xp vs. win7

Liebe Gemeinde,
Lange habe ich mit cubase 5 auf einer XP Maschine gearbeitet. (MSI k9 neo V3, AMD X2 6000+, 4GB Arbeitsspeicher, nvidia 7300 256 mb) Das Bios und das XP waren für ne Audiomaschine optimiert, also sinnlose Dienste aus, Optischer Blödsinn weg, Leistung für Hintergrunddienste optimiert, etc. Rannte wie Sau, die Kiste. Nun habe ich mir mal das Update auf 7.5 gegönnt, was zur Folge hatte, dass ich auf Win7 wechseln musste. Auch das Win7 wurde von mir für Audioanwendungen optimiert. Um mal einen direkten Vergleich zu haben, habe ich auch Cubase 5 mitinstalliert und eines meiner alten Projekte geöffnet, welches ziemlich grenzwertig war, aber unter XP trotzdem noch sauber und ruckelfrei abgespielt wurde (viele Plugs und Spuren und ne menge hungriger VST Instrumente, vor allem nexus und Halion). Auf der Win7 Installation war an ein sauberes Abspielen gar nicht zu denken, Die Leistungsanzeige ständig im roten und das Audio ruckelt wie verrückt. Mit 7.5 wars natürlich noch schlimmer (Ja, auch die Latenz des Audiotreibers ist schon auf max). Resümee: Gleiche Hardware, Gleiches Cubase, anderes Betriebssystem und nix geht mehr??? Wasn Sch… ich will mein XP zurück. Das Softwareupdate hat schon genug gekostet, muß ich jetzt wegen des beschissenen Win7 auch noch ein Hardwareupdate machen? Ich hab auch keine Lust, alle Spuren immer “einzufrieren”, um Leistung zu sparen, dass macht das Bearbeiten nicht komfortabel. Wie sind eure Erfahrungen? Oder hat einer noch nen heißen Tip für mich? (ausser"kauf dir nen neuen Rechner")
Viele Grüße Harry

Sehr schwer! Denn genau da liegt der Hund begraben.
Win7 ist leistungshungriger als XP. Das gleiche gilt in bestimmtem Maße auch für C7.5 gegenüber einer Version 5.
Dafür sind bei entsprechender Hardware nun mehr Dinge möglich.
Solltest du unter Win7 64bit arbeiten und dein C7.5 auch - ist der Leistungswegfall ebenfalls nachvollziebar.
Allgemein benötigt der Rechner bei älterer Hardware unter 64bit mehr Leistung.
Bei moderner Hardware ist es genau andersrum.
Es gibt bei Geräte/VST Audiosystem noch paar Einstellung für Audio und CPU.
Vielleicht solltest du da nochmal schauen, ob alles für deinen Rechner richtig abgestimmt ist.
Ganz oben natürlich der richtige Asio-Treiber.
Die Audioprio kannst du auf Boost stellen falls du vermehrt mit Audiospuren arbeitest und weniger mit VST-Instruementen.
Wenn es sich ungefähr die Waage hält oder sogar mehr Instrumente sind dann auf “normal” belassen.
Da du einen 2Kerner hast sollte auch unbedingt Multiprozessmodus angehakt sein.
Asio-Guard könnte evtl. helfen - allerdings gilt das nicht für Realtime-Effekte und auch nur für Plugins, deren Bithöhe auch für dein System optimal sind - sprich 32bit in einer 32bit Umgebung oder 64bit in einer 64bit Umgebung.
Du kannst Cubase den “Auftrag” geben dein Windows System für Cubase zu optimieren indem du “Modus für optimierte Leistung von Steinberg” anhakst.
Das Vorab-Laden von Audiofiles könnte auch helfen.
Allerdings kann sich das negativ oder auch positiv auswirken.
Wenn zu viel Vorgeladen wird könnte das System ebenso einbrechen wie als wenn gar nix vorgeladen wird.
Da muss man ein wenig mit rumspielen und testen.
Du kannst ebenso versuchen mal die Videorenderer im Task-Manager abzuschalten - evtl. machen die auch Probleme, wenn die Leistungsgrenze erreicht wird. (videodecode.exe, videooutput.exe und videopreload.exe)
Dann könntest du noch versuchen das Pre-Recording für Audio und Midi einzuschränken.
Dazu in die Einstellungen gehen und bei Aufnahme für Audio den Werte für Pre-Record und bei Midi den Wert für Puffergröße verringern oder ganz ausschalten.
Bei VST/Plugins kannst du noch versuchen mit der Einstellung “VST3-PlugIn Verarbeitung aussetzen…” alle VST3 Plugs zu entlasten.
Evtl. noch das Windows Scheme auf klassisch damit keine Schatten usw. gezeichnet werden.
Aber du hattest ja bereits geschrieben, dass du Windows in der Hinsicht schon optimiert hast.
Ergo hast du sicherlich auch an das Energiemanagement von Windows gedacht, was immer auf maximale Leistung stehen sollte.
Mehr fällt mir im Moment nicht ein, was du tun könntest.
Vielleicht war ja was dabei. :slight_smile:
Ansonsten musst du wohl oder übel deinen Hass-Tipp Nummer 1 beherzigen. :wink:

