Mastering mit Kopfhörer

Hallo Tonkünstler,

ich mische und mastere mit den Yamaha NS10M-Boxen. Nun versuche ich mit Kopfhörern zu arbeiten (meine Nachbarn werden es gut finden) und habe ein paar Modelle zum Vergleichen hier:

AKG K 712 pro
Beyerdynamik DT990
Shure SRH 840

Nun habe ich gelesen, dass es beim Mastering mit Kopfhörern passende Verstärker gibt, die ein wenig das linke Signal in den rechten Kopfhörerausgang mischen und umgekehrt, um das Hören mit Boxen zu simulieren.

Kann man denn nicht direkt in Cubase Pro 8 das im Mixer realisieren?

Was muss ich tun, um den Masterausgang zu doppeln und die Kanäle links mit rechts zu tauschen und dem Master stufenlos wieder zuzumischen?

Ein frohes F#
Jo

Es gibt da ein Plugin für von Toneboosters das neennt sich Isone V3 und macht genau das was du dir wünschst und sogar noch mehr :wink:

http://newaudiotechnology.com/de/produkte/spatial-audio-designer/

http://www.g-sonique.com/msx5headphonemonitoring.html ^^

Lg

Hallo JoaMus :slight_smile:

Also vornehinweg ich besitze die AKG K712 Pro und kann nur schwärmen! Sie klingen fantastisch.

Zu deiner Frage: Ich habe mir diese Überlegung auch gemacht, habe mir fast den SPL 2Control gekauft, der hat ja die beschriebene Crossfeed Funktion. Nun eine Überlegung hat mich vom Kauf abgeraten:

Wieso solltest du wenn du Kopfhörer aufhast mit einem Crossfeed arbeiten? Klar, um einen Raum zu simulieren, aber was bringt das? Niemand sonst der den Track danach hört, hat diese Möglichkeit. Du musst dein Track so produzieren dass es auf Kopfhörer mit normalen Einstellungen geil klingt und nicht erst wenn ein “Raum” durch solch eine Crossfeed Funktion simuliert wird, das soll nicht dein Ziel sein!

Ich benutze beim Mixdown und Mastern sehr oft die Kopfhörer aber eben ohne die Crossfeed Funktion. Ich habe seither viel dazu gelernt, man kann einen Raum auch anders simulieren! Mach mal einen SEHR kurzen Send-Hall. Nun erzeuge eine Spur mit einer stinknormalen Saw-Wave. Knall dann den kurzen Send-Hall auf diese Spur und hör dir das Ergebnis mit den Headphones an. Mit guten Einstellungen sollte es klingen als ob du es über deine Monitore hörst! Sprich, es klingt wie in einem Raum! Solch ein kurzer Send-Hall benutze ich beinahe auf jeder Spur um einen “Raum zu simulieren”. Diese Vorgehensweise wird auch jeder auf jeden Kopfhörern hören. Ohne Crossfeed.

Ich bin einfach der Meinung man braucht diese Funktion absolut nicht! Du lügst deinen Ohren vor dein Track klingt fett, wie in einem Raum, dies ist aber nicht so. Naja für andere auf jeden Fall nicht

Überleg dir das bitte gut :slight_smile:

Liebe Grüsse

Voll! Sehr schön geschrieben! :smiley:

bin auch noch nicht auf die Idee gekommen das wirklich für “das was es gedacht ist” umzusetzen, vl. mal als Effekt…


Lg

Ganz deiner Meinung, Florian360!
Diese ganzen “modernen” pseudoakustischen “Klangverschmierer” können nämlich auch mal schlimme Phasengeschichten verursachen, so dass derbe Mischfehler schnell entstehen! Finger weg, sage ich…
ich halte davon überhaupt nichts.
Ich mische selber auch viel und recht oft mit Kopfhörer, finales Abhören/Feinschliff aber dann doch auf meinen Adams oder O300er, NS10M habe ich auch. Man muss sich halt in die HPs einhören. Gibt genug Profis, welche mit Kopfhörer herrliche Mixe umsetzen, weil sie diese eben kennen und beurteilen können. Mix-Erfahrung natürlich ebenso vorausgesetzt.
Aber, viel wichtiger: Mix in mono checken und vor allem auch mal per Küchenradio, deinem Phone (!) und im Auto etc. anhören.

Gruss
C.

Stimmt man sollte seinen Kopfhörer kennen. Mein sehr hochwertiger AKG K-501 hat z.B. die Eigenschaft den Bass exzellent und detailgetreu darzustellen. Mit welchem Ergebnis? Auf jedem durchschnittlichen Stereogerät inkl.Auto usw. ist viel zu viel Bass zu hören. Also im Mix bewusst etwas zurücknehmen. Weil das höre ja nur ich. Siehe da … Passt. Weil man sein Gerät kennt.

auch: Referenzen hören ! (wichtig) auch mit oder ohne Kopfhörer. :wink:

Aber die Referenzen sind doch alle schon gemastert… wie macht ihr das? (ich hab z.B. immer noch Angst, den mbCompressor in die Summe zu hängen…)

Hallo Zusammen,

der Beyerdynamic DT990 ist schon auf dem Rückweg, die Bässe sind zu betont. Der AKG ist der Hammer im Klang. Jetzt noch den Shure durchchecken und dann für einen der beiden entscheiden.

@Loop Breaker
Vielen Dank für die interessanten Link!

@Florian360
Ich habe in einem Blog mit der Firma SPL erfahren, dass das Mastern mit Crossfade dem Mastern mit Boxen näher kommt, deshalb meine Eingangsfrage. Vielen Dank auch für Deine ausführliche Antwort!

@CentralMusic
Du hast auch noch die ollen NS10M - fein fein!

@carryon
Du hast völlig recht, das Endergebnis sollte auf möglichst vielen unterschiedlichen Geräten gut klingen.

Der Tip mit den Referenzen im Master finde ich sehr gut. Dazu gibt es diesen super interessanten Blog bei DuSchlauch von rolander. Hier wird in 14 Videos das Mastering erklärt, bisher das Beste, was ich gesehen habe. Ich kann es Euch empfehlen! In der Steinberg Lounge gibt es den passenden Beitrag:

http://www.steinberg.net/forums/viewtopic.php?f=199&t=76846

Ein fröhlichen E/H
Jo

kurzes Feedback

@florian360
gewonnen hat AKG - es sind Traumkopfhörer für Mixen und Mastern. Den Shure werde ich auch behalten, um normal Musik zu hören. Ich finde den Klang für den Preis sehr gut.

Vielen Dank für Eure Posts!
Jo

Hallo Jo,
danke für deinen Test mit den Kopfhörern.
Ich bin auch schon am überlegen, ob ich mir welche zulege.
Da gerade mal wieder mein Subwoofer seinen Geist aufgegeben hat, muss ich mir wohl auch neue Boxen zulegen.
Aus Platzgründen werden es wohl KRK RP5 werden. Die gehen aber im Bassbereich nicht weit genug runter. (45 Hz). Da sind gute Kopfhörer sicher eine gute Ergänzung. Die AKG kosten zwar einiges, aber umsonst gibts ja nix.

Gruß
Gerd