithmen ausprobieren - kann auch leicht mal cheesy klingen) oder einfach die gute alte Schere > sliden > Crossfade.

Beim Warpen würde ich gar nicht mal so kleinteilig werden. Hintenraus am Event kann’s dann schon mal eng werden. Außerdem ist da hohe Aufmerksamkeit vonnöten - die Warp-Algos machen auch in Cubase 8 nicht immer das, was sie anzeigen…

Die solideste Methode wäre groovy einspielen, als Nr. 2 kommt bei mir eigentlich gleich die Schere. Wenn sich bei lange klingenden Akkorden über die Crossfadelänge Phasenprobleme ergeben hilft meist minimales sliden/verschieben. Am besten lässt sich das in meiner Welt mit dem Kopfhörer kontrollieren - außer es is eh nur Krach, wo’s eigentlich auch schon wieder wurscht is :laughing:

Gitarren-Editing ist mit das fieseste… :wink: Warp kann funktionieren, muss aber nicht. Kann gut klingen, muss aber nicht. :wink:
Ich nehm meist lieber mehrere Takes auf, nehm dann halt das Beste und schneide oft per Hand, dann einfach den geschnittenen Wave-Inhalt mit Str+Alt verschieben. (die Schnitte des Events bleiben bestehen, taktgenau)

Da gebe ich centralmusic doch mal absolut recht…denn sich auf Audio Warp zu verlassen ist “zweifelhaft” um wirklich geniale Ergebnisse zu erzielen. Ich habe mich auch schon mal mit einer Aufnahme beschäftigen dürfen die sogar nur von einem Dilettanten an der Klampfe eingespielt wurde, nämlich mir… :wink:
Am Ende dann gleich mal ein paar Takes eingespielt den besten genommen, der Rest war “künstlerische Freiheit”… :wink:
Es ist zwar möglich mit “Nacharbeiten” alles perfekt hinzukommen, allerdings ist das mehrfache Einspielen die bessere, vielleicht gar schnellere Variante…

ja, am besten mehrere takes aufnehmen, bei mir sind es meist 10-20. :smiley: dann brauche ich nur noch ca. 5-10 schnitte machen… oder eben weniger takes und zusammen schippeln. am ehesten haben sich harte schnitte und cross fading bewährt. dieses audio warp ist gerade bei akustikgitarre fies und kann die aufname kaput machen. was schon mit audio warp funktioniert… di-spur einer e-gitarre warpen und danach durch durch verzerrer und amp schicken. wobei es hier auch auf den verzerrungsgrad ankommt. ansonsten gilt, je mehr man übt, umso weniger takes und schnitte braucht man. :wink:

Definitv besser als die Mic-Tracks zu warpen, aber auch da verliert sich der Biss, v.a. in den Attacks. Wird halt alles bissl wie Gummi - kein Wunder, Warpen = Gummi-Audio :laughing: