Eine Sequenz aus dem Song so "heraus ziehen", daß man nur darauf Echos anwendet?

Meine Überschrift ist leicht unklar, aber in der Kürze kann ich es kaum besser beschreiben.
Ich benutze ein Bandechoplugin, das als Insert angelegt ist. Damit kann ich an einer bestimmten Stelle im Song quasi “lange Echos” erzeugen. Allerdings bricht dieses Echo sofort ab, wenn ich den Drehregler für diese Funktion im Plugin zurückdrehe.

Beabsichtigt ist aber, daß ich eine Stelle aus dem Stück, wie gesagt, gesondert in die Echoschleife speise, so daß das Echo auf dieser Sequenz weiterläuft, bis ich den Regler zurück drehe. So wie es bei Dub der Fall ist. Momentan wird aber alles weitere “mitgenommen”, bis der Regler zurück geht, also auch der Track nach der Stelle, die man eigentlich nur haben will.

Ich habe es versucht mittels eines Send umzusetzen, aber das klappt auch noch nicht so richtig.

Hallo,
Du könntest den Track kopieren und dann auf dieser Kopie nur die Stelle ausschneiden, auf der Du das Bandecho haben möchstest (das Du wahrscheinlich dann in Selbstoszillation bringen willst, so dass es endlos auf diesem Material weiterläuft). Auf dem Originaltrack würde man dann die Stelle muten oder entsprechend runterregeln. So hast Du vollständige Kontrolle.

Als Info: Zeitgebundene Effekte wie Delay und Reverb bindet man in der Regel per Sends ein, muss man aber nicht zwangsläufig. Nichts ist in Stein gemeißelt.

Ok, das wäre natürlich eine Idee. So sollte es gehen. Es würde zwar nicht spontan sein, sondern müsste für jede Stelle eigens geplant werden, aber rein technisch sollte das klappen. Danke.

Wie von @Reco29 schon angedeutet: Lege das Bandecho als separaten Effektkanal an und speise es über einen Sendslot von Deiner Instrumenten- Spur.

Dann automatisiere den Send-Level nach Bedarf.

Oder den Return, das geht auch, Vorteil ist hier das man den Fader im Mischpult sieht.

Unbedingt ausprobieren welche Vorgehensweise besser passt.

damit wird ja das Echo abgeschnitten, und - wie ich den Eingangspost verstanden habe - gerade das soll ja vermieden werden.

Ähm, nein, eigentlich nicht. Den Return kann man so lange offen lassen wie man den Effekt hören will. Man betrachtet den Effekt einfach als zusätzliche „Spur“ im Mix.

Der Effekt sollte mit 100 % zurückkommen, damit er kein Originalsignal mehr enthält. Wie schon geschrieben, unbedingt ausprobieren, was einem besser liegt. Mit richtigen Fadern (nicht virtuell) kann der Return schon seinen Charme haben.
Würde das spontane Mischen unterstützen.

Da ich vom Live-Sound komme, verwende ich fast immer den Return. Ist aber nur eine Angewohnheit.

Möglicherweise habe ich @Up_457 nicht richtig verstanden.
Ich hatte mir das so vorgestellt, dass er auf einer Spur eine Notenfolge hat, von denen er nur einen ausgewählten Bereich mit Echo versehen möchte.

Deshalb mein Vorschlag, den Send-Regler als “Tor” zu verwenden, welche Noten ins Echo hereingelassen werden.

Bei der Nutzung des Return-Reglers würden ja alle Noten mit dem Echo versehen werden.

Das ist schon richtig, prinzipiell funktionieren beide Wege.

Aber man könnte nur den Effekt laut machen, den man hören will.

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Ich bin eher aus der Delay-Throw-Ecke gekommen bei meinem Ansatz. Ich mache das gerne mit einer separaten Spur aus Gründen der Übersichtlichtlichkeit.

Würde ich im Studio trotzdem wie oben beschrieben machen wenn ich nur einen Ausschnitt der Originalspur als Basis für das selbstoszillierende Dealy haben will. Es sei denn, die Ausgangsphrase/ das Sample steht ohnehin alleine.
Bei einem einfachen Send auf der Originalspur müsste man den Send regeln um das Ausgangssignal zu definieren/einzugrenzen und könnte dann über den Return das selbstoszillierende Delay im Level regeln. Für Live-Situationen sicherlich der einfachste Weg.

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Zwar verspätet aber mir fiel noch ein: @Up_457, meintest Du vielleicht das typische Echo, wie es im Dub zu finden ist?

In dem Falle wäre natürlich eine Emulation vom Roland RE 201 Space Echo das erste Plugin der Wahl. Da gibt es den berühmten Dub Switch (kannst Du auch automatisieren): Legst Du den Schalter um, wird das Signal im Plugin durchgeschliffen aber die verbliebene Delayschleife noch rausgeschickt bis sie durch ist.

Das EMT 250 hat auch einen solchen “Dub Switch”. Natürlich ist das kein Bandecho, aber trotzdem auch sehr interessant. Vielleicht gibt es davon auch native Emulationen - auf jeden Fall einen Blick wert.