An alle Altemanuskriptkenner unter euch: Was bedeuten folgende Symbole.
Die ersten 3 sind vermutlich eines aus dem Generalbass (dieser springt hin und her, mal unter mal über der Notenzeile. Daher kann man nicht immer mit Sicherheit bestimmen)
Das letzte ist aus der Violinstimme im alten französischen Violinschlüssel. G-Moll. Ich hätte auf Auflöser getippt, aber mal vor der Note mal über?… Und bei f steht im Takt zuvor kein Versetzungszeichen.
Zu den Generalbass-Zeichen: Das erste sieht wie eine durchgestrichene 5 aus und ist im Zusammenhang ein Quint-, eher Quintsextakkord mit verminderter Quinte
Das durchgestrichene ♭meint einfach kleine Terz.
Ich habe vor einiger Zeit das Stabat Mater von Vivaldi transkribiert, das ja viel später entstanden ist und in der “vertrauten” Barock-Schreibweise geschrieben ist. Dort gab es sehr, sehr viele fehlende Vorzeichen in den Geigen (weniger im Continuo), aber im Zusammenhang und Stil ist es immer klar, dass der jeweilige Ton erhöht und erniedrigt werden muss. Die Musiker waren im “Kontext-lesen” viel geschulter als wir heute.