ich habe hier ein paar Sorgen, welche auf den ersten Blick scheinbar nichts mit Cubase zu tun haben, aber irgendwie vielleicht doch.
Problem: ich hab hier ne alte Korg Karma Workstation stehen. Die ist schon ein paar Jahre alt, aber ich mag sie
Nun kann ich auf dem LCD-Display bald nix mehr lesen (die typischen Streifen), Austausch scheint nicht möglich, da kein Ersatzteil zu bekommen ist. Und machen will´s auch keiner.
Was ich gerne wĂĽsste:
Wieso in aller Welt gibt es in 2026 keine vernünftige Möglichkeit, wie bei einem Uralt-Programm Emagic SoundDiver (welches nicht mehr gibt) die Programm-Namen aus dem Keyboard zu lesen, in eine grafisch ansprechende Library zu packen und so per Software abrufbar zu machen. Von tiefgreifenden Editieren red ich ja noch gar nicht, einfach nur die Progarmmnamen auslesen und per Prog-Change anwählbar machen.
Die Patch-Namen alle in der Cubase MIDI-Geräte-Verwaltung einzeln händisch einzuschreiben und womöglich noch mit kryptischen SysEx- und sonstigen Parametern zu versehen ist doch nicht wahr, oder?
Wenn das echt so kompliziert zum programmieren ist, wieso konnte das SoundDiver schon in den 90er Jahren? Und auch noch mit Bildchen der verschiedenen Geräte…
Wäre nett, wenn mir jemand ne Lösung weiß, bevor ich gar nichts mehr erkennen kann.
Ich habe das mal vor Jahren mit MIDI Quest versucht, funktionierte aber bei meiner Wavestation auch nicht zufriedenstellend. JA, da ist eine MarktlĂĽcke. SoundDiver war aber super.
Ich glaube kaum, dass das heute noch eine wirkliche MarktlĂĽcke ist.
Wenn es ein einheitliches Format für die Sounddaten gäbe, dann vielleicht, aber da jede Firma ihr eigenes Sysex-Format hatte bzw. hat, erfordert das Auslesen der Presets inkl. ihrer Namen einigen Aufwand.
Zu Sounddiver-Zeiten arbeiteten die meisten User noch mehrheitlich mit Hardware-Synths und -FX. Da gab es einen Markt fĂĽr Sounddiver & Co.
Ich war ebenfalls Sounddiver-User, bis das Programm für Windows-Rechner plattgemacht wurde, und ich war damals ziemlich sauer, dass ich mit den ganzen wohlsortierten Libraries für meine Hardware-Schätzchen nichts mehr anfangen konnte.
Auch Steinberg hatte ja mal ein durchaus respektables Werkzeug im Programm, das nannte sich Studio-Module, und damit konnte man mit entsprechenden MIDI-Kenntnissen ebenfalls seine eigenen Module kreieren und diese nicht nur zur Soundarchivierung nutzen, sondern auch als flexiblen Sound-Editor.
Lohnt sich halt alles nicht mehr.
Geht es Dir um die Werksounds oder hast Du viele eigene Presets?
Die Werksoundnamen findest Du ja alle in der Dokumentation, die es als pdf gibt. KARMA Voice Name List
Dort könnte man Namen extrahieren und diese in eine Patchname-Liste für Cubase übernehmen.
Auch das erfordert natĂĽrlich einigen Aufwand, aber der ist nicht vergleichbar mit dem Schreiben von Programmen, die mit SysEx umgehen mĂĽssen.
Ich nutze, wo es geht, MS Word, um Texte aus pdf-Dateien herauszuziehen.
Im Fall der oben verlinkten KORG-Soundliste funktioniert das sehr gut.
In Word kannst Du dann die Namensspalten markieren und von dort in andere Dokumente einfĂĽgen, z.B. in eine txt-Datei, die Cubase lesen kann.
Die Patchname-Scripts befinden sich übrigens im Cubase-Benutzerordner, dort gibt es auch viele Beispieldateien und eine “Erklärdatei”.
C:\Users\…\AppData\Roaming\Steinberg\Cubase 15_64\Scripts\Patchnames\script documentation.txt
Persönlich mache ich gern noch einen Zwischenschritt: Ich kopiere die Tabelle(n) von Word erstmal nach Excel (ohne Formate), das sieht dann z.B. so aus:
In Excel kann ich dann schon mit ein paar String-Formeln wiederkehrende Textbausteine erzeugen, wie sie in auch in den Patchname-Scripts benötigt werden.
Eine DAW ist ja weder Office-Software noch Programmiersprache, so dass ich es völlig normal finde, dass man bei solchen Spezialwünschen individuelle Lösungen finden und mehrere Schritte gehen muss.
Vielleicht erledigt zukĂĽnftig eine KI solche Aufgaben?
Es ist durchaus nicht so, dass die Preset- bzw. Patchnamen in Sysex-Daten generell in lesbarer Textform (ein Byte je ASCII-Zeichen) vorliegen. Da MIDI inkl. Sysex ja nur 7 Bit für die eigentlichen Patch-Daten nutzen kann (das 8. Bit dient zur Unterscheidung der unterschiedlichen MIDI-Commands) und die Daten oft sehr dicht gepackt werden, benötigt man je nach Hersteller spezielle Algorithmen, um die enthaltenen Infos zu dekodieren.
Deshalb ist der Weg ĂĽber direkt lesbare Patchname-Dateien der einfachere Weg.
Vielleicht findest Du ja fĂĽr den Kronos ein geeignetes Patchname-Script in Internet?
Ich kann mir gut vorstellen, dass auch andere Cubase-User diese Korg Workstation besitzen und ähnlich wie Du damit arbeiten möchten.
Hast Du eine Ahnung, warum Dein Thread weder in der Kategorie “Auf Deutsch” noch in der Gesamtauflistung aller Beiträge (Topics / Latest) sichtbar ist?
Um es mal ganz deutlich zu sagen: Die DAWs bieten diese Funktionalität aus dem gleichen Grund nicht mehr an, aus dem Du auch kein Ersatz für Dein LCD findest - es lohnt sich finanziell nicht.
Tja, ich wäre ja sogar an manchen Tagen gewillt, den Preis für MIDIQuest zu zahlen,
hab noch andere Patienten zuhause (TG77, 01/W, XV88, XV5050, etc.) aber wie fweiser63 schon schrieb, klappt das scheinbar auch nicht so dolle… hab ich schon mehrfach gehört.
Korg Wavestation SR und Roland D-70, war mit beiden unter MIDI Quest nicht zufrieden. Funktionierte wohl nur in einer Richtung. Dem SoundDiver kann das Ding jedenfalls nicht das Wasser reichen.