Destruktives Zerschnippseln / Stille löschen

  • 1!
    So mache ich es nur noch. :sunglasses:
    Festplattenplatz kost´nix mehr, Länge der Wavs daher quasi egal. So seh ich das. :wink:
    Vorteil mit diesem Handling: auch nach Jahren noch von allen DAWs lesbar, und das ist zudem Plattformunabhängig!
    Da kann man sich wenigstens drauf verlassen.

OMF hat schon seine Berechtigung. Ist aber etwas aus der Mode gekommen, das stimmt. Kann man aber schon mal brauchen.
Würde das aber nie zum Archivieren nutzen (!)

Naja, die wirklich sicherste Methode ist ja, einfach jede Spur als reine Wav runterzurechnen. Also alle zugehörigen Effekte mit einzubeziehen.
Dann ist man auch wirklich für die Zukunft gesichert, und wird einen Song immer öffnen können. Auch nach einem Betriebssystem/Plattform- oder DAW-Wechsel.
:slight_smile:

Ganz wichtiger Punkt, neben einigen anderen, gerade das Handling nach Jahren sollte man nicht unterschätzen.
Was bin ich froh bei den Logic 4/5 Projekten alle Spuren ganz sauber von Takt 1 bis Schluss gebounct zu haben.
Ist so in allen DAW’s wie DU sagst Jahre später simpel einlesbar.
Hier am Bsp. von Logic. das unter Win 7 nicht mehr läuft, wenn ich da nur Regionen gebounct hätte, da muss man sehr gut organisert sein (Ablage eines Textfiles mit dem Song, mit genauer Angabe was in welchem Takt in welcher Spur startet), damit das dann später auch klappt.

Wie heißt es so schön, Wave Dateien sind Wave Dateien.
Wenn ich an die unterschiedliche UMsetzung des OMF-Formats denke, grauts mir.

Weiterer Punkt, der nicht so wesentlich ist, aber nicht zu unterschätzen ist.
Beim o.g. bouncen, ist mir aufgefallen, das ich einen Anfang wegautomatisiert habe, der mir im Nachhinein doch wieder gefällt. So ist er gerettet worden.

Freut mich für dich whitealbum, sehr interessant wenn du von verschiedenen DAWs berichtest.

Da fällt mir auf wie sehr eigentlich “bounce in place” fehlt, man sollte auch so eine Funktion machen wo man wie beim Multi-Export alle Spuren auf einmal rendern, aussuchen ob inserts/Automationen… mit einbezogen werden sollen, und automatisch sinnvoll die resultierend Audio Datein so “schneidet” das Stillen ausgelassen werden, und gleich als .cpr o. .omv exportieren kann. (denke dass das mit ein paar Audioevents in jeder Spur für so ein OMF Format doch nicht zu viel sein können.)

Das wäre doch genau das was sich UNI wünscht, aber mir wären “Cubase-Parts” (also kleine .cpr’s mit Vorschau, wo man vorerst nur die Vorschau (Audio) im Projekt verwenden kann und bei bedarf später wieder in das original .cpr im bereits offenen Projekt entfreezt) lieber.

DAS ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen. Aber ich hab´s letztendlich auch nach 20 Jahren noch hingekriegt, das MIDI aus alten Atari-Notator-Files rüberzukriegen.

Um in meinem o.g. Beispiel, “Umzug” von einem Sequenzer auf den anderen, habe ich mir alles gerettet was ging, inkl. Midi Files. In zwei Fällen war es aber leider so, dass der Klangerzeuger unter Win 7 nicht mehr lauffähig war, und ich dann doch froh war Audio Files davon gemacht zu haben.
Ich hatte dann versucht ein ähnl. Ergebnis (hier Streicherensemble) mit anderen VSTi’s oder Samples hinzubekommen.
Keine Chance ohne extrem viel Gefriemel in Kauf zu nehmen (wer kennt das nicht, was soll so schwer an Stringsounds sein, leider eben doch, Attack/Decay, Sustain Releasezeit, wie wird bspw. das Legato gespielt, da gibt es so unterschiedliche viele Varianten) oder den unterschiedlichen Sound zu akzeptieren.
Für meine Arbeitsweise ist das “Horten” von Files gerade richtig.
Am Anfang habe ich mehr entfernt, leider.
Das gilt bei mir nicht für Speichern von vielen Einspieltakes, ich behalte nicht gerne viele Versionen, meistens eine oder zwei, fertig, der Rest kann via Pool gelöscht werden.

ohne das ich mir jetzt hier alles durchgelesen habe emfehle ich die freezfunktion.die macht genau das
-stille wegschneiden-
wenn du auf einer spur nur n sound hast der 2 mal kommt, dann wird die stille dazwischen nicht mitgerendert.in der wavedatei im freezodner liegt dann eine datei in dem die beiden sounds dann so dicht wie möglich aneinander sind.beim abspielen der datei wird dann natrürlich geschaut wo die beiden sounds zeitlich kommen und dementsprechend richtig abgespielt. das ist auch der grund warum freeze schneller geht als bounce.
und du hast dein vsti auch als audio.zwar im hintergrund aber es geht.

Dann breuchte man quasi nur einen “freez export”.

Hey, du hast Recht!! Ist mir zuvor nie aufgefallen, was Freeze eigentlich so im Hintergrund macht…
Werde es nun wohl öfter einsetzen. :slight_smile:

Eigentlich ist der manchmal hier geäußerte Wunsch, das “Gefreezte” schneiden/verschieben zu können ja dadurch gewährleistet, indem man das “gerenderte Freeze-Audio” einfach bei Bedarf kurz mal wieder auftaut… (!)

Eigentlich doch eine gute Sache, das Freeze.


.
Was uns vielmehr fehlt, ist Bounce-In-Place" (!)
Zum Voting/Infos:
http://www.steinberg.net/forum/viewtopic.php?f=182&t=43826

  1. voll, und ich würde mir wünschen, das man ganze Gruppen freezen kann. (die Kanäle/Spuren vor der Gruppe verschwinden) das “Audio” (grefreezte Gruppe inkl. Kanäle/Spuren in den Metadaten) abspeichern kann.
  2. In der Media Bay vorhören.
  3. anfangs nur das “Audio” in einen anderen .cpr benutzen kann.
  4. und wenn man es wünscht irgendow (in einen Anderen .cpr) wieder entfreezet.

Das kann so noch keine DAW, Ableton zB. kann das ansatzweise…

Stellt euch vor eure lieblings Sequenzen aus verschiedenen VSTi’s und VST, Noten, Automationen und Audio, vorhörbar in der Mediabay als ein file, schnell mal experimentieren nur mit reinen Audio. (vl reicht das ja sogar), und wenn ihr das ganze ändern wollt (in einen anderen .cpr): ein Knopfdruck und das quell Setup wird statt den Audio ins aktuelle .cpr importiert…


Aber das was sich UNI wünscht, kann doch nicht so schwer umzusetzen zu sein, man müsste nur die freez Sachen exportieren können mit einen verweis wie sie zusammen gehören, bzw vl. als OMF…

alles + 1 , Loop Breaker!
find ich gut… :sunglasses:

Meine aber auch, dass die > Media Bay von vielen Usern unterschätzt wird - und das Teil hat noch viel mehr Potential, und gehört ausgebaut!

  • 1 , Loop Breaker!

diese idee habe ich auch schon lang im kopf.das wäre echt geil. aber sag mal wie genau ist es in live umgesetzt? ist nicht studio one in sachen midi zu audio und zurück am besten?

In Studio one weis ich nicht, in Live kann man zB. einfach ein ganzes .als in ein anderes Ziehen. Oder wehrend man ein andere AbletonLiveSet geöffnet hat, ein anderes .als im Browser aufklappen und nur bestimmte spuren rüberziehen. (also nichts mit freez und so) In Cubase gibt es daweil nur das Spurarchiv…

Na super, jetzt hab ich´s mal mit FLAC versucht und bekomme extreme Disk-Spikes und Dropouts.

Das macht mich alles bekloppt !

Ich hab jetzt 65 Audio-Spuren (sonst nix) mit “durchgängigen” Files. Hatte das Audio erst auf ner HDD, hab es dann auf SSD kopiert - geht besser, aber arbeiten kann man damit nicht, ständig hängt es irgendwo. Mit 6.5 übrigens gleiches Problem.

Das bringt mich erstmal zu einer grundsätzlichen Frage: Wenn ich die Files im Arrange zerschnippsele, liest Cubase sie dann trotzdem die ganze Zeit? Hat Bearbeitungsoptionen > Audio > Stummgeschaltetes Audio wie gelöschtes behandeln ne Auswirkung darauf - bzw. sollte es nicht so sein? Hab´s testweise alles zerschnippselt, trotzdem spotzt es. So kann man jedenfalls nicht arbeiten.

Hatte vorher einen Mix mit um die 160 Spuren (in WAV), da hatte ich aber nur die Teile rausgerechnet, in denen auch was passiert. Null Probleme, auch nicht auf ner HDD. Nur ist so eine Vorgehensweise ohne vernünftige Unterstützung durch das Programm eben schweinemäßig mühevoll .

Und was die Buchhalterei betrifft: Habe den Ordner mit den 65 FLAC-Files testweise in WAV konvertiert.
FLAC: 1,01 GB
WAV: 6,47 GB

Dieser Riesenunterschied entsteht nur, weil FLAC die Stille “wegnullt” behaupte ich mal, denn die Kompressionsrate ist normalerweise max. 50%.

Neenee Leute, ich bleibt dabei, eine Stille-Weg-Funktion muss dringend her!

Ja, das ist eine tolle Sache.
Ich lasse mir von Cubase dann eigentlich gleich eine cpr Datei erstellen, mit all den Audio Files drin.
Aber leider erzeugt Cubase nur Mono Spuren.

Ich hab´s ausprobiert und es scheint in der Tat die einzig praktikable Methode zu sein, die blöde “Stille” rauszukriegen. Leider etwas aufwändig, aber immerhin ein Workaround, danke also für den Tipp.

Also Fazit: Ich hatte 67 Audiospuren in WAV, insgesamt 6,67 GB. Wenn ich die alle gleichzeitig ins Arrange ziehe, geht meine HDD in die Knie und es stottert wie Sau. Wenn ich die stillen Stellen im Arrange rausschneide, spielt er´s problemlos ab.

Ich hab´s mit FLAC versucht - die Größe der Files liegt dann bei ca 1 GB. Abspielen auch nach Stille wegschneiden nicht möglich, auch nicht von SSD.

Bei Cent´s Backup-Methode sind 1,96 GB übrig geblieben - also weniger als ein Drittel der Originalgröße. Ihr müsst mit Blindheit geschlagen sein, wenn ihr meint, es sei sinnig, seine Platten mit mind. 50% Nullen zuzumüllen, nur weil´s nix mehr kostet.

Ich frag mich gerade, was eigentlich bei ner Spielfilm-Vertonung passieren würde. Da hat man bei ner anderthalb Stunden-Strecke garantiert 80% Null, wenn man für verschiedene Geräusche/Effekte verschiedene Spuren benutzt.

Zum besseren Verständnis des von Dir beobachteten Effekts: Bei komprimierten Audio-Formaten kommt es zu den gleichen Effekten wie bei komprimierten Bildern (z. B. Jpg): Die Daten müssen im Speicher des Rechners vor der Verwendung in der Audio-App dekomprimiert werden. Das verursacht einmal einen gewissen Mehraufwand bei der CPU gegenüber unkomprimierten Formaten. Und außerdem werden im Endeffekt doch wieder die gleichen Datenmengen erzeugt, wenn auch nur temporär. Bei Streaming-Formaten wie FLAC muss zwar nicht die ganze Datei auf einmal dekomprimiert und auf der Platte oder im Speicher gecachet werden, sondern nur ein Bereich um den abzuspielenden Bereich herum, aber die letztendlich zu einem Zeitpunkt x von Cubase zu behandelnden Daten dürften bei FLAC und WAV gleich sein.

Fazit: Die Datenmenge bei FLAC verringert sich also nur bei der dauerhaften Speicherung auf der Platte, aber mit dem Nachteil des etwas größeren CPU-Bedarfs. Ich kann mir also vorstellen, dass es in Deinem Fall bei FLAC durch die höhere CPU-Belastung sogar eher zu Aussetzern kommt, als bei WAV. Bei wenigen Spuren fällt das jedoch weniger ins Gewicht, als bei >60.

