gelöst - Artist 7: HI & LOW CUT

Moinmoin,

ich möchte zur Abwechslung mal stumpf Frequenzen unter 30Hz und über 18K abschneiden - und zwar stumpf und eckig - ohne Kurve!
Gehts sowas? Hat Artist 7 ein so einen EQ?

Versuchs mal mit den GEQ 10 oder 30, falls Artist das hat…

Nein, die beiden EQ 10 und 30 sind hierfür nicht geeignet, das sind ja beides “grafische Equalizer”.
Einen reinen Cut bekommt man damit also nicht hin.

@Deutsche Basslinie:
ähm, in deiner Sig sah ich, dass du Artist 7 längst hast, auch dein Foto zeigt das Handbuch? Du weisst sicher, was du an Technik brauchst zum cutten, oder? Warum schaust du nicht einfach mal, was für Plugins dabei und welche hierfür passend sind…? :wink:
Den “Studio EQ” müsstest du ja auch haben, damit kannst du ja Lo und Hi Cuts setzen. (auch wenn die nicht extrem steilgestaltet sind, das hört man eh kaum)
Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass im Artist 7 Mixer und im Kanaleinstellungsfenster die Cut-Regler fehlen? ggf. ausgeblendet vielleicht?

Ach, wenn es extrem steilbandig sein soll, könnte man auch den MultibandCompressor umfunktionieren, indem man nur ein großes Band - über gewünschtem Freq´bereich gezogen, und “solo” geschaltet, aber keine Komprimierung, alles auf “Null” - nutzt.
Wobei in Artist, glaube ich, kein MBC dabei ist. Schau sonst mal in diesen Thread, dort auch Download des alten MBC aus SX Zeiten: https://www.steinberg.net/forum/viewtopic.php?f=175&t=32823

Schreib mal, ob die Hi/Lo Cuts im Artist 7 Mixer dabei sind, ja?

Moinmoin,

die grafischen EQs gefallen mir für diesen Job nicht - is klar, die sind mir zu kurvig. Die anderen haben meist Drehregler, das mog I au net.
30 Schiebepotis wären ein Anfang, aber vielleicht ist dies ja mal ein Anreiz für Cubase 8 - einfach mal zu sagen: unter XX Hz alles weg! über XXkHz alles weg!

Das nervt nur und beeinträchtigt mir den Compi noch.

mensch, das muss Cubase doch haben! Viele Produzenten schnibbeln oben und unten in Cubase vorm Mixdown vie PlugIn was weg, bevor der Fraunhofer Codec das auf lieblose Art und Weise tut!

Wie schon gesagt hat Cubase das auch - nennt sich highcut und lowcut.

Ich habe mir nochmal die Standart Garnitur angesehen, incl. Demo von Curve EQ.

Dabei rum kam, dass nur der Studio EQ von Steinberg so halbwegs brauchbar für den Job ist. Die Flanken bekommt man mit dezenten Q-Parametern auch noch ein bischen steiler.

Haben wir hier einen Mastering Spezialisten an Bord? Wie entfernen die Profis unter Euch unerwünschte Unter- und Obertöne und was macht Ihr, bevor Ihr einen MP3 encodet mit den Subbässen und den nicht hörbaren Höhen?

EDIT: Zum Curve EQ habe ich auch gleich mal einen Verbesserungsvorschlag: Rechte Winkel und cutten!! Und kleine Radien für die rechten Winkel :smiley:

Moin Moin,


@ Deutsche Bassline:

Brauchst Du vielleicht etwas mehr “Bumms” in Deinen Mixes…wenn ich diese Frage hier so mal ein bischen interpretiere?


Viele Grüße


Marcus

Na, das gehört dann ja eher ins Mastering (!) Und wer sind diese “Produzenten”? :wink:
(bevor wieder andere meckern: klar, kann man vorher auch dezent machen)

ach so, du willst direkt rausrechnen, vorher cutten, alles selber erledigen. Na, da gibt´s tolle externe Plugins für.
Cubase muss ja nun nicht alles können, kann aber vielfach schon viel mehr, als so manch andere. :mrgreen:

EDIT / Nachtrag:

Ja, eben. Das reicht meistens echt lässig aus. Hartes Cutten mit 48 dB oder höher, das macht man ja beim Mastering. So kenn und mach ich das jedenfalls.
Die Cuts in Cubase funktionieren ansich ziemlich gut und “klingen” auch gut, im musikalischen Kontext. Da sind dann sogar etwas “weichere” Kurven von 12 dB oder 6 dB oftmals effektiver.

