Organisation von Plugins und Content

Hallo,
ich muss gerade nach Wasserschaden meinen Studio-Rechner (PC) komplett neu aufsetzen.

Ich versuche bei Windows PCs allgemein, die Partition mit Betriebssystem und Programmen sauber von Partitionen für Daten zu trennen.
Ich würde daher gern z.B. alle Plugins, insb. von Drittherstellern, sowie Samples und Sounds auf einer separaten Partition ablegen (und dann dafür auch separat Backups anlegen)
Produktionen würde ich ebenfalls auf einer oder mehreren separaten Partitionen ablegen.

Dazu hätte ich gern “best practice” tips wie man das am besten organisiert und wie man das am besten umsetzt.
Z.B. auch bei den mit Cubase mitgelieferten Plugins und Content.

Schaue mal in diesen Artikel,

Hier wird beschrieben wie man windows Ordner sowie meine dateien auf C generell auf eine andere Partition setzen kann…
Somit werden bei Installation von plugins die samples usw. auf diese Partition geschrieben…
Vorteil hier ist, das man bei der Installion die pfaden selber nicht ändern muss…

Viel erfolg
https://technet.microsoft.com/de-de/library/cc732275.aspx

gruss
Marcel

Das ist natürlich wirklich sinnvoll.

Bei Samples ist das i.d.R. noch gut machbar (Cubase-Content z. B. durch Links ersetzen - gab gerade mehrere Beiträge dazu hier im Forum - einfach mal suchen).
Edit: Muss im jetzt im Januar gewesen sein, such mal nach “Content” und “verschieben” o.ä. Ein Beispiel:
http://steinberg.de/forums/viewtopic.php?f=61&t=48342&p=328328&hilit=content+verschieben&sid=4ee1a576ad4d38dbe3a2d342302e0049#p328328

Bei Sounds wird es dagegen schon schwieriger: Einige Hersteller fragen nicht nach dem Pfad, wo Du die Sounds ablegen willst, sondern hauen ihre Mitbringsel mit schöner Regelmäßigkeit ungerührt auf “C:” (bzw. wahrscheinlich %windir% o.ä.). Beliebter Kandidat z. B. NI Synths, besonders Absynth (~1 GB Presets).

Ich hab auch mal 'ne zeitlang versucht, das zu praktizieren, was Du diesbzgl. planst, habe aber mittlerweile weitgehend aufgegeben. Kein Bock mehr, ewig nach Updates Sound-/Preset-Dateien moven, Links updaten etc. Das wird dann unübersichtlich und fehlerträchtig. Aber vielleicht findest Du ja einen guten Weg…und teilst ihn uns dann mit. :wink:

Und was Plugins angeht, wird das noch problematischer, als bei den Sounds - aus den gleichen Gründen. Zudem sind ja die Plugins ohne Installationsangaben in der Registry nicht lauffähig. Und - anders als eigenes Material - i.d.R. wieder leicht zu beschaffen.

S.o. (sinnvoll).

Plugins - würde ich von abraten (s. o.),
Content - durchaus angeraten (s.o.).

Tut mir leid, wenn es jetzt nur wenig praktische Tipps waren, aber vielleicht überdenkst Du Dein geplantes Konzept ja nochmal und gehst es dann etwas pragmatischer an. Aus meiner Erfahrung sparst Du Dir dabei unnötig verbratene Zeit und Mühe. Gutes gelingen!

Hallo, Nikkin,
versuche, in jedem Fall während der Installationen die Installationspfade deinen Wünschen gemäß zu organisieren.
Das bedeutet, dass du möglichst vorher eine Ordnerstruktur für Plugins & Content auf der
anderen Partition / Festplatte erstellen solltest. Sinnvoll ist es dabei auch, nochmal nach 32bit und 64bit (plugins)
zu unterteilen.
Ich habe mir seit einiger Zeit diese ‘Arbeit’ gemacht und es lohnt sich.
An anderer Stelle habe ich schon darauf hingewiesen, dass dagegen das Verschieben und Verknüpfen von Ordnern
oft Probleme mit sich bringt, die sich gerne erst nach einiger Zeit bemerkbar machen.