Das sehe ich genau so. Zusammen mit doppelten Backups kommt da ein enormer Mehrbedarf an Speicherplatz zusammen, als eigentlich nötig. Und das Handling (Kopieren, Verschieben) ist auch umständlicher.

+ 1 !
Habe erst gestern Nacht wieder die Backup-Funktion in Cubase verwendet - ein echter Speichervorteil! :sunglasses:


Aber Uni, dein (zugegeben echt hammermässiges!) Ergebnis ist ja dennoch trotzdem nicht sonderlich allgemeingültig - denn es hängt ja davon ab, wie denn dein eigentliches Projekt/Arrange so ausschaut, wie viel du letztendlich geschnitten oder als neue Audiofile gerendert hast, usw. :question:


Wobei ich sagen muss, dass ich letztens bei Marathon-Sprachaufnahmen, welche über mehrere Tage gingen, nach dem Schneiden/Editing von knapp 9 GB auf “nur noch” ca. 5,5 GB kam beim Saven - auch mit Hilfe der Backup-Funktion. Das läßt schon aufhorchen.
Gefällt mir! :slight_smile:


Naja, das ist ja ein anderes Thema mit anderen Herangehensweisen. Meist bleibt es ja auf gleichen Systemen, für große Spielfilmproduktionen z.B. innerhalb austauschfähiger ProTools-Sessions. Ansonsten sind AAF, OMF, u. sogar Broadcast WAV & Co. auch ein interessantes Thema in diesem Falle, da die geschnittenen Regions mit Zeitstempel/TImecode-Info versehen werden. Das spart dann auch immens HD-Platz.

LG Cent.

Ich bin mir irgendwie nicht sicher, ob meine Meinung bzw. Arbeitsweise allgemeingültig ist oder nicht, aber ich kann mal aus (inzwischen leider) 30jähriger Erfahrung sagen, dass ich der einzige von allen meinen ehemaligen Bandkollegen bin, der immer alles noch “hat”, was die anderen längst verbaselt haben. Das hängt vielleicht tatsächlich mit einer gewissen geerbten Buchhalter-Mentalität zusammen - ich behaupte aber mal, wenn man nicht nur auf Hobby macht, kann das definitiv hilfreich sein.

Damit ich (oder meine nicht vorhanden Erben :wink: auch noch nach weiteren 30 Jahren auf alles zugreifen können, mach ich´s also so: Wenn alles fertig aufgenommen ist, wird ein Mix gemacht und dieser wird über den Multiexport komplett in Audio gerendert - und zwar so, dass die wirklich wichtigen Spuren ggf. noch in “trocken” und “FX” unterteilt werden. Z.B. exportiere ich für die BDR i.d.R. 2 Kanäle, einmal nur den trockenen Anteil und zusätzlich den Raum. Das ursprüngliche Projekt ist dann nur noch eine Art Sicherheitskopie, damit man noch an das MIDI kommen kann. Normalerweise kann man es mittelfristig soundmäßig ja sowieso vergessen, weil irgendwann das eine oder andere Plugin nicht mehr funktionieren wird und eines reicht schon, um den gesamten Mix zunichte zu machen.

So, und wenn die Songs dann mal länger sind (das Beispiel mit den 67 Spuren ist knapp 7 Min) und auch mal viele Spuren haben, dann kommen hinten eben auch ne Menge Audiospuren raus und natürlich gehen die wegen dem Multiexport alle über die volle Länge.

Den “richtigen” Mix mache ich dann aus dem “Audio-only”-Projekt und habe gleichzeitig den Vorteil, später nochmal easy was dran ändern bzw. auf einzelne Spuren zugreifen zu können. Aber an NULL werde ich bestimmt nie was ändern wollen :wink:

Haha… :wink: du missverstehst, Uni!
Ich meinte das mit dem “allgemeingültigen Handling” ja eher bezogen auf dein Song-Arrangement (!) weiss doch keiner, was du da alles so drin hast, zu unterschiedlich jeder Song/Musikrichtung/usw. usw. :wink:
Es war ja nicht auf den Bounce/Render/Backup/Speicherspar-Workflow (!) bezogen - denn das ist ja richtig und gut, machen die meisten ja auch so. (auch ich) :wink: