Render in place Frage

Hallo
ich möchte direkt auf die Quellspur rendern, in Fällen, in denen ich sicher bin, dass ich das Ausgangsmaterial nicht mehr brauche. Das scheint nicht zu gehen. Es wird immer eine neue Spur erzeugt. Die alte muss dann händisch gelöscht werden.
Hat man in einer Spur schon mal gerendert und rendert aus dierselben Spur später noch einmal, schreibt Cubase wieder eine neue Spur. Muss ich das hinehmen oder beherrsche ich nur die Funktion nicht richtig ?
Gruss
Christian

Ja, das musst du so hinnehmen. Im Render Setup gibt es nur die Möglichkeit die Quell-Events stummzuschalten.
Du könntest dir eventuell ein Makro bauen, dass dir die Quellevents löscht…

Recht hat er mit dem Wunsch, sollte wählbar sein. Im Augenblick ist es ja gar kein “Render-in-Place”, was wirklich zeitsparend wäre, sonder ein “Render-in-place-direkt-darunter” :sunglasses:

… oder die Quell-Spur deaktiviert, wenn du (ohne Events auszuwählen) die ganze Spur “rip’st”.

Ich erzeuge gerne auf der Ur-Spur eine Trackversion und zieh das gerenderte Event da drauf (und deaktiviere zwangsläufig die Plugins da drauf händisch).

Wie du’s drehst und wendest, die ganze Funktion ist sehr nützlich bleibt aber in vielen Fällen ein Halbautomat.

Natürlich geht das !

Ihr dürft nicht das betreffende Event markiert haben, einfach rechter Mausklick über dem betreffenden Event, und Render in Place>Render Einstellungen>Quellspuren entfernen (sichtbar wenn man auf das kl. Dreieck klickt)

oder, betreffende Spur anwählen (nicht Event), dann in der obersten Zeile bei Datei, Bearbeiten>Render in Place>Render Einstellungen>usw.

Gruß

Mick
Event nicht makiert Quelle entfernen.jpg

genau so ist es. ist auch logisch, denn wenn du zb. nur einen teil einer midi-spur rende n möchtest… wie soll dann der audio-part auf der midi-spur plaziert werden…

natürlich, ich meinte ja auch nur das rendern von audio.
Was Mick oben schreibt, stimmt. Wenn ich die gesamte Spur rendere, kann auf “Quellspur entfernen” gestellt werden. Ich meinte aber was anderes. Beispiel:
Ich habe 5 Audio Block Events. Einer ist falsch intoniert. Also editiere ich den mit Melodyne. Jetzt will ich nur den rendern, und zwar auf die Quellspur. Danach nehme ich Melodyne wieder raus. Mit Logic geht das, aber Cubase legt eine neue Spur an.

Dazu dann einfach Event auswählen und “Auswahl als Datei” im Audio-Menü verwenden.

Achso, sag das doch gleich…

Event auswählen > Rechtsklick > Audio > Auswahl als Datei
oder
Event auswählen > Menü Audio > Auswahl als Datei

Dann ist der Melodyne-Edit aber auch noch nicht drin…

Ok! Das funktioniert nicht mit Melodyne, andere PlugIns kann man über r.Maus auf Event>PlugIns auswählen und einrechnen lassen.

Ich mag es gar nicht sagen, aber bei Studio One funzt das einfach mal so:
r.Maus auf Event>mit Melodyne bearbeiten (ist dort ja integriert)>r. Maus auf Event>und Auswahl als Audiodatei …fettich!

Doch, das kannst du ruhig sagen, Mick.
Dennoch ist diese Funktion in S1 viel zu rudimentär aufgebaut - ich jedenfalls erwarte und brauche solche umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten wie in Cubase oder Logic. (In Nuendo ist es noch besser, dort gibt es sogar externe Multi-Render-Optionen).
Auch mag ich es nicht, wenn meine originalen Midi/Instrumenten- oder Audiospuren gelöscht und/oder komplett ersetzt werden, auch wenn man das rückgängig machen kann. (Wer da ewig an einer Spur hin und her rendert und das immer wieder rückgängig macht, dem ist doch nicht mehr zu helfen, sorry). Aber jeder arbeitet halt anders.

Ansonsten verstehe ich das Drama darum hier nicht, es ist wohl kaum schlimm, nach dem fertigen Editieren der VariAudio- oder Melodyne-Spur diese kurz als Audio einrechnen zu lassen. Hiernach dann bei Bedarf beliebig RIP.
Ich glaube eher, dass der Workflow bei einigen ggf. manchmal nicht ganz optimal ist. Meine Meinung hierzu.
Jeder arbeitet ja anders.



.

Okay, das habe ich übersehen, dass es um Melodyne ging. Ich benutze für kleinere Korrekturen Vari-Audio und damit funktioniert “Auswahl als Datei” ohne Probleme. Aber auch für Melodyne lässt sich vielleicht ein kleines Makro erstellen, so dass es damit genauso einfach geht (Tastaturbefehle: Plugin anwenden: Melodyne > Audio: Als neue Datei schreiben. Okay, fraglich wäre hierbei, wie ein zuvor erstellter Edit berücksichtigt werden kann? Kenne mich mit melodyne nicht aus.).

Ansonsten sehe ich es wie Centralmusic. Jeder arbeitet anders. Ich benutze die Render-Funktion vorrangig für VSTi-Rendering und möchte meine Quellspuren immer behalten.
Alle Benutzer-Workflows lassen sich nicht als Standard-Funktion abbilden! Cubase bietet aber noch sehr viele Möglichkeiten den Standard-Workflow zu individualisieren. Z.B. den PLE-Editor und Tastaturbefehl-Makros. Diese sollte man bei Bedarf nutzen!

Bei Melodyne geht das nicht, dafür bräuchte Cubase halt ARA. Aber ich sehe eh kein großes Problem drin, wenn man das per RIP berechnen lässt und kurzerhand das neue über das Ur-File zieht (oder jenes vorher löscht oder als Track-Version behält oder oder oder).

Wär halt spitze, wenn RIP möglichst bald um wichtige Optionen erweitert würde. Zum Beispiel um Tickboxen namens “auf Unity-Gain berechnen” und “Pan ignorieren” (oder so ähnlich). Die wären bei meiner Arbeitsweise quasi immer an.