Gesang Transponierung - Grunsätzliche Frage

Hallo allerseits,

ich habe eine Gesangs-Spur gerade mal einfach zum Test 4 Halbtöne höher transponiert (in die Info Leiste oben 4 Halbtöne erhöht). Es klingt wie Mickey Mouse…also unbrauchbar. Sicher gibt es irgend eine Funktion, die ich übersehen habe weil Cubase sicher Audio Transponieren kann, dass es “natürlich” klingt (im begrenzten Maße natürlich).

Ich wollte eine Überstimme einsingen. Da das aber momentan meinen Tonumfang an seine Grenzen bringt, war meine Idee, den Song mit der Transpose Funktion 4 Haltöne tiefer temporär zu transponieren, die Überstimme ein zu singen, und dann wieder auf die richtige Tonhöhe hoch zu transponieren. Dafür darf die Stimme aber nicht Mickey Mouse werden.

Wie ist hier die richtige Arbeitsweise, bzw wo kann ich das umstellen?

Also ich bin nicht ein Profi wenn es um Transponierung geht, aber eins kann ich dir bereits jetzt sagen. Vier Halbtöne Pitchen wird mit Sicherheit nicht sehr “normal” klingen, dass ist einfach zu viel. Nun aber weitere Infos.

Wenn du eine audio Datei in der Infozeile pitcht, hat es eine Zeitkorrektur drin. Es pitcht die Datei, lässt die Länge aber gleich. Das ist grundsätzlich nicht ein sehr sauberer Pitch. Schöner pitchen kann man, wenn man die Zeitkorrektur weg lässt. Sprich, wenn man nach oben pitcht wird die Datei schneller, wenn man nach unten pitcht langsamer. Wie bei einem Plattenspieler oder einer Tapemaschine.

Ich persönlich pitche nie in der Infozeile. Ich wende den Pitch als Effekt an. Halte Ctrl gedrückt und Rechtsklick auf die audio Datei. Unter Effekte findest du den Pitch-Shift. Dort kannst du alles für einen einmaligen (!!) Pitch einstellen. Es hat auch eine Einstellung "Zeitkorrektur. Ist die eingeschaltet behaltet die Datei die Länge. Ist dies ausgeschaltet, funktioniert es wie oben beschrieben wie ein Plattenspieler. Dies klingt eigentlich immer natürlicher. Aber es ist auch doof wenn es um Gesang geht, da die Stimme nacher nicht mehr im Tackt ist. Ebenso kannst du unterhalb der Funktion verschiedene Algorythmen einstellen. Probier einige aus, ich weiss nicht welcher am besten klingt.

Bitte korrigiert mich falls ich falsch liege, aber mir ist etwas aufgefallen. Ich habe ein ganzes Lied um 2 Halbtöne nach oben gepitcht. Das beste Resultat erzielte ich indem ich das gesamte Lied ohne Zeitkorrektur zuerst hoch gepitcht habe, und danach mit dem Time-Stretch auf die gewünschte Geschwindigkeit gezogen habe. Ich fand das klang besser als wenn man Zeitkorrektur eingeschalten lässt. Kann das sein?

@Stefan-franz das kannst du ja auch mal probieren. (mit Time-Stretch meinte ich das auseinander Ziehen mit der Maus, nicht der einmalige Effekt)

Hallo,

vesuchs doch mal mit VariAudio.
Das ist doch mehr oder weniger dafür gedacht.
VariAudio 2.0
Operation_Manual ab Seite 506

g.g23

vesuchs doch mal mit VariAudio.
Das ist doch mehr oder weniger dafür gedacht.

Nun ja, in diesem Fall sehe ich das nicht so. Wenn man den kompletten Gesang (und nicht nur ein paar Töne) rauf oder runter pitchen will, sehe ich den Sinn in VariAudio nicht. VariAudio ist super, und man kann auch sehr viel darin einstellen. Aber VariAudio pitcht das Material auch wieder mit Zeitkorrektur, sprich die original Länge wird beibehalten. Dies klingt schnell einmal unnatürlich.
Bitte korrigiert mich falls ich falsch liege!