Ein Punkt noch: 4GB sind für Win 7 die absolute Untergrenze, gerade wenn man noch Cubase mit entsprechenden Projekten betraut. Ob das so ist, schau Dir im Task MAnager den RAM Verlauf an.
Aufstocken auf 8 GB sollte Dir aber Luft verschaffen.

Moin Moin,

leider gibt es hier 2 Probleme am System die eigentlich nur durch ein Hardware-Upgrade behoben werden können:

Der CPU ist extrem schwach, das war er auch schon im Jahre 2008:

http://www.cpubenchmark.net/cpu.php?cpu=AMD+Athlon+64+X2+Dual+Core+6000%2B

Das Mainboard demzufolge ebenfalls, bzw. der Chipsatz.

Der RAM ist hier in meinen Augen nicht das größte Problem.
Aus diesem Grunde würde ich hier definitiv nicht das Geld zum Fenster rausschmeissen und den RAM aufstocken.
Das Geld sollte lieber in neues Mainboard, CPU (Intel!!!) etc. pp gesteckt werden.

Marcus

Vielen dank für die schnellen Antworten. Die meisten Tips von Daniel hatte ich schon ausprobiert, ein paar kleinigkeiten davon noch nicht, aber ich fürchte, die holen es auch nicht raus. Am Ram liegts nicht, im Moment sind 5 gb drin und wenn ich mein Test Monster lade und abspiele, sind immer noch über 2 gb frei. Ich habs ja eingesehen, board und cpu neu. Um jetzt nicht gleich wieder hunderte zu investieren: meint ihr, mit nem i5 vierkerner kann man arbeiten? Solche board-bundles gibts schon günstiger.
Gruß harry

Es gibt eine Website passmark.com. Die benutze ich als Orientierung. Mancher i5 ist schneller als ein i7
http://www.passmark.com/cpubenchmark/cpu_list.php

Ich persönlich würde unter einem i7 nichts mehr kaufen.
Aber da kann man sich auch vertun, siehe die einzelnen Modelle des i7
auf passmark. Auch die Geschwindigkeit des RAM ist wichtig.
Im großen und ganzen die ganze Kombination der Komponenten.
Schau mal bei Steinberg nach.

Es gibt Firmen die haben sich auf audio Rechner spezialisiert. X-Maschine und x-audio. Z.B.
Auch mal googlen. Begriffe wie audio, Rechner, optimiert, daw Bench, konfigurieren. Etc.

Meine Hardware Schaft es das Demo Project Teleporter nach dem ersten durchlauf mit 32 Samples
Buffersize ohne Aussetzer abzuspielen. Systemlast ca. 70%

Stimme da in einigen sachen zu. Der i7 zb. der 4770K ist ideal für ne DAW…reichlich Leistung, gutes Preisleistungsverhältnis, aber das genialste ist das er ne gute Grafikeinheit im Chip hat…das richtige Board vorausgesetzt und er zaubert ohne zusätzliche Grafikkarte und somit auch ohne Grafikkartenlüfter Top Grafik auf 3 Monitoren gleichzeitig.
Hier laufen 5 Rechner mit dem Prozessor. Jeweils mit nur 2 Lüftern…einer vom Netzteil (120mm) und einer für die CPU(120mm). Alles bleibt unter 50 Grad bei 4200MHZ (leichtes übertakten).

