Stem Mixdown mit Send FX

Hallo liebe Cubase User,

meine Frage ist sicher kein neues Thema. Nur leider bin ich nirgendwo richtig fündig geworden.
Für Analog Summing möchte ich sehr gern meine Stem-Gruppen exportieren. Dazu habe ich all meine Kanäle und “Untergruppen” auf neue Gruppen geroutet. Diese möchte ich dann seperat exportieren, um sie dann in ein neues Projekt anlegen zu können zur weiteren Verarbeitung.

Leider funktioniert das auf dem mir logischem Wege überhaupt nicht. Meine auf die Tracks gerouteten Send FX routen scheinbar nicht mit auf die Gruppen, sondern auf den Stereo Out. Sprich mein Stem Export hat nicht mehr wirklich viel mit meinem Mix zu tun.

Das Problem kennen sicher einige hier. Welche Lösungen gibt es einen möglichst komfortablem Mixdown zu machen ohne jeweils alle Stems “Solo” nacheinander über den Mainout zu exportieren? Das wäre sehr zeitaufwendig.

Vielleicht hat ja jemand von Euch gute Tipps!

Vielen Dank schonmal, Martin

Die Fx returns kann man ja ganz einfach auf die Gruppen routen.

…FX auf Stereo Out geroutet = FX auf Stereo Out!
Einfach mal mit dem Routing in Cubase (oder Signalfluss im Allgemeinen) vertraut machen!

Ja, da hast Du recht und das ist mir auch bewusst. Wenn ich jetzt einen FX allerdings für mehrere Tracks benutze und diese Tracks auf z.B. unterschiedliche Stems geroutet sind, hilft es mir nicht diesen FX nur auf eine bestimmte Gruppe zu routen. Kann ich über direct routing hier eine Lösung finden? Es kommt nicht oft vor, aber ab und zu nutze ich z.B. mein Analog Tape Delay FX auf der Lead Vocal und auch auf einer Gitarrenspur. Ich könnte natürlich auch 2 FX Kanäle anlegen. Ähnlich ist es bei manchen Reverbs, die auf unterschiedlichen Tracks funktionieren. Daher meine Frage, ob ich auch einen Effekt auf mehrere Stems routen kann, ohne dass sich beim Mixdown der Stems änderungen der Verhältnisse ergeben.

Da hilft nur one by one (also Stem für Stem) exportieren. Render in place mit kompletter Signalkette & MasterFX geht auch, wiederum aber nur für jeden Stem einzeln.

Instantly als Stems exportierbare Projekte sollte man wohl von vornherein so anlegen oder eben im Nachhinein alle gemeinsam benutzen Send-Effekte vereinzeln. Wenn das Projekt eine gewisse Komplexität angenommen hat ist der Nacheinander-Export eventuell die einfachere/schnellere Lösung.

Beides öfter praktiziert - wenn ich von Beginn an alle Sends getrennt ausgeführt habe, also eben auch viele Reverbs etc. mehrfach am Start, dann wurde es mitunter schon mal eng mit der CPU (genauer gesagt mit der VST-Performance).

Die ganze Mix-Architektur muss letztlich auf Stems ausgelegt sein. Wenn ich beispielsweise Drums und Bass auf einer gemeinsamen Gruppe gemeinsam komprimiere und dann einen Drum- und einen Bass-Stem getrennt exportiere, dann ergibt die Summe der beiden Stems nicht das gleiche, weil sich der Kompressor natürlich anders benehmen wird, wenn er beim Export nur mit einem der beiden Signale gefüttert wird. Ähnliche Problemstellungen gibt’s bei gesidechainten Signalen. Wenn beim Export von Gruppen/Stems einzeln ein Steuer-Signal nicht mitläuft (z.B. die Kick, die den Bass duckt), dann findet das bei dem Export eben nicht statt. Da könnte man sich den Kick als stummes Phantom duplizieren und mir in die Bass-Exportgruppe routen.

Der Einfachheit halber hab ich mich vom analogen Summieren recht schnell wieder verabschiedet. Hab ja auch keinen Summierer, aber ein Bandkollege hat ein schickes Neve-Device. Mein persönliches Resümee war, dass das nur Sinn hat, wenn man das gleich reinmischt. Es gibt einfach zu viele Fallstricke, die bewirken, dass der ganze Mix dann unkontrolliert anders klingt.