Plugin Latenzen - Steinberg Compressor 2.0 ms

Moin,

da ich vor kurzem bemerkt habe, dass der standard Steinberg Compressor eine Latenz von 2.0 ms verursacht und der z.B. Pro-C2 von Fabfilter nicht, habe ich mich gefragt, warum.
Ich benutz(t)e den Steinberg Compressor oft, da ich gedacht habe, “besser” in der Hinsicht auf Latenzen und CPU-Auslastung kann es nicht sein als der eigene vom Hersteller der DAW.

Habe ich mich geirrt? Macht es eurer Meinung nach einen großen Unterschied, ob mit Latenz oder ohne? Habe ich was falsch eingestellt?

Und weil ich zu viel Freizeit habe, habe ich mir ein Paar Plugins mehr angeschaut:

https://ibb.co/VvPdzj1

Multiband
Steinberg Multiband Compressor: 123.0 ms
Fabfilter Pro-MB (Dynamic Phase, Oversampling off): 20.0 ms
Fabfilter Pro-MB (Linear Phase, Oversampling 4x): 91.2 ms

Wofür war nochmal die “Live” Schaltfläche in den Steinberg Plugins…?
das erklärt dann auch deine Eingangsfrage. Auch im - ich trau es mich kaum zu sagen “Handbuch” nachzulesen.
Es macht einen Unterschied, ob Du Latenz hast, oder nicht. Wie sehr oder wie wenig Dich das ab welcher Latenz stört kannst nur Du selbst entscheiden.

Mal ganz einfach ausgedrückt.
Es gibt Plugins die benötige einen gewissen überblick über die Samples. Lookahead nennt man das. Die schauen voraus was passiert und das geht nur mit Samples die vorhanden sind.
Die Ergebnisse werden über eine grössere Anzahl von Samples berechnet. Je nach dem wie die Samples sich über die Zeit verändern wird ein optimales Ergebnis berechnet. Z.B. Die Frequenz lässt sich genauer berechnen wenn mehr Samples zu Verfügung stehen.

Man kann die Erhöhung der Latenz durch den Button “Latenzausgleich einschränken” vermindern. Aber dann arbeiten nicht mehr alle Plugins. Sicher steht dazu genaueres im Manual.

@svennilenni Danke Dir für den Hinweis, und ich ignoriere mal den etwas herablassenden Ton.

@Plan9 Danke! Look-ahead hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm!

Noch ein Beispiel.
Ein Compressor kann besser arbeiten wenn die Compression über mehr Samples berechnet wird.

Klar verstehe ich, hatte tatsächlich nicht an die look-ahead/Live Funktion gedacht. Für mich war es immer so, das ich diese extra aktivieren muss und nicht deaktivieren.
Jetzt weiß ich, dass diese standardmäßig aktiviert ist beim Steinberg Compressor und ich ein entsprechendes Standard-Preset machen werde :slight_smile:

Auch umfangreiche Mastering Plugins wie IZotope schlagen da richtig zu. Da das ja erst zum Ende der Produktion relevant wird, wenn die Aufnahmen im Kasten sind, kann man sich ja darauf einstellen.