Was ist hier los mit Cubase 12 ? Proffesionelles Arbeiten z.Zeit nicht möglich!

Kurze Ankündigung: Ich hab keine Lust heute alles aufzuzählen was hier schief läuft - und das mitten im Recording Prozess. Meine Kundschaft verdreht schon die Augen. Morgen werde ich mal analytisch beschreiben - es wird viel werden. Komischerweise ließt man nur im englisch sprachigem Forum von Performance-Problemen unter C12 im Vergleich zu C11 - aber ganz ehrlich, bin richtig angepisst für heute. Nur ein Beispiel: Gitarrist spielt seinen Part im Loop-Modus mehrfach ein (Unterspuren) ab Take 4 oder 5 plötzlich Sampleversatz um 1/16 obwohl der Part-Anfang genau wie die vorherigen Takes Auf Takt 0 beginnt. Oder beim duplizieren eines Ordners mit vier Audio Spuren gibt es plötzlich zwei Duplikate, oder geladene Insert-Plugins lassen sich nicht mehr öffnen (auch Steinberg Plus wie z.B. Magneto II) Muten oder aus dem Slot entladen.
Das wird mich echt viel Zeit kosten alles mal emotionslos zusammen zu schreiben - aber im Augenblick seh ich hier kein Land.
Ach und toll, ich darf hier im deutschen Forum nicht mal den Cubase 12 “Tag” verwenden! Sagt mal, gehts eigentlich noch???

Constrain Delay Compensation (Verzögerunsausgleich einschränken) ausschalten… hilft vielleicht…

Hi, Danke für die Antwort - aber “Verzögerungsausgleich einschränken” ist bei mir nie aktiviert. Arbeite beim Live-Recording auf 24 Kanälen mit 48kHz, 32Bit, Buffersize 64 od. 128 mit 3,0ms Eingangs- und 3,3ms Ausgangslatenz. (Firewire Focusrite 56 Liquid + 2 x Focusrite Octopre via Optical IO’s synchronisiert über Wordclock-Verteiler Mutec MC-7). Latenz ist hier nie ein Problem.
Beim Editieren und Plugin-Intensiven Mischen stell ich die Buffer-Size auf 256, 512 oder höher.

Achso, weil’s ja immer so Wichtig ist :wink: DAW ist ein Asus X99 mit i7 5939K, 32GB, Systemdrive 500GB M2 960 Pro SSD, zwei 1TB SSD EVO 850 Pro für Virtuelle Instrumente + Bibliotheken, für Audio Recordings benutze ich austauschbare 2TB Standard Drives.

Irgendwie treten seit C12 Performance-Probleme in Sachen Hyperthreading auf. Das scheint bei Windows und Apple User gleichermaßen aufzutreten. Aber so unnachvollziehbar wie im Moment hatte ich das in den letzten 10 Jahren als eingefleischter Cubase-Nutzer und auch Fan noch nie.

Erst einmal: entschuldige bitte die Probleme! Wir werden aller Voraussicht nach noch diese Woche das erste Maintenance-Update für Cubase 12 veröffentlichen, das auch Performance-Aspekte berücksichtigt und dir hoffentlich helfen wird. Wenn nicht, müsste man da genauer einsteigen.

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Nachtrag, habe gerade über einen Kollegen erfahren, (Kein Audiophiler) - es gibt seit einem Windows Update wohl Probleme die eine Höchstleistung aller Kerne verhindern. Ich werde das auch mal mit Prime testen.

Vielen Dank für Deine Nachricht - ich gehöre eigentlich zu den 98% Usern die sehr gut mit Cubase arbeiten können und sich daher selten im Forum blicken lassen.

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Ich verdiene mein Geld nicht mit Cubase, würde es mir aber nie antun, während eines wichtigen Projekt einen Releasewechsel durchzuführen. Da verdrehen Deine Kunden offen gesagt zu Recht die Augen…Aktuell gibt es bei mir auch noch Performance Probleme mit C12. Daher wechsele ich für Aufnahmen einfach zu C11. Bei mir vertragen sich C11 und C12 problemlos auf den selben Rechnern und ich mixe dann in C12 um die neuen Features zu nutzen. Ich kann Problemlos im selben Projekt zwischen den Cubase Versionen wechseln

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Danke Jazztom für Deine Antwort. Aber wer sagt dass ich mitten im Projekt einen Release-Wechsel gemacht habe?
Mit der Band hatte ich ein Projekt in C11 abgeschlossen und das neue Projekt auf C12 gestartet.
Dabei hat sich an meiner jahrelang entwickelten und ausgereiften Studio-IO Konfiguration nichts verändert. Ich habe C12 sauber neu installiert - ohne Übernahme von C11 Einstellungen (Alte Voreinstellungsordner von C11 komplett vom Systemlaufwerk entfernt). Ich lege meine Präferenzen bei jedem Release-Wechsel generell neu an - aus Erfahrung, weil auch das “verstecken” oder die Übernahme aus Vorgängerversionen bei Cubase bei mir noch nie fehlerfrei funktioniert haben. Doch selbst beim vorherigen löschen des alten Voreinstellungs-Ordners sieht Cubase dass bereits eine ältere Version installiert war, es ist also gar nicht so einfach Cubase komplett sauber neu zu installieren - außer man setzt sein komplettes System neu auf.
Außerdem kann ich bei der Art wie ich aufnehme und produziere immer zwischen älteren und neueren Cubase-Version wechseln wenn ich das möchte - will ich aber nicht. Ich zahl gerne die jährlichen Upgrades um in den Genuss der Weiterentwicklungen zu kommen.
PS: Ach und Geld verdiene ich damit auch nicht wirklich (das kriegen nur die Programm-Verkäufer und Plugin-Hersteller :wink: ) Wenn ich das hauptberuflich machen würde, würde ich einen Mitarbeiter einstellen der sich um technische Probleme kümmert - dann hätte ich endlich mehr Zeit mich um die Kunst zu kümmern - leider gehen 30% der Zeit für’s “unbezahlte Beta-testing” drauf. Aber das war die letzten 10 - 20 Jahre schon so und ist leider schlimmer geworden. Ich seh’s als notwendige Herausforderung…

meine Formulierung “mitten im Projekt” war wohl etwas ungenau und missverständlich. Was ich sagen will ist: ich halte es für keine gute Idee, ein neues Release des wichtigsten Produktionsmittel in einem Studio (DAW) in einem kommerziellen Projekt mit Kunden auszuprobieren. Ich halte es für klüger, erstmal mit dem neuen Release in einem “Sandbox Szenario” zu experimentieren, bevor man es auf Kunden loslässt. Viele argumentieren, dass von einer Firma wie Steinberg zu erwarten wäre, dass sie ein neues Release erst sehr weitgehend austestet, bevor sie es ihren Kunden verkauft. Da ist sicher was dran. Die Erfahrung zeigt aber, dass diese Erwartung nicht erfüllt wird. Und: als Kunde eines Tonstudios würde ich die analoge Erwartung an den Studiobetreiber richten: dass er nur Produktionsmittel einsetzt, die er vorher getestet hat. Deshalb meine ich, dass Deine Kunden mit dem selben Recht die Augen über Dich verdrehen, wie Du Dich über Steinberg ärgerst.

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Dem kann ich nicht widersprechen Thomas…
Im echt kommerziellen Fall bzw. Termin-Jobs würde ich das so nie praktizieren - aber wann willst Du umsteigen? Steinberg bringt im jährlichen Turnus die neuen Releases raus… Irgendwann musst Du ins Wasser springen, und die wirklichen Bugs oder Probleme treten unter Belastung bzw. komplexeren Szenarien auf.

Ich meine es ist klug, nach ein paar Wochen/Monaten umzusteigen und zumindest ein .010 oder .020 Release abzuwarten:-)

Bin zurzeit wieder zu C11 zurück, da auch ich Performanceprobleme mit C12 habe.
Für mich kein Problem, ehe ich selbst meine Zeit mit der Ursachenforschung verschwende, warte ich gern auf ein Update.
Was aber mit den Kunden, die neu (oder zurück von anderen DAWs) zu Cubase 12 gekommen sind? Die können nicht mal eben eine stabilere Vorversion starten.

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Danke für Deinen Beitrag P.A.T. Werde mal das angekündigte Wartungsupdate abwarten - wenn’s dann nicht besser wird geht’s auch erstmal mit C11 weiter, leider…

Hallo @P.A.T,

seit heute die Cubase Pro 12 Trial (aktueller Update-Stand von Win 10) installiert, und schon beim Laden des ersten Demo-Projektes (Austin Hull) hatte ich Folgendes:

die “UNMIXED”-Version lief sofort wie Butter. Aber die “MIXED”-Version des an sich schönen und in der Tiefe ausgearbeiteten Demo-Projektes von Austin Hull (in 44,1 KHz, 24 bit) war auf meiner (zugegebenermassen alten ) HP z400 “out of the box” erstmal unabspielbar. Bislang keine ähnlichen Schwierigkeiten in CP11 bei ähnlich vielen Kanälen und Inserts. Jedoch hier in CP12 immer wieder tonlose Wartezeiten nach dem Start (von egal welcher Zeigerposition aus), Abbrüche, Samplingartefakte, Timing-Fehler, Stottern, Knirschen, Knacksen. Dieses Demo-Projekt funktioniert momentan bei mir überhaupt nur mit einem Buffer von 2048 (Steinberg UR824), Bearbeitungsgenauigkeit runter auf 32 bit float, Audiopriorität “Boost”, Modus für optimierte Audioleistung ON, Vorabladen “4 Sekunden”, und ASIO Guard auf “Mittel”. Trotzdem ist der rote Warnbalken im Performance-Meter immer wieder “zufällig” an. Reale CPU-Auslastung ist m.E. viel zu hoch (durchgängig bei über 75% für alle 8 Cores). Auch die etwas ältere Radeon R7 370 am Desktop ist wohl mit den ganzen 2D-Effekten im Mixer-Rack ausgelastet, bei dem genannten Demo-Projekt sind so viele Inserts und Kanalzug-Einstellungen usw. aktiv, dass während des Demo-Abspielens beim Rumklicken im Mixer-Rack dessen Rubriken nicht schnell genug nachgeladen werden konnten (stark verzögerter Refresh insbesondere beim Channel Strip).

Das andere Demo-Projekt von Mendel Bij De Leij (ebenfalls 44,1 KHz, 24 bit) hingegen geht trotz vieler Spuren und Channel-Strip-Einstellungen viel sparsamer mit den Inserts um. Es läuft auf meiner “betagten” Konfiguration wie Butter (ausserdem spielt Mendel eine tolle Gitarre!). * mjam * Selbst bei dem von mir normalerweise verwendeten Buffer von 96, und nach der Rückkehr zu 64 bit float (mitsamt Neustart) keinerlei Probleme wie in dem offensichtlich sehr viel rechenintensiver angelegten Demo-Projekt von Austin Hull.

Jedenfalls sind m.E. die beiden Cubase-12-Demo-Projekte grundehrlich. Sie testen auf jeweils legitime Weise Performance-Grenzen und Freiräume von Cubase 12 aus (Austin Hull), oder wie man die Performance-Limits trotz Komplexität möglichst gar nicht erst erreicht (Mendel Bij De Leij).

Ich denke, ich teste erstmal weiter.

Mein vorsichtiges Fazit:
Cubase Pro 12 fühlt sich eigentlich schon sehr gut an. Aber es scheint sehr stark darauf anzukommen, wie effizient man ein Projekt anlegt, und wie gut man jeweils die Insert-Plugins als mögliche CPU-Auslastungs-Fallen vermeiden bzw. zusammenfassen kann. Wer kanalmässig “holzt” und viele redundante Plugins verwendet, könnte möglicherweise bis zur merklichen Optimierung “von-Alles-was-drin-ist” durch Steinberg immer wieder den selben Ärger mit einem solchen Projekt erleben.

Beste Grüsse in die Runde,
Markus

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Hi Markus, auf Grund Deines Beitrags hebe ich gleich mal dem Demosong (Mixed-Version) geladen.
Ich hatte das C12-Update schon mittags geladen und bin seitdem wieder zurück zu C12 :slight_smile:

Obwohl ich auch eine alte, fast 10 Jahre alte Win10-Kiste habe, läuft der Song bei mir absolut rund.
Sieht über den gesamten Songverlauf ungefähr so aus:

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Hi Andreas / @P.A.T,

danke dir: das sieht doch sehr brauchbar aus.
Das ist auch die Demo von Austin Hull, nicht?
Welches Gerät und Interface mit welcher Buffer-Grösse hast du denn da in Verwendung?

Auf meinem 2013er ThinkPad mit kleiner Tascam-Karte (hat von Haus aus sehr geringe Latenz) läuft die Demo zunächst etwas runder als am alten PC (2009!), aber die CPU hat anscheinend auch richtig zu ackern. Die Graka ist eine Intel HD 4000 Series. Selbst mit ASIO Buffer ab 512 (sonst 64 oder 128 Frames) und ASIO Guard auf “Hoch” schaukelt sich die CPU-Last nebst ASIO Guard Meter innerhalb von zwei bis drei Takten hoch, und es kommt zw. Takten 25 und 27 in dieser Demo regelmässig zu ärgerlichen Fast-Abbrüchen, und dann um Takt 30 herum zu einem vollständigen Abbruch. Da hat der gute Mr. Hull wohl eine Art von Performance-Sollbruchstelle eingebaut. Macht mir so jedenfalls keinen Spass, Cubase Pro 12 derart in die Knie gehen zu sehen. Wenn ich nur genau wüsste, woran es vor allem liegt (vielleicht eines oder mehrere der Steinberg-Plugins in den Inserts? Denn externe Plugins werden ja nicht verwendet).

Again: das mit ca. 1,5 GB grosse Demo-Projekt von Mendel Bij De Leij ist auf dem T530 viel genügsamer, nur wenn er auf der Gitarre soliert, kommt es im Audio Performance Meter gelegentlich zu gesteigerten Peaks (drittes Meter, von oben her gerechnet) zwischen Takten 56 bis 68, aber nie bis zum Anschlag. Selbst mit ASIO Buffer von nur 32 Frames (Tascam US-2x2HR) und ASIO Guard auf “Mittel” keinerlei Knackser oder Abbrüche. Hmmm…

Ich werde in nächster Zeit mal selbst was entwerfen, das vielleicht ein Bissel mehr an die Grenzen geht.

Grüsse,
Markus

Ja, das war die Mixing- Version der Demo, die Du ebenfalls verwendet hast.
Ich habe immer noch meinen DA-X PC aus 2012, der im Laufe der Jahre mehrere SSDs hinzubekommen hat, und ich nutze auchnur die Onboard- Grafik. Win10 21H1.
Seit gestern läuft C12 wieder wie geschmiert.
Audiointerface ist ein UR28M, auch das macht keine Zicken,
Bei Mixing Sessions stelle ich die Buffersize meist auf 512 ein, damit kann ich flüssig arbeiten.

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Auch bei mir läuft das Projekt problemlos, solange ich die Gruppenspuren (blauer Fader) nicht auf Solo stelle.
Mit Ausnahme der Vocal-Gruppenspur führen alle Instrumenten-Gruppenspuren, auf Solo geschaltet, innerhalb von 15 Sekunden zum Chaos. Die Auslastungsanzeige spinnt in mehreren Balken und das Projekt steht. Un-Solo lässt alles normal weiter laufen.
Kann das jemand nachvollziehen?

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Tatsächlich! Bei mir das Gleiche! :flushed:
Nach dem Un-Solo ordnet sich alles wieder

Was mich bei meinen eigenen Projekten wundert, dass die ASIO-Auslastung am Anfang (mit noch wenig aktiven VSTis und Effekten) schon vergleichsweise hoch ist. Wenn dann nach und nach weitere Spuren ins Spiel kommen, steigt die Auslastung aber kaum merklich

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