Unter/Obertöne? öhm… also, diese Wörter sind ja eigentlich was völlig anderes im Audiobereich…(google mal…) :wink:
Und für “nicht sichtbare Frequenzen” gibt´s ja auch was echt Passendes… :wink:

ich hoffe, du “hörst” (?) diese 90 Grad (?) extrem- Cuts dann auch… in diesen Bereichen vor allem… :mrgreen:

Versteh die Basslien schon…umso mehr man wegcuttet, umso lauter kann der Mix werden…der Cambride Eq meiner UAD hat 48 db Flankensteilheit…da geht einiges…

Welche denn? Ich habe zum Thema mal ein Mastering Video auf Youtube gesehen, habs leider nicht wiedergefunden! Da wurde es mit in die Mastering kette geschmissen, weil der Fraunhofer Codec da alles verhunzt. Danach hat er den UHR22 in die kette geschmissen, zum runterrechnen. Ich wills vor den Master Compressoren unterbringen. Wie zum henker nennen sich diese PlugIns? CutOffs sinds nicht, die sind Kurvig. Unter EQs und EQ Cutter finde ich auch nirgends was drunter.

Moinsen,

Bumms kann man nie genug haben - diesmal ist aber es der klare warme Sound den ich suche!
Gewummer unten rum raus - scharfe Höhen raus -> dann zwei Compressoren (dezente Parameter), der zweite Parallel mit ganz viel dry.

Nur muss hier vorher der ganze Schrott raus.

Wäre nett, wenn Ihr da in Zukunft mal mit einem Cutter (90°) dienen könntet! Den brauchen wir auch für Drum&Bass Schlagzeug! Bassdrum und Snare werden untenrum nämlich auch radikal beschnitten. Weiß jetzt nicht ob das Reason oder Fruity war, (auf Youtube gesehen) da haben die das Schlagzeug unten rum stumpf gecuttet und je nach Drum im EQ 6dB dazugegeben. Cleaner gehts nicht!

Welche denn? …Ich wills vor den Master Compressoren unterbringen. Wie zum henker nennen sich diese PlugIns? CutOffs sinds nicht, die sind Kurvig. Unter EQs und EQ Cutter finde ich auch nirgends was drunter.

Also welche? Steilflankige Filter suchst du wohl… Anscheinend noch steiler als das was du vorliegen hast. Willst wohl mal so richtig steil gehen hihi :smiley:
Nein Spass bei Seite. Frequenzen entfernen tut man mit Filtern. Je steiler dein Filter sein soll (in Richtung rechteckig alla sinc Impulsantwort) Brauchst du ein Filter mit eine Vielzahl an Filterpolen. Letztlich entstehen hier dann dementsprechende Flanken (12,24,48 usw. dB). Viele Filterpole führen neben anderen Effekten auch zu vielen Rechnungen und das sollte man eher vermeiden.
Ein 48db Hipass ist das äußerste was ich dir empfehlen würde, mehr wird nix. Nimmste vielleicht ein linear phasiges!
Viele Grüße

:sunglasses:

Mir wurde gerade empfohlen:

Hm UAD Cambridge, Farbfilter Q oder Sonnox.

Wäre trotzdem ganz nett, wenn Ihr in Cubase 8 (noch schöner mit dem nächsten patch für Artist 7)
ein ganz simples VST bringen würdet, das sich in der Kategorie Mastering (als Insert) nennt: Hi-Cut; Low-Cut (oder allgemein Cutter). Angegeben wird einfach die Frequenz in Hz nach (oder vor) der Abgeschnitten wird.

Vielen Dank im Voraus, liebes Steinberg Team, gern bleibe ich euch treu :smiley:

Ja sicher, aber das macht man doch nicht mit einem 48 dB Cut oben und unten, das hat doch mit “Wärme” nix zu tun!
“Wärme” schafft man, indem man richtig mischt und das Frequenzbild aufeinander anpasst. Anheben, absenken, dies mit Standard-EQs (oder Sättigungstools etc).
Kompressoren dienen der Lautheitskorrektur.

