Masteringprojekt verwenden

Hi Leute,
Ich mache alle Arbeitsschritte einschliesslich Mastering im Recordingprojekt.
Kann ich im Masteringprojekt noch etwas verbessern (mehr Lautheit wäre nicht schlecht), oder Funktionen die es nur dort gibt?

LG Musikus 66

Prinzipiell nicht. Man kann auch fast alles aus dem Mastering beim Mixing erledigen.
Lautheit entsteht ja nicht nur oder erst beim Mastering. Mastering im eigentlichen Sinne ist viel mehr.
Im Mastering wird in der Regel nur mit einer Stereodatei gearbeitet.
Da ist der Mixvorgang schon abgeschlossen.
Die wird dann ggf noch in Mitten-/Seitensignal aufgeteilt, die man entsprechend weiterverarbeiten kann.

Gruß
Gerd

Mach ich auch so.
Die Sache mit der Lautheit ist Dein persönlicher Kompromiss. Je mehr Du Compressor und Limiter einsetzt, desto mehr “Brei” wirds halt. Wenn Du im Recording Projekt alles fertig machst, hast halt den Vorteil auf den Mix auch noch eingreifen zu können.

Hi,

ich mastere nicht in meinem eigentlichen Projekt. Ich mixe im Projekt, bis soweit alles ausgereizt ist und dann bounce ich das Ergebnis raus, um es in einem neuen Projekt zu öffnen. Dort habe ich ausschließlich nur die Tools/Plugins, die ich fürs Mastering benötige (siehe hierzu auch die wertvollen Tutorials von Rolander, die ich nur empfehlen kann!) Im Grunde genommen ist es dasselbe, wie es in Studio One abläuft. Dort wird es als Mastering Suite oder so ähnlich verkauft. Ist aber nichts anderes als das ein neues Projekt geöffnet wird, in dem halt einiges drin ist, was fürs Mastering zweckdienlich ist. In der Regel sind das irgendwelche Tools, die einem visuell das eine oder andere beim Mastering verdeutlichen sollen, wie Scope, Spectrum Meter und ähnliches.

Die Trennung von Mix und Mastering halte ich persönlich aus Performance-Gründen sowie aus Gründen der Übersichtlichkeit und des einfach anderen Abhörens für sinnvoll. Man geht irgendwie noch mal frisch an die Sache ran. Aber jeder macht es halt so, wie er es mag.

bye _marshMellow

Was kann man denn nicht im Mix-Projekt erledigen?

Technisch gibt es keine Unterschiede in welchem Projekt du masterst, Projekt ist Projekt. Vorausgesetzt dein Rechner macht das mit. Im Mix-Projekt zu mastern hat den Vorteil, dass Du etwaige Kleinigkeiten schneller nachbessern kannst im Mix. Allerdings kann ich den Punkt von marshMellow durchaus nachvollziehen. Mach wie es Dir am besten passt!

Danke für die Beteiligung Leute. Frage: Wo finde ich die Rolander Tutorials ? Wenn ich es auf YouTube eingebe
kommt nichts.

LG Musikus 66

https://youtu.be/JexKIm86dzo

Natürlich kann man alles in einem Projekt (Mixing und Mastering) erledigen, keine Frage!
Aber die Vorteile, alle betreffenden Albumtitel als Stereo gerendert in einem Projekt zu haben, nämlich zwecks gemeinsamer > Anpassung, liegen ja auf der Hand. Und das ist eigentlich ja auch die gängige etablierte Variante in den Masteringstudios.
Fakt ist ja eines: wenn der Mix schon in sich von vornerein gut ist, braucht man später kaum noch großartig zu Mastern.
(“Mastering” ist bei vielen Leuten leider eine positive “Korrektur” eines ansich fehlerhaften Mixes")…
Lieber wirklich mehr Zeit fürs Mixing investieren!
oder gar jemand anderen Mixen lassen. Oder auch jemand anderen Mastern lassen.
Das hilft alles beim finalen Sound. Natürlich kann man auch alles selber übernehmen. Keine Frage.

Aber jeder wie er mag, es gibt ja viele Wege die zum Ziel führen. Und nur das Ergebnis zählt!

Nicht unbedingt :wink:

http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/verwirrende-matheaufgabe--warum-5x3-nicht-dasselbe-ist-wie-3x5-6532998.html

Da hast Du natürlich absolut recht! Für das Mastering eines kompletten Albums macht so ein Mastering Projekt durchaus Sinn, auch Deine anderen Punkte finde ich vollkommen berechtigt, aber das hat meiner Meinung nach nix mit der Fragestellung zu tun.

Es geht ja offensichtlich um den Inhalt dieses einen Projektes. Und mehr Lautheit, zusätzliche Funktionen oder sonstiges bekommt man im Mastering-Projekt nicht.

Beim Mastern einer ganzen CD würde ich es auch so machen, wie Central vorgeschlagen hat (und Rolander in seinem Video Tutorial beschreibt).

Falls es (wie bei mir) um einzelnen Songs geht, die so nach und nach fertig werden…der “Integratet LUFS” Wert in Cubase ist da sehr hilfreich. Ich regle jeden Song am Master Kanal so, dass er mit dem gleichen LUFS Wert exportiert wird und bisher sind die auch hörbar gleich laut.

OK Leute, habt Dank. Ihr habt mir sehr weiter geholfen.

LG Musikus 66