Einige Hersteller fragen nicht nach dem Pfad, wo Du die Sounds ablegen willst, sondern hauen ihre Mitbringsel mit schöner Regelmäßigkeit ungerührt auf "C:\

Kann ich in Ausnahmen bestätigen, dennoch würde ich immer den Versuch unternehmen,
die Installation zu gestalten. Meiner Erfahrung nach sind die erweiterten (‘experts’) Routinen gerne etwas
versteckt, und nur sehr selten überhaupt nicht erreichbar…

Hab mein system nun auch grade nochmal komplett erneuert…
auch die content daten hab ich diesmal alle richtig plazieren können…man muss sich leider etwas mehr zeit nehmen beim installieren da doch manchmal noch 1-2 klick mehr nötig sind um den richtigen pfad einzugeben…

und nun hab ich penibel drauf geachtet und muss wieder feststellen das auch auf laufwerk c ordner entstanden sind…naja…

aufjedenfall ist es möglich 98% richtig zu plazieren was grade bei großen banks und so sinn macht wenn man laufwerk c: sauber halten möchte

Also der beste Tip ist tatsache das ganze langsam und in ruhe anzugehn und sich eventuell vorher schon die Ordner festzulegen… bei mir is das etwa

F:\Banks & Presets
F:\Cubase Artist 8
F:\Samples
F:\Vst’s

und dann auch drauf achten was der installer macht…zb geb ich bei rob papen den ordner an und er erstellt dann im rob papen ordner nochmal nen rob papen ordner… usw

hier liegt also in der ruhe die kraft :slight_smile:

Ich würde mich durchaus zu den “Experten” zählen, habe aber meine anfänglichen Zielvorstellungen nach praktischen Erfahrungen etwas ernüchtert auf das besagte, obige Minimum zurückgeschraubt. VSTs verhalten sich hier etwa wie ein Sack Flöhe.

Die Trennung x86/x64 ist natürlich Pflicht. Die praktische Sinnhaftigkeit der Installation von VST(i) separat auf einer anderen Partition erschließt sich mir aber noch nicht wirklich. Ich lerne jedoch gern dazu.

Da ich ohnehin ein Dual-Boot-System verwende (Musik- getrennt vom ganzen Rest) ist bei mir die Trennung der Plugins von den anderen Programm-Dateien vielleicht auch nicht so wichtig, wie bei Jemandem, der alles in einer Windows-installation betreibt.

Da ich ohnehin ein Dual-Boot-System verwende (Musik- getrennt vom ganzen Rest) ist bei mir die Trennung der Plugins von den anderen Programm-Dateien vielleicht auch nicht so wichtig, wie bei Jemandem, der alles in einer Windows-installation betreibt.

Ich habe meine DAW auf einem eigenen Rechner, und dennoch empfehle ich oben genannte Ordnerstrukturierung… Läuft einfach rund(er)! :wink:

Runder als was? Gib doch bitte mal ein praktisches Beispiel, warum die Auslagerung von Plugins sinnvoll sein soll. Vielleicht sehe ich dann ja auch die Vorteile.

…ok,

Läuft einfach rund(er)!

war etwas vereinfacht bzw. verkürzt ausgedrückt…
Zwei Beispiele:
System- und Content-Partitionen zu trennen ist in jedem Falle sinnvoll, allein schon um
Datenverlusten vorzubeugen und Übersicht zu wahren (ich denke, darum ging es Nikkin auch ursprünglich).
Liegen System- und Contentpartitionen idealerweise auch noch auf zwei physisch getrennten Festplatten, läuft der Zugriff (z.Bsp. beim Wechsel von Plugins oder Sounds, sprich Content) i.d.R. wesentlich ‘reibungsloser’ (‘runder’), da zwei Platten unabhängig bzw. parallel angesprochen werden (trifft eigentlich auf die meisten Echtzeitanwendungen zu)…