Wenn du unterhalb 30 Hz und über 18kHz cuttest, wird das keinerlei Auswirkung auf “Wärme”, oder “Bumms” oder “Cleaner geht´s nicht!” haben.
In diesen Bereichen wirst du selber auch nichts mehr > hören können. (Auf einem Analyzer kann man sich das natürlich anschauen)


Ja klar, aber auch dazu nimmt man doch keinen hochwertigen phasenlinearen Cut-EQ!
Hierzu benutzt man z.B. wunderbar die DAW-bordeigenen z.B. - in Cubase hast du hierfür den ChannelEQ und den Studio EQ u.a.
Ausserdem, wenn man eine Snare um 100 Hz oder höher, oder die Cymbals weiter oben bei 500 Hz untenrum mit einem Cut versieht, sind 12 oder 6 dB Flankensteilheit viel musikalischer, klingt besser als hart gecuttet, im Gesamtkontext. Da braucht´s doch kein separates teures Nobel-48 dB Cut-Plugin auf jedem Instrument und jeder Spur!
:unamused:

Hm, sag mal, ohne dir jetzt etwas zu unterstellen oder auf die Füße zu treten, aber du schreibst ja von Fruity Loops und irgendwelchen Youtubevideos*, wo Leute irgendwas gemacht haben… (*also, erstmal kommt´s ja auf das Ausgangsmaterial an, vielleicht hat der Typ ja bereits knapp perfekte Sounds/Drums benutzt, zum anderen sind die Videos bei YT ja auch derbe komprimiert, oft verschlimmert. Das würde ich echt keinesfalls als Hör-Vorlage nehmen! Na, es ist falsch zu glauben, ich “cutte mal eben untenrum alles hart weg”, und dann “hebe ich einfach wo 6 dB an”! …so ja dein Zitat weiter oben) :open_mouth:

Weiß jetzt nicht ob das Reason oder Fruity war, (auf Youtube gesehen) da haben die das Schlagzeug unten rum stumpf gecuttet und je nach Drum im EQ 6dB dazugegeben…

Hast du selber denn Mischerfahrung?

Gruss,
Cent

Wäre trotzdem ganz nett, wenn Ihr in Cubase 8 (noch schöner mit dem nächsten patch für Artist 7)
ein ganz simples VST bringen würdet, das sich in der Kategorie Mastering (als Insert) nennt: Hi-Cut; Low-Cut (oder allgemein Cutter). Angegeben wird einfach die Frequenz in Hz nach (oder vor) der Abgeschnitten wird.

Es wurde zwar schon mehrmals gesagt, HC un LC gibts gibts in Cubase 7 bereits…

Ja, ich fuchse mich gerade rein.
Ich ziehe mir nur Tutorials von Vollprofis rein. Schlagzeug cutten ist typisch für die weltbesten Drum&Bass Produktionen.
Ich teste gerade das Mastering von Robert Babisz. Hier gehts auch nur erst einmal um einen gescheiten Cutter, der sich schnell und einfach anwenden lässt.
Aber da Du ja “King of Mix” zu sein scheinst, lasse doch mal eines deiner Werke hören, würde mich ja mal interessieren.

Ich bin übrigens fündig geworden:

Sonnox Oxford EQ

Schöner kann man Kurven garnicht definieren. Frequenz einfach eintragen und für eine steilere Flanke den Punkt einfach nach unten ziehen.

Hi,

Wenn es ums Mastern geht, kann ich dir noch das Handbuch von Bobby Owsinkski (Mastern wie die Profis)
empfehlen. Geht da zwar mehr ums Mastern als Abmischen, die vermittelten Grundlagen können aber auch
beim Mix sehr hilfreich sein.

Grüsse

@Deutsche Basslinie: naja, komm, King of Mix bestimmt nicht unbedingt… höhö. Aber viel Erfahrung über viele Jahre, diverse Musikrichtungen gemischt, derzeit Sprache/Filmvertonung etc. Ist ja auch egal und tut nix zur Sache. Mir war es nur wichtig, Missverständnisse auszuräumen, und dir Ansätze zum Selberausprobieren zu geben. Das ist alles. Und dazu ist dieses Forum ja auch da. Es sind ja Grundlagen, die dir, so meine ich, vielleicht fehl(t)en.
Schön, wenn du Lösungen gefunden hast! :slight_smile:

Erfahrung habe ich viel, ich habe die Jahre über auch sehr viel falsch gemacht.
Aber durch Informationszeitalter (prim. YouTube) und auch diese Steinberg Community besteht die Welt bald nur noch aus prof. Musikproduzenten.

Was ich nun auf jeden Fall habe, ist ein gutes Gehör und sehr viele gute Expertentips. Die Vollprofis sind auch nur Menschen und dass sie Ihr Wissen ohne weiteres weitergeben, um anderen Künstlern zu helfen, finde ich bemerkenswert.
Ich verfüge nun über zwei gute Monitoringmöglichkeiten und Cubase Artist 7. Jetzt muss ich noch ein bischen an meinem Synth rumlöten und dann werde ich in den nächsten Wochen endlich mal wieder ein bischen mukke machen.