Liebe Grüsse :slight_smile:

Ich habe mal ein wenig damit experimentiert. Ich denke es ist dafür gedacht wenn man mal knapp daneben liegt. Oder den ton nicht richtig hält. Kleine korekturen. Natürlich kann man den effeckt auch einsetzen. Z.b. Auto tune (?) wird von cheer in einem Song verwendet. Es gibt auch andere songs wo dieser effeckt hörbar eingesetzt wird.

Also mit VariAudio kannst den einen oder anderen falschen Ton zurecht rücken. Um eine ganze Spur um ein paar Töne zu transponieren ist es aus meiner Sicht nicht das richtige Werkzeug.

Ich habe - darum meine Ausgangsfrage - mal ein Video gesehen, wo das Transponieren von Cubase generell erklärt wird; mit Transpositions-Spur etc. Der Video Ersteller meinte, dass dies eben dafür gedacht sei, wenn das Projekt z. B. in C ist, der Sänger aber nicht so hoch rauf kommt, dann wäre es eine gängige Arbeitsweise, temporär das Projekt z. B. auf G# zu setzen (also 4 Halbtöne tiefer), dann einsingen, dann wieder hoch stellen. j

Gut: 4 Halbtöne sind vermutlich zu viel, dass es sich noch einigermaßen natürlich anhört. Aber das Prinzip interessiert mich:

  1. Ist es wirklich eine gängige Praxis oder
  2. Wird das eh nie so gemacht?

Also was das Komponieren betrifft…
Man schreibt ein Stück meiner Erfahrung nach in der Tonlage, die für den Sänger optimal ist.
Nicht umgekehrt. Die meisten Komponisten, kennen die Range des Sängers, für den geschrieben wird.
So kenne ich das zumindest.

Ja klar. Der Sänger muss es auch Live irgendwo mal singen können…geht halt um Grenzbereiche für die 2te Stimme etc…wollte mal sehen, was alles auf technischer Basis möglich ist, bevor ich mich nach Sänger(innen) für die Verstärkung umsehe…

Ich hatte auch nicht angenommen, dass Du das in einer Produktion anwenden wolltest.
Deshalb hab ich VariAudio vorgeschlagen.
Ich hab damit auch schon mal experimentiert.
Eine Sängerin hat ein Leadspur eingesungen und
Ich habe später Terzen, Quarten und Quinten ausprobiert.
Es ging mir darum ungefär zu hören, was ich sie später in der zweiten und dritten Stimme
singen lassen könnte.
Es klang natürlich nicht wirklich natürlich.
Ich hab die Zweit,- und Drittstimmen im Panorama verteilt
und Volume runtergeschraubt.
Man kann auf jeden Fall auch der Sängerin einen Eindruck davon
vermitteln wo es hingehen soll. Dafür bringt es das allemal. imho
Gruß

HAllo, was ist denn mit der Funktion “Harmoniestimmen erzeugen” im Sample Editor, der fügt ja automatisch deine "Über"stimme ein. ohne das du erst den Grundton des Projektes ändern musst, tiefer einsingst und dann wieder hoch transponierst. Du kannst ja festlegen, wieviele Harmoniestimmen erstellt werden sollen.
Siehe auch Handbch Seite 529

Gruss Jörg

Das klingt viel zu synthetisch - ist als Preview schön nutzbar um ein Gefühl zu bekommen, wie es dann klingen wird aber für fertige Produktionen nicht verwendbar - außer der Effekt ist so gewollt natürlich.

ehrlich,zu der Qualität kann ich auch nichts sagen, da ich noch nie in Verlegenheit kam, die Funktion zu nutzen. Wir hatten früher auch dein Problem, bis wir tatsächlich angefangen haben, den Grundton des Songs auf die Range des Sängers anzupassen…:slight_smile:. Ich wusste nur, dass es die Funktion gibt und mit der Einführung ein Video von Steinberg gesehen hab, indem das vorgestellt wurde, und da klang das nicht sooo schlecht…

Ich habe bisher keine zufriedenstellende methode gefunden, die das transponieren von stimmen erlaubt. Haengt aber auch sehr sehr stark von der Mucke ab… bei sehr brettigen rocksongs, sehe ich keine probleme mit transponierung - das kann man im mix alles schoen maskieren. Elektrozeug, selbstredend, verhaelt sich aehnlich. Da arbeite ich i.d.r. mit dem pitch and warp variaudio dingens im cubase… funktioniert relativ gut (auch wenn es eigentlich eher fuer korrekturen im cent bereich gedacht ist - denn da macht es sehr gute arbeit).

Wenn es um intime gitarren musik geht, empfehle ich eher, einfach jemand anders mit ins boot zu holen (wenn die stimme unbedingt drin sein muss) - oder den Song selbst tiefer zu spielen. Ersteres ist in der regel aber meist viel angenehmer und kann auch neue impulse bringen.

Der Grundton ist auf meine 1.Stimme, die ich Live singe passend eingestellt. Es ging mir um die Idee, eine Überstimme selbst ein zu singen, die dann aber an verschiedenen Bereichen außerhalb meines Stimmbereichs war.

Bin eh schon auf er Suche nach externe Sänger und Sängerinnen - falls hier im Cubase Forum jemand Lust auf eine Kooperation hat, einfach PN senden. Man könnte sich ja gegenseitig aushelfen.

Schon mal mit Melodyne von Celemony probiert?

Auf deren Homepage gibt es auch schöne Beispiele. Ebenso auf YouTube

http://www.celemony.com/de/melodyne/what-is-melodyne



Gruß
Herbert

Hiho,

auf einer Computer Music DVD war mal das hier drauf: http://www.musicradar.com/computermusic/free-vst-au-pitch-editor-and-harmony-generator-vielklang-2-cm-624931

Die liegt bei mir nur in der Ecke rum, könnte ich gerne verschenken…

Gruß,

WM

Um die Formanten zu erhalten ist als Algorithmus aber schon élastique Pro - Formant Pitch oder Standard - Solo in der Infozeile eingestellt, oder?

Hmmm…
Was sind Formanten…?
Hab die Idee, die Stimmen künstlich zu erzeugen fast schon verworfen…aber vielleicht wars ja nur eine unoptimale Einstellung…

Der Algorithmus wird ab Seite 461 beschrieben…werde aber nicht so richtig schlau draus wie das ganze zusammen hängt.

Wenn ich als Basis nun die Erste Stimme her nehme, dann in der Akkordspur die Akkorde eingebe oder aus einem PAD Sound berechnen lasse, kann Cubase mit der Harmonize Funktion die Stimmen selbst berechnen.

Diese Funktion würde ich gerne nutzen, um auch mal zu sehen, wie das klingen würde, wenn man die Stimmen dann so einsingt.

Wo genau muss nun der Algorithmus eingestellt werden, dass bei der obigen Berechnung dieser dann vewendet wird?
Bei dem Ausgangspart (Audio - Spur)? - Irgendwo in den Programmeinstellungen?
Unter Audio Effekte hab ich den schon gefunden, unter dem Punkt “Time Stretch”

Den Algorithmus kann man direkt in der Infozeile einstellen. Falls ausgeblendet, einfach Rechtsklick auf die Infozeile und Algorithmus anklicken.

@stefan-franz
Was sind Formanten?

wird auf der Homepage von Melodyn sehr gut erklärt.
Wenn man eine Stimme transponiert dürfen die Formanten nicht mit
transponiert werden sonst entsteht der berühmte "Micky mouse oder Cheer " Effekt.

Formanten sind Frequenzbereiche die den Klang bestimmen. Auch Instrumente
haben Formanten sonst würde man ja eine Klarinette und ein Sax wenn sie den Ton
a spielen nicht auseinander kennen.

Einfach mal unter Formanten googeln da wird es sicher besser erklärt
als ich das hier kann.

Gruß
Herbert