MIDI Begrenzungen

Die Auflösung von MIDI-Controllern kennt nur 128 Stufen.
Das Einspielen über analoges Mikrofon mit einem echten Konzertflügel ist um Faktoren dynamischer.

Nun habe ich die Idee das man den Midi-Kanal in Cubase derart erweitert, dass stufenlose Dynamik vom analogen Audio Eingang im Midi-Kanal übernommen und dort gespeichert werden könnte. Die 128 Stufen Begrenzung würde aufgehoben.

Das Keyboard müsste dazu gleichzeitig Midi und analog in Cubase ausgeben, während Cubase die Dynamik des analogen Audio in den Midi-Kanal importiert.

Weiß jemand ob das in Cubase bereits möglich wäre und welches Keyboard vielleicht schon jetzt dazu in der Lage ist in Cubase im Midi Kanal eine Dynamik abzuspeichern die über 128 Stufen hinaus geht? Dasselbe Problem habe ich auch auf der Suche nach einem Pad mit welchem ich gerne Schlagzeug -Klänge erzeugen möchte die feiner als 128 Stufen auflösen.

So habe ich eine Tabla aus Indien, aber ein digitales “Midi” VST-Tabla das nur 128 Stufen auflösen würde habe ich wegen der 128 Stufen Begrenzung noch nicht gesucht (es wäre aus meiner Sicht für bestimmte sehr fein nuancierte Musik völlig unbrauchbar).

Ich muss deshalb alles “Feinstoffliche” Analog einspielen, wobei man dann auf die Vorteile von Midi gegenüber analogen Daten verzichten muss.

Wir haben bald 2016, wie lange muss ich noch warten bis der MIDI -Standard für “feinmotorische” Musik wirklich brauchbar wird? :unamused: ( und knurrrrrr… )

Tut leid, keinen Plan, aber:

CC #88 High Resolution Velocity Prefix (CA-031)

vl. interessant:
http://www.indiana.edu/~emusic/etext/MIDI/chapter3_MIDI4.shtml

Bei guten Bedingungen soll man eine pegeländerung von 1db hören können.
http://www.laermorama.ch/m1_akustik/schallpegel_w.html
Und man könnte mit den 127 werten z.b. 1-126 dB abbilden. Das müsste doch eigentlich reichen um die Dynamik eines Flügels erreichen zu können.

Das Midi Ereignis 0-127 bedeutet “Velocity” und nicht “Volume”, Anschlagstärke ist nicht gleich bedeutend wie Lautstärke, obwohl das auf den ersten Blick so wirkt. Ich möchte das wie folgt erklären; Ein leichter Anschlag auf einem Piano ergibt neben der geringen Lautstärke auch einen anderen Klang sowie ein nur kurzes Durchhalten der Note bis sie verklingt.

Bei einem Tabla ist die Klangänderung sowie die vom Anschlag abhängige Nachschwingzeit je nach Anschlagstärke auch vorhanden. Da neben der Lautstärke auch Tonlänge und Charakter des Klanges stark ändern bei diesem Instrument, wünsche ich mir eben mehr als 128 Anschlagstärken (weil ich die “Treppchen” zu hören glaube, bzw eben zu wenig Anschlags-Dynamik zu hören ist, welche Lautstärke, Klang und Klangdauer beeinflusst). 256 Velocity Stufen würden vermutlich ausreichen, ich bin mir aber nicht sicher.

Ich habe das bisher so verstanden.
Velocity ist Geschwindigkeit. Unso schneller bzw. stärker ich auf die Tastatur hämmer umso lauter der Ton. Möglich das Velocity daher kommt weil der Hammer beim Klavier schneller wird um so stärker ich auf die Taste drücke. Diese Geschwindigkeit wird in 127 Stufen unterteilt. Es also möglich sein damit 127 Lautstärke stufen abzubilden. Das währen bei maximal 127db immer eine Erhöhung um 1db. Es gibt allerdings bei einige Keyboards Velocitykurven die man einstellen kann. Da wird der Velocitywert über eine Tabelle berechnet
Ich denke das es durchaus Unterschiede bei den Keyboards gibt. Wenn ich manche Testberichte lese sind manche Keyboards nicht in der Lage das korreckt umzusetzen. Und daher, was nutzt es dir da wenn 256 werte möglich sind aber das (Billige) Keyboard es nicht schafft das abzubilden… Auch wird es Unterschiede bei den VSTi geben. Es ist ja so das man vom Klavier ein Sample aufnehmen kann was dann umgerechnet wird biss dahin das wirklich jede Taste mit mehreren Velorcitywerten gesamplet wird. Das sind dann aber riesige Sample Bibliotheken die nicht preiswert sind.

Ich hoffe ich habe das ist alles so richtig. Wenn nicht bitte ich um Erleuchtung.

Die Begrenzung auf 127 Vel.-Stufen (0 ist Note off) ist so alt wie der MIDI-Standard.
Wenn man so einen Standard heute neu erfinden würde, gäbe es von Haus aus sicher eine viel feinere Auflösung.
Es ist ja nicht nur die Dynamik, die bei MIDI deutliche Grenzen setzt.
Aber das Ganze hat auch noch eine Kehrseite: Wenn es Controller-Keyboards mit einer höheren Vel.-Auflösung geben würde, müsste es auch elektronische Instrumente oder VSTis geben, die mit dieser höheren Auflösung etwas anfangen können.
Bei Instrumenten, die auf Physical Modelling basieren, macht das evtl. Sinn. Aber die Sample-Libraries, an die Du sicher denkst, haben in der Regel deutlich weniger Vel.-Stufen.

Gruß
Pat

Es gibt Midi befehle die eine höhere Auflösung haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Musical_Instrument_Digital_Interface

Auszug aus dem Artikel.

Die Controller senden auf einem bestimmten Kanal mit einer bestimmten Controllernummer einen bestimmten Wert. Einfache Controller können Werte von 0 bis 127 annehmen, was jedoch bei Tonhöhenänderungen sehr schnell zu unschönen treppenhaft-sprunghaften Tonhöhenveränderungen führt. Daher lassen sich die Controller 0–31 mit einem sogenannten LSB-Controller 32–63 koppeln, um so eine wesentlich höhere Auflösung zu erhalten. In der Praxis wird diese Technik jedoch selten angewandt, da eine Auflösung der Lautstärke beispielsweise in 128 Schritten ausreichend ist.

Für mich stellt sich erst mal die Frage, wann ist eine hohe Auflösung notwendig bzw. Sinvoll und kann man das mit der bisherigen Midi Spec abdecken. Ich bin da bisher noch nicht so in die Tiefe gegangen. Ich kann also nicht wirklich beurteilen ob die bisherige Spec ausreichend ist. Die Industrie scheint da eher keinen Handlungsbedarf zu sehen.