Ich persönlich rate von 2 Partitionen auf einer Festplatte ab. Auf einer SSD ok, aber nicht auf einer Festplatte. Die Kopfbewegungen werden einfach mehr und auch weiter. Dadurch sinkt die Performance. Auf 2 verschiedenen Festplatten, wie von cubofant angeregt ist ok. Auch ok ist, Systeme, Programme, Plugin, Content auf einer SSD und die Projekte auf einer Festplatte. Wenn Geld keine Rolle spielt natürlich nur SSD und das auch noch als RAID.

Datenverlusten beugt man durch regelmäßige backups vor.

…hatte SSDs gedanklich unter Festplatten subsummiert…
Stimme dir zu, Plan9! Und natürlich: Datenverlust vorbeugen heisst grundsätzlich erstmal: Backups machen :wink:

Na, dann sind wir uns ja doch einig. Weitergehendes halte ich eher für “Kür” für Experimentierfreudige mit Spaß am Basteln.

würde das mit der ordnerumleitung auch für vst3 plugins gehen?
das die auf c liegen müssen ist abolut mist

hallo,

ordner verschieben ist sehr gefährlich! hab auch damit ein wenig experimentiert. irgendwann konnte ich dann keine effekt-presets mehr speichern und die installationsprobleme bei den cubase-updates würde ich auch darauf schieben. abstürze beim laden von projekten, in denen wave-samples verwendet wurden, waren auch häufig…

also wie oben in einigen beiträgen erwähnt, vor der installation die ordnerstruktur anlegen,

  • content auf eine eigene platte
  • system und programm auf eine - plugins bei cubase belassen (32bit / 64bit getrennt)
  • vst3 plugins nicht verschieben
  • projekte auch auf eine eigene
  • system und projekte jeweils auf ssd
  • regelmäßige backups des benutzer-ordners!

so läufts bei mir sehr geschmeidig…

mw

Hallo,
danke für die Diskussion und die Anregungen, die mir gestern schon geholfen haben. Aktuell bin ich jetzt so unterwegs:

SSD

  • Partition 1: “C:Win7” ==> Betriebssystem und installierte Programme
  • Partition 2: “Sounds” ==> Sounds, Content

HDD1

  • Partition 1: “Daten” ==> Dokumente, Downloads, Software-Installer, usw.
  • Partition 2: “Produktion”

Weitere HDD im Rechner mit Partitionen für Backups.
Die SSD-Partitionen sichere ich als Image mit Acronis True Image. Dann komme ich leicht auf einen bekannten Stand zurück, wenn ich mal neue Software ausprobiere.
Vermehrte Kopfbewegungen auf der HDD befürchte ich eigentlich nicht, da während der Arbeit an einer Produktion kaum Zugriffe auf “Daten” nötig sind.

Bisher habe ich meine Steinberg-Pakete Cubase 8 Pro und Halion 4 installiert. Das ging mit entsprechend vorbereiteten Ordnerstrukturen in “Sounds” gut. Es ist kein Content auf “C” gelandet, so weit ich feststellen konnte.

Heute geht es mit 3rd Party Plugins weiter (u.a. ezdrummer).

Was mich wundert: In früheren Cubase-Versionen gab es doch Möglichkeiten, für VST2-Plugins zusätzliche eigene Pfade zu definieren. Das finde ich in Cubase 8 gerade nicht mehr wieder. Geht das nicht mehr ?

…den plugin-manager öffnen, unten links das kleine zahnrad anklicken, dann erweitert sich das fenster. hier aufs [+]-zeichen klicken, alles andere erklärt sich von selbst…

mw

Hallo maschinenwart,
danke. Genau das habe ich gesucht.
(ich müsste wohl noch viel mehr auf den Knöppen rumdrücken, die in den Dialogen so auftauchen, wenn Steinberg was an den Strukturen geändert hat …)