Das wäre so meine Empfehlung!

LG
HBB

Ok, Botschaft ist angekommen. Vielen dank für eure Mühen und Ratschläge. Und die PassMark Seite ist echt der Hit. Alle Prozzis im direkten Vergleich. Da ich nun schon länger keine Hardware mehr aufgerüstet habe, fehlt mir in dem ganzen Prozessor-jungle ein wenig der Überblick, da hilft die Seite enorm. Dann werd ich wohl nochmal einkaufen gehen…
Ach ja, hätt da noch ne Frage. Hatte das System mit win 7 64bit aufgesetzt. Da ich nun noch diverse alte direct x Plugins nutze und das ja bei Cubase normal nicht mehr geht, hatte ich immer so eine emulierte vst to direct x Schnittstelle installiert. Hat bislang super gefunzt. Cubase 7.5 64bit wollte damit leider nicht arbeiten, also hab ich Cubase 7.5 mit 32 bit installiert und siehe da- meine dx Plugs funzten über die Schnittstelle wieder. Welchen grandiosen Vorteil hätte ich denn vom 64 bit Cubase ( auuser, dass meine alten Plugs nicht mehr gehen)?
Gruß Harry

Mehr Ram kann genutzt werden.
Ergo keine 3GB Grenze mehr.

Für alte 32bit Plugins solltest du im Ürbigen jBridge benutzen.
Damit lassen sich gefühlt 99% aller 32bit Plugins auch in 64bit Cubase nutzen.

Ah, ok. Habe diesbezüglich nochmal bei Steinberg nachgelesen. Die sagen, ein 32 bit cubase auf nem 64 bit Rechner kann bis 4 gb adressieren und nicht bis 3 gb. Meiner meinung nach doch völlig ausreicend, oder? Zitat:“Dank der in das Betriebssystem integrierten Kompatibilitätsschicht kann 32-Bit Software auf einem 64-Bit Betriebssystem genutzt werden. Alle Steinberg 32-Bit Applikationen laufen daher sowohl auf 32-Bit als auch auf 64-Bit Betriebssystemen. Der Unterschied besteht auch hier wieder in der Größe des adressierbaren Arbeitsspeichers. Eine 32-Bit Anwendung kann auf einem 64-Bit Betriebssystem bis zu 4 GB RAM nutzen (doppelt soviel wie unter einer Windows 32-Bit Version)”. Wenn ich also zb 6 gb In den Rechner reinkloppe, sollte man doch hinkommen? Mir geht es hier nicht um ein paar GB Ram, die ich kaufe oder nicht, sondern um die Tatsache, dass ich die 64 bit Cubase Installation nicht im vollen Umfang (dh. mit allen Plugs und instruments, die ich brauche) hinbekommen habe, wo hingegen die 32 bit Installation mehr oder weniger stressfrei verlief. Ich möchte alte Projekte öffnen können ohne die lästigen Fehlermeldungen, welche plugins er nicht laden bzw. finden konnte. Ausgehend von meinem Ausgangsproblem war ja bei mir lediglich der Prozzi am kotzen, von meinen 5 GB verbauten RAM waren selbst beim Abspielen meines aufwendigsten Projektes immer noch 1,5- 2 GB frei (laut Leistungsanzeige). Ich möchte halt einfach nur schnell zum Ziel kommen, damit ich weiterarbeiten kann. Tagelanges Rechnerkonfigurieren nervt und blockiert kreativität. Aber ein Cubase 7.5 update zu kaufen und es nicht nutzen zu können nervt noch mehr. Ach ja, noch mal ne Frage zu jbridge, wenn ich die webseite richtig verstehe, kann die lediglich 32bit vst plugs 64bit fähig machen, mir geht es aber auch um das einbinden alter directX plugs. Kann jbridge das auch? Vielen Dank und Gruß
Harry

Nein, jBridge unterstützt nur VST.