Bass Pegel entweder zu leise oder verzerrt!

Hallo Leute -

Bin Cubase - Newbie und auf die Gefahr hin, dass man mich auf die Suchfunktion verweist (hab aber nix gefunden :slight_smile: ), eine Frage zum Thema
Aufnehmen vom Bass.

Habe einen 6 String mit Karbonhals, der unten raus, alles unter G, bis zum tiefen H runter, immer lauter und brummiger wird, was dann in beim Aufnehmen entweder eine viel zu tiefe Lautstärke ergibt, oder bei genug Gain in einer Art Verzerrung endet.
Der Bass ist ein Modulus Quantum Q6 Frettless, Aktiv, aber Aktiv nicht eingeschalten. D.H. Alle Regler in der Mitte ausser Volume auf Voll.
Aufnahme mit Line-Out ins Yamaha AG 06 Mischpult, dann in Cubase Audio rein:
https://soundcloud.com/friendlyfretlesssharkbass/robs-reggae-dub-test

Aufnahme per Zoom H4 N und danach ins Cubase von jemand anders auch verzerrt
https://soundcloud.com/dan-gschwind/song-for-lisa-version-15-especially-for-todd

Was nun?

  • Equalizer hab ich schon mal rausgefunden, in den untersten 100 - 200 HZ runterschrauben.

Frage:

  • Besser den Bass DIREKT ins Mischpult, oder mit einem Mikrofon (Rode M3) den Bassamp aufnehmen und dann ins Mischpult?
  • Bringt es was die Qualität vom Sound auf 32 hochzuschreiben bei der Aufnahme? Soll Verzerrungen verhindern?

Vielen Dank fĂĽr den Fall, dass jemand per Ferndiagnose nen Tipp hat!

mit "zu tiefer " Lautstärke meinst Du einen zu geringen Aufnahmepegel, oder ??
Also ich würde bei zu grossen Dynamikunterschieden zwischen den hohen ( dünnen ) und den tiefen ( dicken ) Saiten zunächst mal mit dem Bass anfangen: Klangregelung, Pickups justieren. Auch mal mit aktiven / inaktiven Modus experimentieren.
Hat Dein Audiointerface einen High Gain / Low Gain Input oder - Schalter ?
Wenn das alles nichts hilft, dann kannst Du in den Cubase Eingangsweg einen Kompressor & Limiter einschleifen. Hilft garantiert, die Gefahr ist nur, daß man die Dynamik dabei völlig plattbügelt, wäre schade bei einem 6 Saiter Frettless…

Ja genau, die Lautstärke nach unten steigt gewaltig an, zuunterst.
Ich hatte schon Fünfsaiter, die auf der untersten Saite “abgekackt” sind, mein 5-Saiter Music Man, der nach unten immerhin gleich laut und stark ist - aber jetzt mit diesem Karbonhals - Modulus Quantum Q6 fretless steigt der Druck zuunterst enorm. Unter dem G abwärts beginnt der Raum zu dröhnen. Vor allem, wenn man den Ton fretless ins Griffbrett reibt.
Ist Live wunderbar, aber zum Aufnehmen - fĂĽr mich jedenfalls - schwierig.

Strategie für die nächsten Wochen:

  1. Bass selbst; Wie Dein Vorschlag - die ganzen Potis am Bass mal zu optimieren (da es die Firma Modulus in der Form nicht mehr gibt, wird’s schwierig, ein Handbuch zu finden oder wissen, was genau drin ist, muss ich halt rumdrehen).
  2. Vorverstärker; habe einen ULTRAGAIN PRO 2200, da muss ich mal rausfinden, wie der das Signal inkl. Low Pass etc. schön Röhrenmässig vorverstärkt (angeblich laut Internet gut für Bass geeignet)
  3. Mischpult; War gestern ein Kumpel da, wo wir am Gain meines Yamaha AG06 gewerkelt haben, und das kam schon ziemlich gut! Da muss ich wohl noch in die Betriebsanleitung reinkucken.
  4. Cubase hat, wie mir seit dem Update scheint, in den Artist - Templates schon ein bisschen MEHR vorgesorgt in der Audio Bassspur betreffend Compressor / Limiter und am Equalizer, klingt auch schon ziemlich gut.
    Auch kann ich im Spur Inspektor noch die Lautstärke etwas hochziehen, je nach Projekteinstellung 6 oder 12 DB

Sollte so hinhauen.

Frage - Du gehst mit dem Bass also gleich ins Mischpult, ohne Vorverstärker oder physischen Bassamp?

Schönen Sonntag

Ja, ich gehe mit meinem Bass direkt in’s Audio Interface, Basseinstellungen: Volume auf ca 1/2, Klangregelung Treble & Bass auf etwas unter 1/2, aber das ist reine Geschmackssache, hat auch was mit der individuellen Anschlagtechnik zu tun.
Grundsätzlich unterscheidet sich das Setup im Studio von dem Live Setup. Live brauchst Du Power, im Studio eine saubere Aufnahme, Ton für Ton.
Denk noch an die Pickup Justage - also die Pickups im unteren Bereich von den Saiten wegbewegen, d.h. in den Korpus 'reindrehen, im oberen Bereich näher an die Saiten ran !
Schneide mit dem Cubase EQ die Frequenzen unter 55 Hz rigoros ab ( Lowcut ), die Aussteuerung im Input Channel mittig setzen, einen Compressor verwende ich sehr selten, gute Dienste und Sicherheit vor Ăśbersteuern bringt der Brickwall Limiter.

Also ich hab jetzt einen Glockenklang Preamp zur Ausleihe bekommen, und gehe dann Line Out ins Mischpult.

Beim Glockenklang hab ich schon die Tiefen etwas geschnitten, danach im VST Bass Amp.

Hab auf dem tiefen C gespielt und EXTRA ein bisschen arg an den Saiten gerupft, bin aber für’s Erste schon mal ziemlich zufrieden!

https://soundcloud.com/friendlyfretlesssharkbass/20151025-glockenklang-1-knurr-2-clean-free-falling

Wie Du sagst, direkt mit dem Bass ins Mischpult, hab ich auch versucht und es gelingt mit dem Low Cut, wie Dein Tipp war. Dass der Bass auch derart knurrt wie im Soundbeispiel (mit etwas über die Grenze) krieg ich aber nur mit dem Glockenklang so Fett hin, zumindest vorläufig… oder ich kauf ihn dann irgendwann mal :slight_smile:

Schönen Abend noch :slight_smile:

P.S. Das mit den Reglern auf Mittestellung scheint mir auch ein bisschen ne Regel zu sein.

Brickwall Limiter muss ich mir dann auch noch anschauen!

…Fürs Feintunging such ich vor Ort sowieso noch jemand, auch im Bereich Mischpult.