Wirklich echte collaboration

Hallo zusammen,
mein Kumpel und ich machen seit Atari-ST Zeiten zusammen Musik. Was uns wirklich umtreibt ist, dass echte collaboration mit Cubase auch im Jahr 2020 noch nicht möglich zu sein scheint. Zumindest nicht so, wie wir uns das vorstellen. Unsere Studios sind nahezu identisch.
Da wir recht häufig räumlich getrennt sind, aber trotzdem am selben Song arbeiten, tauschen wir Songs und Dateien per Dropbox aus. Das funktioniert, ist aber nicht wirklich sexy. VST Transit wäre cool, wenn es das Mix komplett mit allen Plugins inkl. Drittanbieter, Einstellungen etc. darstellen würde. Wie macht Ihr das.
Das Zweite ist, dass wir gerne zusammen am selben Song einen Loop laufen lassen würden und an getrennten Keyboards im selben Song jeder zur gleichen Zeit spielen und dabei die Kontrolle über sein eigenes Synthplugin haben würde. Bin nicht sicher, ob das evtl. mit VST connect geht. Habe ich als remote-Spieler dann den kompletten Zugriff aufs VST-Instrument bzw. Funktioniert das auch ohne Internet im lokalen Netzwerk?
Fragen über Fragen:-)
Aber wäre super, wenn da jemand gute Ideen zu hat.

https://spinnup.link/348589-licht
https://youtu.be/I_BwsZ-dyHY
www.slenderflame.de

VSTConnect besteht aus zwei Teilen, einmal der Teil, der in Cubase steckt und ein eigenständiges Programm namens VSTConnect Performer, das Programm gibt es u.a. auch fürs iPad.

Zwei oder mehr Cubase per VSTConnect zusammen schalten geht nicht.

VST Connect PRO funzt auch im lokalen Netzwerk.

Mir erschließt sich der wirkliche Mehrwert von VST Transit gegenüber anderen Cloudspeicher-Lösungen (Dropbox, OneDrive & Co.) bisher auch nicht.
Dass man sich die Struktur des Projekts vor dem Herunterladen im Detail anschauen kann (inkl. aller benötigter Plugins) ist auch aus meiner Sicht das Mindeste.
Noch ein Vorschlag: Um Stress mit fehlenden Plugins zu vermeiden, sollte es möglich sein (zumindest für Steinberg-Plugins), die betreffende Spur eingefroren zu importieren.

PAT, das sehe ich genau so. in der Form eine gute Idee, aber für unseren Anwendungsfall unbrauchbar.
Performer finde ich für Gesang oder Live-Instrumentalisten sehr gelungen. Aber auch das ist für unseren Anwendungsfall nicht das Richtige. Der Performer müsste spielen und gleichzeitig das VST-Instrument bedienen können. Ich möchte dann aber keine Audiodatei auf der Studioseite sondern MIDI-Daten und die Möglichkeit, am Instrument weiter zu arbeiten.

Eine gute Idee. Eigentlich müsste es softwaretechnisch machbar sein.
Die vom Performer erzeugten MIDI-Daten sollten dann sinnvollerweise mit allen VSTi-Einstellungen und Automationsdaten übertragen werden :sunglasses:
Die könnten dann auf der Master-Seite weiter bearbeitet werden.

Eine direkte, gleichwertige Zusammenarbeit von Master (Engineer) und Performer wird dagegen wegen des Latenzproblems kaum möglich sein, evtl. später mal mit 5G.

Nochmal ein paar Ideen dazu, denn ich denke, das nicht mehr genannt werden wollende Virus hat bei vielen Softwareentwicklern neue Prioritäten gesetzt.
Vielleicht auch bei den Steinis?

Ich könnte mir eine zeitgemäße Kollaboration zweier (oder mehrerer?) Musiker so vorstellen, dass sie beide bzw. alle Cubase nutzen und zumindest für das gemeinsame Projekt die gleichen Plugins am Start haben.
Auf diese Weise können sie erstmal dasselbe Projekt laden. (Idee von VST-Transit).

Nun kommt der Mehrwert:
Jeder Musiker bekommt eine eigene ID, und alles, was er zum Projekt beisteuert, wird ganz im Sinne der bereits eingeführten Track Versions auf beiden Seiten ergänzt bzw. geändert.
Kollege B nimmt einen Take bei sich auf, nach Knopfdruck wird dieser zu A gesendet und bei ihm aktualisiert.
Sicher etwas zeitverzögert, je nach Datentyp, aber das spielt hier keine große Rolle.
Musiker A sieht: Ah, Kollege B hat mir eben eine neue Bass-Spur gesendet, nice!
Mit dieser Spur werden natürlich alle von B verwendeten EQ-Einstellungen, Insert-Plugins usw. mitgeliefert. Vergleichbar mit Spurpresets.

Durch die Track Versions kommt man sich nicht ins Gehege, und später können beide Seiten entscheiden, welche Takes man nimmt.
Jede Seite ist Herr über die eigenen Track-Versions.
Für die finale Version gibt es einen “Admin”, der die Rechte für alle Spuren hat und das Projekt zusammenmixt.

Die normale Steuerung (Transportbefehle usw.) macht jede Seite unabhängig.
D.h., man arbeitet zwar zur selben Zeit, aber im Detail unabhängig voneinander am selben Projekt, bekommt über die Onlineverbindung wie gesagt nur neue Spuren, Parts, Events bzw. Aktualisierungen zugespielt.
Um sich zu den einzelnen Schritten auszutauschen, gibt natürlich einen Audio- und einen Videokanal. Darüber läuft aber nicht die Aufnahme oder Wiedergabe.

Im Endeffekt basiert die Idee also sowohl auf VST Transit als auch auf VST Connect, aber mit deutlichen Erweiterungen.

Nun die spannende Frage:
Vielleicht gibt es das ja so oder ähnlich inzwischen auch schon und kommt uns demnächst mit Cubase 11 ins Haus :sunglasses:

Die Neuerungen von VST CONNECT PRO 5 hören sich schon mal vielversprechend an:

Features

  • Weltweit mit Musikern und Produzenten zusammenarbeiten


  • Video-Streaming-Funktion zwischen DAW und Performer


  • Lokales Video-Playback für VST Connect Performer


  • Multikanal-Unterstützung für Remote-Recording mit bis zu 16 Kanälen


  • Bis zu 192 kHz und 32 Bit Audioqualität, inklusive Downstream-Übertragung von unkomprimierten Audiodateien


  • Unterstützung von ein- und ausgehenden MIDI-Daten zwischen der eigenen DAW und dem aufnehmenden Gegenüber


  • Cue-Mix-Sektion für eine optimale Aufnahmeumgebung


  • LAN-Support für lokale Netzwerkverbindungen

  • VST-3-Support für die Aufnahme von VST-Instrumenten über eine P2P-Verbindung


  • Kostenfreier Download der Client-App mit Remote-Zugriff auf die Session-Settings durch den Session-Administrator